Schleusingen in alten Ansichten

Schleusingen in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Wallraff und Rosika Hoffmann
Gemeente
:   Schleusingen
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6564-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schleusingen in alten Ansichten'

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Einleitung

Schleusingen, ein reizvolles, malerisches Städtchen, zwischen Ilmenau und Coburg an den Bundesstraßen 4 und 247 gelegen, erhebt sich in 372 bis 450 Meter Höhe über dem Meeresspiegel am Südhang des Thüringer Waldes, unweit des Rennsteigs. Die noch immer ruhige, idyllische Kleinstadt hat heute etwa 6 000 Einwohner, zu denen auch die eingemeindeten Dörfer Fischbach, Gethles, Rappelsdorf, Geisenhöhn, Gottfriedsberg, Ratscher und Heckengereuth zählen.

Die Stadt kann auf eine lange und reiche Geschichte zurückblicken. Ihre Ersterwähnung als 'villa Slusungen' geht aus einer Urkunde des Abtes von Fulda aus dem Iahre 1232 hervor. Stradtrecht wurde Schleusingen 1412 verliehen.

Wahrzeichen der Stadt ist die Bertholdsburg. Sie war seit 1274 Sitz und Residenz der Grafen von Hennebergl Schleusinger Linie, die über drei Jahrhunderte das Schicksal der Stadt und der Region wesentlich bestimmten. Besondere Bedeutung für Schleusingen und die Grafschaft erlangten Berthold VII. (1 272 -13 40) - in die Geschichte auch als 'Berthold derWeise' eingegangen-, Wilhelm IV (1478-1559) und sein Sohn Georg Ernst

(15 11-1583), der 1544 die Reformation einführte und

die Landesschule 1577 zum Gymnasium erhob. Damit wurde Schleusingen weithin anerkannte Schulstadt. Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts galt an der Universität Leipzig die Anerkennung 'haud fumos vendit Schleusinga' (Schleusingen entsendet nur tüchtige Menschen). Dem humanistischen Gymnasium war von seiner Gründung an eine CommunitätlInternat mit zwanzig Freistellen angeschlossen. Im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert kamen noch weitere bedeutende Schulen dazu. 1897 wurde in Schleusingen die Wiesenbauschule geschaffen, aus der sich später eine Fachschule für Wasserwirtschaftler entwickelte, die aber 1956 nach Magdeburg verlegt worden ist. Die Fachschule für Straßenbau und, dem politischen System der DDR Rechnung tragend, die Bezirksparteischule der SED gehörten ebenso zur Schulstadt Schleusingen wie heute neben dem Gymnasium eine Grundund Regelschule und eine Reha-Schule für geistig und körperlich Behinderte.

Die Stadt war seit jeher in die Ober- und Unterstadt geteilt. Die sogenannte Oberstadt ist der Teil, der früher von einer stark befestigten Stadtmauer umgeben war, die den Stadtkern mit der Bertholdsburg einschloß. Reste dieser Stadtmauer sind heute noch vorhanden.

Anziehungspunkt der südthüringischen Kleinstadt ist neben dem Schloß sein historischer Marktplatz mit dem Standbild der Gräfin Elisabeth von Henneberg (15481592), der 'Brönnjungfer' auf dem Marktbrunnen und das Rathaus. Der Markt wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals (1679,1765,1773,1876) von starken Feuerbrünsten heimgesucht, die immer eine Veränderung seines Aussehens nachsichzogen.

Die Bertholdsburg, zwischen 1226 und 1232 unter Pappa VII. von Henneberg als wehrhafte Burg erbaut, erfuhr besonders durch Wilhelm IV im 15. und 16. Iahrhundert wesentliche Erweiterungs- und Umbauten im Renaissancestil. Aus der einstigen Burg wurde eine repräsentative Schloßanlage. Diese diente nach dem Aussterben der Henneberger 1583 zunächst sächsischen, nach 1815 preußischen Amts- und Verwaltungssitzen als Domizil. Bedeutende Persönlichkeiten waren hier zu Gast, wie zum Beispiel Gustav Adolfvon Schweden 1631, der im Dreißigjährigen Krieg einen Schutzbrieffür die Stadt Schleusingen ausstellte und der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, 1675 auf seinem Siegeszug nach Fehrbellin. Heute befindet sich ein Naturhistorisches Museum mit heimatgeschichtlicher Abteilung in der Bertholds burg.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, die am Zusammenfluß der drei kleinen Flüsse Erle, Nahe und Schleuse liegt, wurde durch die Nutzung derWasserkraft begün-

stigt. Früh entstanden in und um Schleusingen zahlreiche Mühlen. So ist bereits 1518 die erste Papiermühle am Galgenrain nachweisbar. Papierherstellung und Buchdruck bestimmten über Jahrhunderte die 'Industrie' der Region. Einst waren in Schleusingen vierzehn Mühlen und Hammerwerke zugleich tätig. Aus dem schon 1496 belehnten Kupferhammer zum Beispiel entstand später ein Eisenhammerwerk, ehe der Unternehmer Adam Heinz Mitte des neunzehnten Jahrhunderts an gleicher Stelle die Glashütte Friedrichswerk gründete, deren Betrieb bis heute existiert und als Thüringer Behälterglas GmbH von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt ist. Beachtenswert in Schleusingen ist auch der Wassergraben, der nach dem großen Stadtbrand von 1353 errichtet wurde. Auf einer Länge von 3,2 km bei einem Gefälle von nur 1,3 m legten damals Mönche den Wassergraben an, der seither das Wasser der Nahe von Hinternah nach Schleusingen leitet. Am Wassergraben entlang führt nicht nur ein schönerWanderweg, es ist auch immer wieder bewundernswert, welch technische Meisterleistung hier in damaliger Zeit vollbracht worden ist.

Wer Schleusingen in seinem landschaftlichen Reiz, mit seinen baulichen Schätzen, seiner alten Kultur und seinen liebenswerten Menschen einmal kennengelernt hat, wird diese Stadt wohl stets in freundlicher Erinnerung behalten.

1 Schleusingen - Totalansicht

Von den 'Sieben Bäumen' auf dem Weißen Berg hat der Wanderer von und nach dem nahegelegenen Naturschutzgebiet Stäte einen herrlichen Blick auf die Stadt. Weithin sichtbar sind die Bertholdsburg mit dem fast vierzig Meter hohen Haupturm, die St.-Johannis-Kirche und das Hennebergische Gymnasium 'Georg Ernst'.

Diesen Wanderweg zur Stäte gibt es schon sehr lange, denn es ist überliefert, daß im Iahr 1641 ein schwedischer Leutnant von feindlichen Reitern 'in der Steten üfm weg nach Ratscher' erschossen wurde.

Schleustnqen. Gesa mtanstcht.

2 Die Bertholdsburg von der Westseite

Auffällig vor dem Schloß, vom Westen her gesehen, mit seinem imposanten Fürstenbau war noch bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein größerer Baumbestand.

Im einstigen Schloßgarten, um 1560 von Gräfin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg angelegt, hatten über Iahrhunderte sächsische, später preußische Beamte ihr Gartengrundstück.

Bereits dem Bau der Suhler Chaussee um 1830, aber erst recht den Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg fielen mehr und mehr Bäume zum Opfer.

Die Parkanlage, in der die Brunnenfigur der Slusia - Nixe steht, ist bereits seit Iahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

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3 Der Schloßhof

Der viereckige Schloßhofbildet die kürzeste Verbindung von der Oberstadt zur Unterstadt durch seinen Ausgang im Westbau der Bertholdsburg.

Über die Schloßtreppen geht es hinab zur Suhlerstraße in die Vorstadt, wie dieserTeil der Unterstadt früher auch genannt wurde.

Mit wenig Schmuckelementen versehen, wirkt der Schloßhof dennoch anziehend und besticht durch seine gute Akustik.

Schleusingen, Bertholdsburg

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4 Das Brunnenhäuschen

Das Brunnenhäuschen am Fuße der Bertholdsburg wurde mit der Errichtung des Schloßgartens durch Gräfin Elisabeth (1526-1566) erbaut. Damit verlieh man dem Wert und der Bedeutung des Wassers in der damaligen Zeit besondere Aufmerksamkeit.

Dieses aus Naturstein geschaffene kleine Objekt aus der Renaissancezeit wirkt immer wieder anregend als malerisches Motiv.

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