Schliersee in alten Ansichten Band 1

Schliersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Marly Hecker
Gemeente
:   Schliersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4809-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schliersee in alten Ansichten Band 1'

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29. Mit diesem Brief gratulierte der Schwarz Carl seinem 'Kollegen', dem Kiem Pauli, zu dem so erfolgreich verlaufenen Preissingen in Egern. Der Briefkopf zeigt, wie eine Schoßgeige gespielt wird.

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30. Im Jahre 1930, auf den 29. und 30. März, hatte der Kiem Pauli zum großen Oberbayrischen Preissingen, dem ersten seiner Art, nach Egern am Tegernsee geladen. Aus Schliersee war das Schönhuber-Duo dabei und aus den vielen vorher eingesandten Liedern hatte der Pauli zwei ausgesucht, die zur Aufführung kamen: Sie sangen vom 'Auer Wildschütz' und ein Drei-Königs-Lied und konnten einen Ehrenpreis erringen. Aber auch mit seiner 'Diatonischen' fand der Schönhuber Sepp gerne Zuhörer, so wie hier auf dem Bild, wo der Bub neben ihm den Landier mitpfeift und sich wohl denkt: 'So guat möcht' i's ararnoi kinna!'

31. Die Geige - fürwahr ein difficiles Instrument war noch in der ersten Hälfte des Jahrhunderts auch am Land in verschiedenstem Zusammenspiel allgemein üblich: In der kirchlichen Orchestermusik, bei den Schrammeln im Wiener Stil, und zum Tanzen wurde eben 'aufgegeigt' , häufig auf der Schoßgeige. Die drei Burschen hier nannten sich Original Schlierseer Trio im Jahre 1924 und machten wohl eine feine Saitenmusik. Es waren Heinrich von Maffei, Kontragitarre; Xaver Pellkofer, Schoßgeige; und Sepp Pekarek, Zither.

32. Zu der Zeit stand das Zitherspiel recht in Blüte. In Stadt und Land gründeten sich die Zitherclubs und so manche Bubenfinger bekamen dicke Blasen vom fleißigem Üben. Dieses Bild von der 'Zitherschule Schliersee' 1908 entstammt unter anderen dem Archiv Halmbacher, Tegernsee, aber leider ist nur wenig über diese Gruppe bekannt. Nur ein paar Namen weiß man noch, von links: 1. Richard Merx, 4. Hans Stangl, 6. Alfons Sieber, 8. Willi Kaufholz und vorne kniendPeter Merx (1917 gefallen).

33. Dreizehn Sänger gründeten am 11. November 1895 den 'Schlierseer Liederhort' , den Vorläufer des heutigen Alpenchores. 1898 fand das erste Chorkonzert statt. Am 12. Juni 1921 entstand dieses Foto auf einer Fahrt nach Kramsach in Tirol. Mit dabei waren (stehend) Ambos Max, Wenzl Georg, Acher Georg, Schamber Max, Schafbauer, Schmid Otto, Nachtmann Georg und Ludwig, (sitzend) Güntler Josef , Minholz Eugen, Hengst Ernst und Hintermaier Josef. Das Tafer! ist sogar noch erhalten und die drei Eichenlaubkränze zeigen, daß es in Kramsach wohl ein Sängerwettstreit war, bei dem die Schlierseer gut abgeschnitten hatten. Eine Fahne konnten sie nicht ihr Eigen nennen, denn als einmal drei Mitglieder zum Zweck der Beschaffung einer solchen nach München fuhren, waren wohl zu viele Wirtshäusl am Weg - sie kehrten heim ohne Fahne und ohne Geld!

34. Die Wurzeln der heutigen, allseits so beliebten und erfolgreichen Kurkapelle Schliersee sind am Ledersberg zu suchen, wo der Bauer Josef Rieder als Dirigent den Taktstock führte und gut ein Drittel der 'Musikgesellschaft Schliersee' wie sie sich auch nannten, aus der Familie Rieder kam. Auch auswärts über den Schlierseer Bereich hinaus ließen sich die Ledersberger hören und konnten bei Musikwettsbewerben 1899 in Aibling einen zweiten und 1891 in Miesbach einen ersten Preis erringen. Dieses Bild entstand 1895 und die meisten Namen sind noch bekannt, von oben links: 7, Kar! Hollmann, ?, Markus Hofberger, Kaspar Rieder, Georg Seidl, Johann Rieder, Josef Rieder sen., Josef Staber, Josef Rieder jun., Leonhard Wieland und Benedikt Rieder.

35. Ein Familienbild der Reils von 1898. Vater Georg Reil, Mutter Anna Reil (Gründungsmitglied des Bauerntheaters), die Töchter Maria, Anna und Else und die Söhne Heinrich und Georg, dessen Sohn Hermann wiederum heute schon seit vielen Jahren mit schonstem Erfolg die Schlierseer Kurkapelle leitet, und dessen feine Klarinette landauf und -ab hochgeschätzt ist. Was die Rieder vom Ledersberg für die Musikkapelle bedeuteten, gilt für die Familie Reil nicht weniger. Und da die Mutter Anna aus dem singfreudigen Zillertal stammte, konnte das Musig' hör ja gar nicht ausbleiben und sie wußten nicht nur die Blasinstrumente wohl zu spielen, sondern musizierten auch im häuslichen Kreis mit Zither und Geige.

36. Hier ist ein Bild von Schlierseer Sängern um 1930 - alle drei begabt mit wunderschönen Naturstimmen: Der Markhauser Gustl, der Kielechner Gottlieb und der unvergessene Stöger Hansl. Er hat dann später auch mit manchen anderen Sängern des Oberlandes zusarnmengesungen, so auch mit dem Sontheim Sepp und dessen Bruder Xari - weil er so schön 'zuawifarbin' und so herrliche Jodler singen konnte.

37. Seit 1869 gibt es in Schliersee die Feuerschützengesellschaft. Immer nach einem Königsschießen zogen sie mit klingendem Spiel durch den Ort, hier auf dieser Aufnahme von 1919 gerade durch die Lautererstraße. Voran gehen die ZieIer im traditionellen Kasperlg'wand und deren eifrige Helfer, die Buben mit den seidenen Preisfahndln. 1964 wurde die Erlaubnis für das Schießen nach dem alten Ritus vom Landratsamt aus Sicherheitsgründen entzogen und seither geht alles nur noch vollmechanisiert vor sich. Die wunderschönen, teilweise von berühmten Künstlern gemalten Scheiben in der Schießstatt sind Zeugen einer langen, lebendigen Schützentradition.

38. Aus dem Spätmittelalter her haben sich aus der Fülle der alljährlich gehaltenen Prozessionen nur wenige bis auf unsere Tage erhalten. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es am Rosenkranzsonntag im Oktober eine Prozession zum Gedächtnis des abendländischen Sieges über die Türken bei Lepanto. Heute ist - abgesehen von der Leonhardifahrt - nur noch der AntiaBumgang am Fronleichnamsfest üblich. Damals wie heut' setzten die Jungfrauen ihr Kranzl auf und legten ihr schönstes seidenes Janker'gwand an zum Mieder mit dem silbernen G'schnür. Sie trugen die Fahne der Jungfrauenkongregation mit. So hieß früher die Vereinigung junger Mädchen zur Förderung des privaten Gebetslebens in der Pfarrei.

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