Sassnitz auf Rügen gestern und heute

Sassnitz auf Rügen gestern und heute

Auteur
:   Wulf Krentzien
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6720-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sassnitz auf Rügen gestern und heute'

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59. Fährhafen Sassnitz, 2002. In den 1990er [ahren war der Fährhafen allein mit dem Klaipedaverkehr nicht mehr lebensfähig. Mit dem Umschlag von Holz, Getreide und Baustoffen erweiterte sich die Angebotspalette. Zeitweise fuhr hier ein Katamaran nach Swinemünde (Polen) ab. Bornholms Trafikken bediente ab 1991 die Verbindung nach Rönne/ Bornhalm. 1997 kam die Linie Kiel-Mukran-St. Petersburg hinzu. Kreuzfahrtschiffe gehören oft zum Hafenbild. Die bedeutendste Erweiterung war am 7. [anuar 1997 die Verlagerung des Skandinavienverkehrs vom Stadthafen Sassnitz in den ausgebauten Fährhafen mit inzwischen acht Liegeplätzen. Mit diesem Tag erfolgte auch die Umbenennung in 'Fährhafen Sassnitz'.

60. Der Bahnhof Crampas-Sassnitz, 1896. Seit 1891 hat Sassnitz über die Eisenbahn aber auch über den neuen Hafen Verbindung zur weiten Welt. Als dieses Bild entstand, hatten die Arbeiten zum Bau der Hafenbahn und die Vorbereitungen zur Eröffnung der Postdampferverbindung nach Schweden schon begonnen. Die Beamten der KPEV (Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung) präsentieren sich, vom Fotografen wirkungsvoll aufgestellt, stolz vor dem Bahnhofsgebäude und auf der geputzten Lokomotive der Gattung T3. Die Veranda mit Elementen der Bäderarchitektur ist noch offen, das Dach mit farbigen Ziegeln dekorativ gestaltet. Die Bahnhofsbezeichnung Crampas-Sassnitz erregte viele [ahre die Gemüter, denn der Bahnhof lag in Crampas, bekam aber bald den Namen Sassnitz!

61. Der Bahnhof Sassnitz, 1996. Noch ist der Bahnhof Sassnitz in den internationalen Fahrplänen des Personen- und Güterverkehrs zu finden. Der Interregio 'Berlinaren' , Malmö-Berlin, steht abfahrtbereit am Bahnsteig 1. Internationale Güterzüge im Verkehr von und nach Skandinavien werden täglich auf dem Bahnhof abgefertigt. Die Veranda ist inzwischen geschlossen und hat dadurch ihren Reiz verloren. Anbauten lassen das Gebäude wuchtiger erscheinen. Seit 1989 fahren die Züge nach Sassnitz elektrisch. Nach hundert [ahren (1996) hat der Bahnhof sein Gesicht verändert, aber noch nicht verloren. Sechs [ahre später ist der BahnhofSassnitz nur noch die Endhaltestelle einer stündlich verkehrenden Regionalbahn.

62. Die Strandpromenade in den 1nOer [ahren. Das um 1901 gebaute 'Hotel Fürstenhof' bildet früher, wie heute einenAkzent in der Bebauung der Strandpromenade (links 'Café und Bierstuben' ,rechts 'Strandhotel'}. dem sich alle anderen Gebäude unterordnen. Den Feriengästen in den Pensionen der dahinterliegenden Rosenstraße wurde die Sicht zur Ostsee genommen. Die Landungsbrücke entstand nach dem Ersten Weltkrieg an Stelle eines kleineren Landungsstegs für die Reederei Rügenscher Lloyd, die sich mit der Sassnitzer Dampfschiffsgesellschaft nicht über die gemeinsame Benutzung der großen Seebrücke einigen konnte. Die Reedereien der damaligen Zeit schätzen trotz Hafen die Anlegestellen an den Seebrücken, sparte man doch bei einem Zwischenstop in Sassnitz auf dem Weg Binz-Stubbenkarnmer den Umweg um die Mole.

63. Die Strandpromenade, 2002. Das Hotel 'Fûrstenhof" hatte auch nach 1945 seine Bedeutung nie ganz verloren. Als 'Ostseeterrasse' blieb es, mit Unterbrechungen, Hotel. Bevor 1968 das 'Rügenhotel' gebaut wurde, gab es Pläne, die 'Ostseeterrasse' zum Hotel mit internationalem Standart auszubauen. Später übernahm eine Firma aus Sachsen das Gebäude und machte es zu seinem Betriebsferienheim. Beim damaligen Umbau verschwanden auch die Balkons. Mit dem alten Namen kam inzwischen auch der alte Glanz zurück. Mit der Gaststätte 'Pàhrblick' und dem leider noch nicht sanierten 'Strandhotel', macht dieser Teil der Strandpromenade wieder einen sassnitztypischen Eindruck. Der neue Landungssteg entstand aus Fördermitteln. Bei deren Höhe spielte es keine Rolle, ob sie ausreichten, um eine funktionsfähige Anlage zu errichten. Nun ist er zu kurz geraten, um als Anlegestelle genutzt zu werden.

64. Die Sassnitzer Strandpromenade um 1930. 'Die Strandpromenade von Sassnitz steht einzig in ihrer Art da und bietet eine Attraktion, wie sie kein zweites Ostseebad aufzuweisen hat', kann man im Reiseführer von 1914 lesen. Sie beginnt an der Molenwurzel und war zeitweise bis 3 km lang, weil vor dem Zweiten Weltkrieg auch der Weg an der Kreideküste bis zum 'letzten Aufstieg' zum Hochufer jedes [ahr vor der Saison neu ausgebaut wurde. 'Sie ist die Freude der Badegäste und das Schmerzenskind der Gemeinde', schreibt der Reiseführer. Das Foto zeigt die Promenade in Molennähe. Ursprünglich standen hier Verkaufsbuden aus Holz in unmittelbarer Nähe des Wassers. Mit dem Molenbau wurde auch die Promenade mit einer Natursteinmauer gesichert, vor der der Sassnitzer Badestrand mit der Seebrücke entstand. Jetzt verschwanden die Buden zugunsten von festen Häusern an der Hochuferseite. Hier war alles zu haben: Aale und Flunder, Andenken, ein kühles Bier und eine schöne Mahlzeit.

65. Die Sassnitzer Strandpromenade, 2002. Auf den ersten Blick hat sich an diesem Promenadenabschnitt nicht viel verändert. Der zweite Blick zeigt Veränderungen an den Gebäuden. Die Gaststätten unterschiedlicher Preisgruppen bieten jetzt hauptsächlich Fischgerichte mit teilweise exotischen Namen an und versprechen, dass man sich an Fisch 'satt' essen kann. Bernstein und Mode ergänzen das Angebot. Die freie Sicht auf die Ostsee ist wieder möglich, nachdem der vor die Promenade gebaute Netzboden abgerissen wurde. Nur der Großparkplatz vor derTür trübt bis jetzt noch die Aussicht und die Erholung.

66. Der Kurplatz, 1912. Nachdem der Sassnitzer Hafen fertig gestellt war, ließ der Kreidewerksbesitzer Malte Küster für den späteren Kurplatz Abraum aus der Kreideproduktion aufschütten und noch durch eine Steinpackung sichern. Am Hochufer baute er eine Stützmauer. Davor entstand die Gaststätte Miramare. Nachdem die Gemeinde 1905 das Grundstück gekauft hatte, entstand hier der Musikpavillon, später durch eine Pergola rechts und links ergänzt. Hier spielte zur Saison die Sassnitzer Kurkapelle, fanden Kinderfeste und andere Feierlichkeiten statt. Mehrfach beschädigten Sturmfluten den leichten Holzbau. Vielfach umgebaut überstand der Pavillon den Zweiten Weltkrieg.

67. Der Kurplatz, 2001. Der Sassnitzer Kurplatz behielt auch nach 1945 seine Bedeutung als kultureller Veranstaltungsort. Sogar Kinoveranstaltungen fanden hier statt. Der alte Pavillon konnte immer weniger Wind und Wetter trotzen. In den 1980er [ahren entwarf der Binzer Architekt Ulrich Müther die neue Kurmuschel als selbsttragende Betonkonstruktion. In der Bauausführung wurde leider bei den Funktionsgebäuden und der Gestaltung des gesamten Platzes gespart. Daher fehlt dem Bauensemble die ursprünglich im Projekt vorgesehene architektonische Einheit. 2002 fand in Sassnitz das 6. Bläserfest Mecklenburg- Vorpommern mit über zwanzig Blaskapellen Mecklenburg- Vorpommerns und anderen Bundesländern statt. Karl Werner Kindermann, langjähriger Leiter des Sassnitz Jugendblasorchesters, dirigiert die teilnehmenden Orchester zum Abschlusskonzert.

Osts~~bad S~ssnilz (Insel Rügen.)

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68. Klein Helgoland mit Herrenbad, 1910. Im Iahre 1912 konnte das separate Herrenbad, dass viele [ahre den 41 Kubikmeter großen Findling 'Klein Helgoland' dekorierte, verlegt werden. Der Findling befindet sich 1 S m von der Uferpromenade entfernt in 1,S m Wassertiefe bei mittlerem Wasserstand. Der Stein ragt zu etwa S 0% aus dem Wasser und war meist durch eine Holzbrücke mit dem Festland verbunden. Der Reiseführer von 1912 beschreibt den Aufenthalt dort: 'Ein angenehmer und kühler Platz über dem Wasser mit herrlicher Aussicht ist Neu Helgoland, ein im Wasser liegender Felsblock, nahe dem Herrenbade, auch von Damen zugänglich.'

Unten: Klein Helgoland im Winter 2002. Der Sinn für Romantik scheint den Sassnitzern des 2 1. [ahrhunderts zu Gunsten materiellen Denkens verloren gegangen zu sein. Oftmals wurde die Holzbrücke nach Klein Helgoland Opfer starker Nordoststürme und immer wieder aufgebaut, zur Freude der Feriengäste. In manchen [ahren blieb die Brücke erhalten, weil man im Winter die Bohlenabdeckung entfernte, so dass die Stürme weniger Angriffsfläche hatten. Die schwere, starre Metallkonstruktion der letzten [ahre konnten die Wellen einfach aushebeln. Geld für eine vorteilhaftere Brücke steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

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