Schliersee in alten Ansichten Band 1

Schliersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Marly Hecker
Gemeente
:   Schliersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4809-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schliersee in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Der Markt Schliersee, das alte Schliers, war sich seiner Herkunft und Geschichte immer schon bewußt - in bescheidenem Stolz und in großer Liebe zur Heimat - dem See, den Ortschaften rundherum, den Bergen, Wald und Flur und dem Leben darin, den Sitten und Bräuchen, allem was eben diese Heimat ausmacht.

Deshalb sind auch allenthalben Bilder, Dokumente und Aufzeichnungen aus alter Zeit vorhanden und sorgsam aufbewahrt worden. Nur dadurch war es überhaupt möglich, dieses Büchl zusammenzustellen.

So haben eigentlich die Schlierseer selbst das vorliegende Buch gemacht und es sei Allen, die durch freundliche Überlassung von Bildmaterialoder durch sonstigen Beistand mit Rat und Tat zum Gelingen geholfen haben, auf's Herzlichste Dank gesagt.

Ein besonderes 'Vergelt's Gott' gilt den Freunden vom Heimatmuseum, deren Mithilfe und Unterstützung die Arbeit zu einer großen Freude werden ließ.

Der Sinn dieses Buches ist, den Zeitraum zwischen 1880 und 1930 - die Welt unserer Eltern, Großeltern und bereits Urgroßeltern nochmal

lebendig werden zu lassen und in Bild und Wort festzuhalten .

Es war ja eine bedeutsame Zeit, in der sich schon so manche Umwälzung und Veränderung ankündigte, die dabei aber die Last eines großen Krieges zu tragen hatte.

Die Menschen standen noch in den gewachsenen Traditionen, doch die heraufsteigende Neue Zeit mit den verschiedenartigsten Einflüssen von außen formte bereits alle Lebensbereiche.

Aber verantwortungsbewußte Hände waren am Werk und nahmen an, was die Entwicklung Gutes brachte ohne die eigene Wesensart preiszugeben. Ihnen müssen wir danken, daß sich Schliersee bis in unsere Zeit all seine Schönheit und Liebenswürdigkeit erhalten konnte.

Möge auch ferner das Tal unter dem Schutz von St. Leonhard, Sixtus, Martin und Georg das Lächeln seines Schöpfers wiederspiegein und seine Bewohner sich immer dessen bewußt sein: 'Tradition heißt nicht ein Häufchen Asche hüten, sondern eine Flamme am Leben zu erhalten!'

1. Die Berge und der See waren schon immer da, aber das Gesicht des Ortes Schliersee hat sich im Lauf der Zeit gewandelt. 1865 hatte die Pfarrkirche St. Sixtus noch ihren alten, wesentlich niedrigeren Turrn, der 1873 von einem Blitzstrahl völlig zerstört wurde. Er mußte abgetragen und neu aufgeführt werden. Auch den hier noch sichtbaren gotischen Turm der Weinbergkapelle hat ein Blitz zerstört und er wurde 1877 nach dem alten Vorbild wieder ersetzt.

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2. Im Jahre 1890 steht bereits der neue Kirchturm, welcher der ganzen Kirche andere Proportionen gibt, Er hat nun eine Höhe von 60 m, davon das Kreuz obendrauf 2,5 m mißt. Die Weinbergkapelle steht noch frei und weithin sichtbar und der ganze Schliersberg ist nicht bebaut und auch noch unbewaldet. Am Ufer gleich unterhalb der Pfarrkirche sieht man die Giebel der alten Schiffhütten und links vorne mit ihrem Türmchen die Perfall- Villa, die später dem Bau des Kurzentrums weichen mußte.

3. Und so sah Schliersee auf einer Postkarte des Jahres 1915 aus - vor dem Hintergrund des Krieges mit Reichsadler, Schwert und Eichenlaub. Es ist der Bliek von Unterriß über das 'Roaslehä' und die Wiesen reichen noch bis an den Ortskernheran.

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4. Schliersee und das ganze herrliche Panorama um 1920 von einem Standort oberhalb des überrißbauern aus gesehen. Es muß ein besonders klarer, föhniger Tag gewesen sein, als diese Aufnahme entstand, denn man sieht sogar bis ins Tirol hinein und wie am Westufer gerade ein Zug fährt. Auf der Insel Wörth waren damals 'sieben Kuhgräser' , d.h. sie durfte beweidet werden und jeden Sommer wurde das diesem Maß entsprechende Weidevieh per Schiff hinübergebracht und im Herbst wieder geholt.

5. Bürgermeister Johann Baptist Ströbl und seine Ehefrau Anna überließen am 1. Januar 1917 ihr Anwesen, das sogenannte Richterhaus, gegen eine Leibrente der Marktgemeinde Schliersee zum Zweck des Umbaus zu einem Rathaus. Bereits im Frühjahr 1920 war dies geschehen und ein stattlicher Bau entstanden - zur Zierde des Ortes. 1925/26 unter Bürgermeister Miederer wurde durch Baumeister Kar! WegeIe, Miesbach, dann der hölzerne Stadl massivausgebaut für eine Hausmeisterwohnung und diverse Nebenräume. Später erfolgte die Erweiterung zum gern frequentierten Ratskeller.

6. Im Jahre 1916 ist durch die Initiative von Commerzienrat Radspieler und Professor H. Kaulbach das Schrödl-Anwesen in der Lauterer-Straße zum Heimatmuseum geworden. Es bot sich an mit seinen schönen äußeren Proportionen und mit der einmaligen, noch im ursprünglichen Zustand erhaltenen Rauchkuchl. Umso bedauerlicher ist es, daß 1931 der Stall mit Stadl und Tenne abgerissen wurde. Er war dem Neubau des Postamtes im Wege. Überhaupt folgte dann für das Heimatmuseum eine schlechte Zeit bis es 1966 unter der sachkundigen Hand von Alois Wolf wiedereröffnet werden konnte.

7. Bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg betrug das Schulgeld pro Kind und Woche 80 Pfennige. Dann wurde dies abgeschafft und die Kosten wurden von der Gemeinde getragen. 1922 faßte man den Plan, in Neuhaus eine eigene Schule zu errichten, was dann auf gemeindeeigenem Grundstück an der Dürrnbachstraße geschah - Kosten 58 608 Mark. Am 3. November 1925 konnte die Einweihung stattfinden. Dieses Foto, aufgenommen 1928, zeigt den Oberlehrer Alfons Oberhauser mit all seinen Schülern, wie er sie unterrichtete, sieben Klassen in einem Raum. In der linken Gruppe mittendrin sitzt ein schmaler, dunkelhaariger Bub - der Käser Sepp, dessen liebevoll zusammengetragener Sammlung viele der hier gezeigten Bilder entstammen.

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8. Manchen Berggipfel ziert ein weithin sichtbares Kreuz als Zeichen, daß man da oben dem lieben Gott ein Stück näher sei. Das große Kreuz auf dem Jagerkamp wurde 1920 aufgestellt und am 3. Oktober des gleichen Jahres benediziert. Es sind hier bei der Arbeit zu sehen: Dritter von rechts Ludwig Duffner, 4. Xaver Grimm, 5. Otto Schmid, 6. Ottys Sepp, 7. Sepp Duffner und der Weindl Lenz mit dem Hobel in der Hand.

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