Schliersee in alten Ansichten Band 1

Schliersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Marly Hecker
Gemeente
:   Schliersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4809-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schliersee in alten Ansichten Band 1'

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9. Die Bodenschneid liegt zwar im Gemeindegebiet von Schliersee, aber 1894 taten sich Miesbacher Trachtier zusammen und nach reiflicher Planung und Vorbereitung wurde dort oben ein Gipfelkreuz errichtet. Der eigens zu diesem Zweck gegründete Verein von ca. 300 Mitgliedern transportierte an einem strahlenden Sonntag, dem 14. Juli 1894 das in Miesbach gefertigte Kreuz aus Eisen samt allem Material in einem festlichen Zug - an der Spitze die Musikkapelle und die anderen örtlichen Vereine - auf die Bodenschneid. Es waren insgesamt 120 Ztr. hinaufzuschaffen und mit viel freiwilligem Einsatz an Hand- und Spanndiensten wurde das Werk bald vollendet. Am 12. August 1894 konnte die feierliche Einweihung stattfinden. An der SO-Seite des Kreuzes steht zu lesen: 'Gott segne und schütze unser Bayernland!'

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10. Neben der Roten Wand steht auf der Duffner-Spitze ein schmiedeeisernes Kreuz, welches mit einer feierlichen Bergmesse am 11. September 1927 geweiht wurde. Gefertigt und aufgestellt hat es der Schrniedemeister Ludwig Duffner von Westenhofen zum Dank für seine glückliche Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg. Seine ganze Liebe galt der Roten Wand, die er dreitausendmal bestiegen hat, und daher auch sein Spitzname rührt: Der Rotwand-Geist.

11. Um 1900 herum stellte in Privatinitiative der Buchdrukker Böcklein aus München ein paar Meter unter dem Gipfel der Rotwand ein kleines Schutzdach auf, unter dem notfalls acht bis zehn Personen stehen konnten. Diese Hütte zerstörte aber wenige Jahre darauf ein Blitzschlag. Das alte Unterkunftshaus auf der Roten Wand (1885 m ü. NN) existiert auch nicht mehr. Es war eigentlich und hauptsächlich eine Almhütte, die aber auch den Bergwanderern im Sommer Rast, Erfrischung und Schutz vor grobem Wetter gewährte. 1907 baute die 'Sektion Turner AlpenKränzchen im Deutschen Alpenverein' das Rotwandhaus, so wie es heute noch jeden Sommer über von einem Bergwirt betrieben wird.

12. Man erzählt sich noch heute von dem aus Tirol gekommenen Örgei, dem 'darnischenLoder' und von seiner BurgI, die beide die Kunst des Schnapsbrennens und der Gastlichkeit gleichermaßen wohl verstanden, sodaß nicht nur die Holzknechte und Jager sich in der Wurzhütten wohlfühlten, sondern auch mancher hochmögende Jagdgast, ja gar der König von Preußen dort zukehrte. Ihre Nachfolger, Josef und Maria Krimbacher, sind hier auf diesem Bild zu sehen.

13. Anton von Perfall's Jagderzählungen 'Auf der Wurzhütten' kreisen alle um dieses Herzstück des Reviers. Ein recht wildromantisches Gebäude war die Wurzhütte immer und deshalb früher im Winter verlassen und eingeschneit. Es müssen auch immer recht 'b'sondere Leut' gewesen sein, die dort hausten. Sie hießen immer nur entsprechend ihrer Tätigkeit 'die Wurzelgraber und Enzianbrenner vom Spitzingsee'.

Wurzhütte b, 5chliersee im Winter.

14. Dem Freiherrn Anton von Perfall, geboren 1883 zu Landsberg, dem passionierten Jäger und berühmten Schriftsteller, sind drei Denkmäler gesetzt: Eines als Relief in einer Felsenwand über seinem Grab in seinem geliebten Spitzingsee-Revier, eines zählt zu den wertvollsten Werken von Wilhelm Leibl - das Gemälde 'Der Jäger' (im Besitz der Berliner Nationalgalerie) - und das Dritte hat er sich selbst gesetzt in seinen fünfundsechzig Büchern, die so wundervoll seine Eindrücke von der Jagd, vom Gebirge und seinen Bewohnern eingefangen haben.

15. Kar! Haider sitzt hier mit seiner Enkelin auf dem Schoß auf seiner Hausbank und der treue 'Woid!' sitzt daneben. 1846 in München-Neuhausen geboren, studierte er an der Münchner Akademie und zog in den späten neunziger Jahren nach Schliersee. Wenn sich auch erst in den folgenden Jahren in der großen Welt die höchste Anerkennung für seine Werke einstellte - in seinem Häusl in der Sornmerau konnte er in idyllischer Ruhe und Einsamkeit ganz seiner Kunst leben - in vertrautem Umgang mit den Klassikern der Dichtkunst und Musik, aber im Werk verwurzelt in seiner geliebten Sch!ierseer Heimat.

16. Kar! Haider und Anton Freiherr von Perfall muß man eigentlich in einem Atemzug nennen, verband sie beide doch über viele Jahre eine enge Freundschaft. Am 19. Juni 1921 wurde zum ehrenden Gedenken an den Kunstmaler Professor Dr. h.c. Kar! Haider auf der Hochburg über Schliersee vom Fremdenverkehrsverein dieses Denkmal errichtet. Im Sommer 1987 war den beiden Freunden Kar! Haider und Anton von Perfall im Schlierseer Heimatmuseum eine viel beachtete und erfolgreiche Ausstellung gewidmet.

17. Von Kar! Haider stammt diese großartige Bleistiftzeichnung, 'Der Schnapperwirt' , ein Portrait des Johann Schnitzenbaumer, geboren 1861, ein Rixner-Sohn, der 1889 das Sixt-Anwesen in Fischhausen um 41 000 Mark kauft und dort die Gastwirtschaft begründet. Während auf dem Wirtshausschild 'Niederwaldeck' zu lesen ist, sprach der Volksmund - wohl wegen der anfänglichen Schwierigkeiten - nur vom 'Schnapperwirt', was aber der Persönlichkeit des Wirtes keinen Abbruch tat.

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18. Die Geschichte der Hachl hinten im Josefstal ist eigentlich eine lange Reihe von Unglück und Not, Streit, Ungerechtigkeit und Ärgernis und deshalb natürlich Armut. Von all dem, was menschlicher Fleiß dort je begarm - Schürfung auf Eisenerz, dessen Verhüttung und die dazu nötige Holzwerbung, eine Schneidsäge, eine Papiermühle, ein Gipsbruch - nichts kam so recht zum Blühen. Die Erzeugnisse der Hachlschmiede, Werkzeuge aller Art vor allem für Land- und Forstwirtschaft, waren zwar überall hochgeschätzt, brachten mit zunehmender Industrialisierung auch nur karges Brot. Aber die Schmiede in der Hachl lebt als einziges Unternehmen heute noch, ein solides, gutes, ehrliches Handwerk. Unverändert die Zeiten überdauert hat der nie versiegende, nie gefrierende Hachlbach.

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