Schliersee in alten Ansichten Band 1

Schliersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Marly Hecker
Gemeente
:   Schliersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4809-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schliersee in alten Ansichten Band 1'

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49. Es muß herrlich anzuschauen gewesen sein, wenn in der ganzen Gegend allenthalben der Sommerwind über leuchtendblau blühenden Flachs strich! Es wurde ja fast auf jedem Hof Flachs angebaut, hauptsächlich wohl für den Eigenbedarf. Wenn dann nach vielen mühevollen Arbeitsgängen endlich aus der Rohfaser 'der Haar' gesponnen und zu 'Tuach' gewebt war, mußten die 8 bis 10 m langen Stücke noch auf die 'Bloach'n' gelegt werden, aufs Gras in die Sonne, und regelmäßig aber ja nicht zu viel befeuchtet werden, bis das Leinen schneeweiß war - wie hier auf der überleiten.

50. Ab 1875 hatte sich die Gebirgsschützen-Kornpanie dem Veteranen- und Kriegerverein angeschlossen und trat selbst kaum mehr in Erscheinung. Bis die Kompanie 1906 durch neue Satzungen, militärische und gesellschaftliche Veranstaltungen wieder neues Leben und ihre Eigenständigkeit gewann, und dies auch nach außen hin durch den Erwerb einer Fahne dokurnentiert. Aus dieser Zeit der Zurückgezogenheit datiert diese Aufnahme von 1880. Bekannt sind nur noch folgende Namen, von links: 1. Henner (mit der Trommel), 3. Burger, 6. Dilger und von rechts: 1. Spiegl, 2. Zimmer, 3. Balzer, 4. Schindler und 7. Werkmeister.

51. Dieses Gruppenbild der Gebirgsschützen-Kompanie wurde 1896 aufgenommen. Vielleicht findet der eine oder andere Leser darunter noch seinen Vorfahren - drum seien hier alle aufgezählt. Stehend, von links, oben: Stampf, Agatharied; Wagner Sepp, Hausham; Giglberger Lenz, Hausham; Grimm Johann, Oed; Stummbeck Kaspar, Rain; Mairgünther Georg, Schliers; Grimm Blasius, Oed; Kreitner Josef, Schliers; Riederbauer Georg, Agatharied; Kuchier Abraham, Prenten. Sitzend, von links: RumtaIer Josef, Attenberg; Rixner Georg, Fischhausen; Estner Georg, Schliers; Daubner Martin, Agatharied. Liegend, von links: Liedschreiber Korbinian, Hausham; Stadier Lorenz, Naglbach; Rummeisberger Georg, Gschwend; Schmittner Benno, Hausham.

52. Was Dreher und Terofal für's Theater bedeuteten, war August Finsterlin für den Skisport im Schlierseer Gebiet. 1891 erwirbt der Buchhändler und Antiquar Finsterlin aus München den HögerHof in Fischhausen. Er führt zuerst dort Verlag und Druckerei weiter und gibt die 'Schlierseer Nachrichten' heraus mit einer Gästeliste während der Saison. Seine Frau macht aus dem Högerbauemhaus 'das Café am Sec' .

53. Etwa um 1905 entstand diese Aufnahme. Die ganze Familie Finsterlin samt der Belegschaft versammelte sich vor dem Haus, um das neue Automobil zu bewundern - mit Hartgummireifen, aber es war ein elegantes Gefährt! Rechts vorne stehen August und Mathilde Finsterlin, dahinter Sohn Anton und seine Frau Adele mit dem Jüngsten auf dem Arm. Das Schild 'Überfahrt' weist daraufhin, daß man von der Anlegestelle des Hotels aus mit dem Boot in den Ort Schliersee gelangen konnte - für nur wenige Pfennige und auf jeden Fall schneller und bequemer als über Land.

54. Hier werden vor dem 'Café am Sec' in Fischhausen die damals noch aus Norwegen eingeführten fast 3 m langen Brettl startklar gemacht. Da der Hausherr Finsterlin ein begeisterter Skifahrer war, wurde das Haus bald zu einem beliebten Skifahrertreff und durch seine Aktivität angeeifert strömten auch schon um 1900 die Brettlfahrer nach Neuhaus und auf die Firstalmen. Er engagierte den Huber Toni, vulgo Hax'n Toni, als Skilehrer, der als Allerweltsoriginal zum ganz besonders beliebten Magneten der Skisportwelt wurde. 1904 startete von hier aus das erste Skirennen und 1907 fanden erstmals die bayrischen Skimeisterschaften in Schliersee statt.

55. Das alte bäuerliche Högeranwesen in Fischhausen, das 'Café am Sec', wurde 1901-1903 umgebaut zum 'Hotel Finsterlin'. Die Mitglieder des 'Akademischen Schneeschuhvereins - 1903 in München gegründet - waren häufige Gäste. Es wurde zu einem gutrenommierten Haus, auch später ab 1922 unter der Führung des Sohns Anton Finsterlin bis zum Verkauf nach dem Zweiten Weltkrieg, als dann Eigentumswohnungen daraus gemacht wurden.

56. Im Jahre 1907 war im Hotel Finsterlin die Ski-Abteilung des 1. Bayerischen Jägerbataillons aus Freising einquartiert. Sechzehn Mann und ein Offizier absolvierten da eine Winterübung und exerzierten im Schnee - auf den weit über mannslangen Brettern und entsprechend der damaligen Fahrtechnik mit nur einem Bergsteeken !

57. Wie das Spitzinggebiet und die Firstalmen im Winter einem Ameisenhaufen gleichen, ist nichts Neues, schon gar wenn ein Skirennen stattfindet. Man sieht es hier auf diesem Bild aus den zwanziger J ahren. An schönen Sonntagen im Winter brachten bis zu dreizehn Sonderzüge an die achttausend Skifahrer nach Neuhaus. Die schulterten ihre Brettl und stiegen auf den Berg um dann abzufahren und abends müde und zufrieden und fröhlich den Zug nach München wieder zu besteigen.

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58. Gewaltige Erdbewegungen - zu damaliger Zeit ja noch hauptsächlich von Hand - waren notwendig zum Bau der Skischanze an der Unterleiten. Konzipiert wurde sie von dem norwegischen Skispringer Jens Jäger, nach dem sie auch benannt ist. Der Baumeister Lutterführte den Bau durch.

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