Sassnitz auf Rügen gestern und heute

Sassnitz auf Rügen gestern und heute

Auteur
:   Wulf Krentzien
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6720-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sassnitz auf Rügen gestern und heute'

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19. Die Hauptstraße-Kreuzung Hermann Bebert-Straße, 2000. Auch dieses Bild ist schon wieder historisch. Kurze Zeit später erreicht der Straßenneubau der Hauptstraße auch diese Kreuzung. Die Deutsche Bank, die in Nachwendeeuphorie an Stelle des Glorisschen Pavillons eine Filiale errichtete, ist schon wieder ausgezogen. Das Sportlerheim verfállt zur Ruine und hat wegen der vielen neuen Gaststätten in Sassnitz wohl kaum eine Chance zur Wiederbelebung. Nur in Pirschels Hotel ist Leben. Hier wirkt Frau Borgward in ihrem Friseursalon. Ein Bäcker betreibt den Eckladen. Und eine neue Apotheke gibt es hier - neben der Alten, die leer steht.

Saßnits: a. i(ügen Hafenstraße

20. Als 1889 der Hafenbau in Sassnitz/Crampas begann, entstand die Hafenstraße als einziger Fahrweg zum Hafen. Wer vom Bahnhof oder Ort zum Hafen wollte, an der Hafenstraße führte kein Weg vorbei. Die günstige Lage lockte natürlich Handel und Gewerbe an. Ob Bank, Bäcker, Fleischer, Drogerie, Haushalt-und 'Kolonialwaren' - dies und mehr waren hier zu haben. Daran sollte sich auch bis in die fünfziger [ahre des 20. Jahrhunderts nichts ändern, als die Zufahrtsstraße zum Westhafen gebaut wurde. So behielt die Hafenstraße über viele [ahrzehnte das Aussehen der Zeit um 193 0, als die Bebauung abgeschlossen war.

21. Die Hafenstraße 2000 erstrahlt im neuen Glanz bis auf die Straße selbst - eine Teststrecke für die Stoßdämpfer und tiefliegende Auspuffrohre von Autos. Alle Häuser vom Beginn der Hafenserpentine bis zur Hauptstraße sind saniert. Die Geschäfte und Gaststätten warten wie früher auf Kunden, die leider Dank der Supermärkte vor der Stadt und der Rügengalerie nicht mehr so zahlreich kommen. Schade! Opfer dieser Geschäftsentwicklung wurde inzwischen auch das im früheren 'Geschäftshaus Räbiger' untergebrachte Fachgeschäft für Foto, Radio und Fernsehen.

22. Drogerie Fritsch in den 1920er [ahren. Schon vor dem Ersten Weltkrieg warb Hans Piek in der Hohenzollern Drogerie mit fotografischen Bedarfsartikeln, Artikeln zur Krankenpflege und allen dem freien Verkehr überlassenen Arzneimitteln. 1920 übernahm Hans Fritsch die Drogerie von Hans Piek in der Seestraße, Ecke Von-Halfern-Straße (heute Hermann-Bebert-Straße). Bemerkenswert an diesem Geschäft war sein werbewirksamer Eckeingang. Die Werbung hebt sich deutlich vom trist grauen Putzuntergrund des Hauses ab. Ein Zeichen dafür, dass auch in den 'goldenen 1920er Iahren' nicht immer jedes Haus im strahlenden Weiß glänzte.

23. Drogerie Hans Fritsch, 2002. Seit über achtzig [ahren ist die Drogerie Frisch inzwischen in Familienbesitz und überstand, abgesehen von zeitweiser Verpachtung, die Zeit von 1945 bis 1989. 1929 konnte Hans Fritsch sein neues Gebäude in der Hafenstraße in unmittelbarer Nachbarschaft der Sassnitzer Bank beziehen, die zuvor auf dem Gelände der Firma Faust junior, 'Spedition und Schiffsreederei', entstanden war. Stolz kann Familie Fritsch auf die Ladeneinrichtung sein, die schon 1920 für die Drogerie in der Seestraße entstanden war.

24. Blick vom Crampasser Berg, 1912. Das 'Bergschlösschen' , oberhalb der Lindenallee in halber Höhe am Crampasser Berg gelegen, war für viele [ahre der ideale Aussichtspunkt mit Blick über die Ort steile Sassnitz und Crampas, die Ostsee mit der Rügenschen Bäderküste bis hin zur Greifswalder Oe und bei guter Sicht bis Usedom. Dieses Bild entstand vor dem Ersten Weltkrieg mit freiem Blick auf das Rathaus und die Kirche. Die Bebauung der Hafenstraße ist noch unvollständig. Die relativ freie Fläche zwischen Hafenstraße und Rathaus markiert den ungefähren Verlauf der früheren Grenze zwischen den Orten Crampas und Sassnitz. Ende der 1nOer [ahre fállt das 'Bergschlösschen' dem Kreidetagebau zum Opfer.

2S. Blick vom Crampasser Berg, 2001. Die intensive Farbigkeit der sanierten Häuser hinterlässt einen freundlichen Eindruck beim Panoramablick auf Sassnitz. Fast hundertjährige Bäume machen Sassnitz zu einer' grünen Stadt'. Die Bebauung der Hafenstraße, der Schult-Kruse-Straße am Rathaus und die Errichtung der Häuser am Hochufer und in der Mühlenstraße war schon in den 1930er [ahren abgeschlossen. Zum Blickpunkt wurde das Geschäftshaus der Sparkasse Rügen, Hauptstraße Ecke Hafenstraße, mit seinem modernen Anbau, der sich bewusst vom historischen Bau durch Farbe und Gestaltung abhebt. Den vollständigen 'Bergschlösschenbliek' gibt es nicht mehr. Man steht jetzt tiefer, da der Berg von der Kreideindustrie abgetragen wurde.

26. Blick vom Crampasser Berg, 1930er [ahre. Der Kreidetagebau der Firma Galitz prägte über ein halbes Jahrhundert das Bild von Sassnitz. Erst 1961, als das neue Kreidewerk in Klementelvitz in Betrieb ging, konnte der weitere Abbau des Crampasser Berges gestoppt werden.

Blick vom Crampasser Berg, 2003. Die für die alte Kreideindustrie typischen Trockenschuppen, Rührwerke, Absetzbecken und Transportrinnen für die Kreidemilch verschwanden aus dem Ortbild. An Stelle der Trockenschuppen entstand am Ende der 1960er [ahre ein Tanklager von Minol mit Gleisanschluss. Nach dessen Abriss blieb nur noch ein Gebäude (Bildrand rechts) übrig. Die alten Wohnhäuser (Bildmitte) lagen früher inmitten des Werksgeländes und heute, um einen Neubau ergänzt, an der inzwischen verlängerten Bachstraße.

Sassnitz - !lIick Y. :Bergschlösschen auf )'lafen

27. Blick vom 'Bergschlösschen' auf den Hafen. Von der Gaststätte 'Bergschlösschen' sah der Fotograf im [ahre 1910 auf den Sassnitzer Ortsteil Crampas, den Bahnhof und den Hafen. Sehr gut zu erkennen sind die, nach einem bestimmten Standart gebauten Pommerschen Einzelhäusern an der, den ganzen Ort durchlaufenden Exzellenz-Kirchhoff-Straße und der abzweigenden Radvanstraße. Nach Aufnahme des Fährverkehrs wird die Mole nochmals verlängert. An der rechten Bildkante ist das 1945 zerstörte Bahnhofshotel zu erkennen. Der Bahnhof entstand auf einem damals noch fast unbebauten Gebiet. Die Orte kamen damals oft zum Bahnhof und nicht umgekehrt.

28. Blick vom Crampasser Berg, 1989. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg verdichtete sich die Bebauung im Bereich der Bach-, Haupt-, Stralsunder und Bahnhofstraße erneut. Für die Arbeitskräfte der im großen Stil entstehenden Sassnitzer Fischindustrie wurden viele Wohnungen gebraucht. Die Bauarbeiter des Wohnungsund Industriebaus lebten damals in den Baracken unterhalb des Bahnhofs. Diese Steingebäude dienten bis zu ihrem Abriss um 1995 unterschiedlichen Zwecken. Das 'Seemannsheirn' für ledige Fischer (links) und das 'StubnitzKino' (Bildmitte) sind außer den monotonen Wohnblocks weitere Beispiele für die Auswirkungen des Fischerei booms auf Sassnitz.

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