Schliersee in alten Ansichten Band 1

Schliersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Marly Hecker
Gemeente
:   Schliersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4809-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schliersee in alten Ansichten Band 1'

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59. So konnten 1927 bereits die ersten Springkonkurrenzen abgehalten werden. Mit den Armen rudernd erzielten die Springer Weiten von 30 m und mehr und mußten, wohlgemerkt, zu Fuß, also ohne Lift, zum Start hinauf gehen, Unten am Auslauf stand die Musikkapelle, um mit klingendem Spiel den Zuschauern die Wartezeiten zwischen den Sprüngen zu vertreiben.

60. 'Im Loch' hieß dieser Platz, der heute mit vielen Einfamilienhäusern bebaut ist. Früher aber diente er im Winter als Holzlagerplatz, wo das Langholz, von Pferden zu Tal gezogen, aufgegantert wurde bis zum Abtransport ins Sägewerk. In den Jahren um 1927 wurde hier im Sommer ein Volksfest veranstaltet, das sich, wie man hier sieht, regen Zuspruchs erfreute. Karussell, Schießbuden, Glückshafen und was sonst noch alles dazu gehört - einmal war sogar das große Toboggan vom Münchner Oktoberfest da!

61. Der Rhonberg ist mit seinen 1 279 m üb. NN. ein schöner Aussichtspunkt, günstig im Norden dem Schliersberg vorgelagert. Als der Wald rund um den Gipfel immer mehr in die Höhe wuchs und die Fernsicht nahm, errichtete der Schliersbergalm-Wirt Hans Acher im Jahr 1926 diesen hölzernen Aussiehtsturm mit einer Plattform, auf der gut und gern ein Dutzend Menschen Platz hatten.

62. Der allseits hochgeschätzte Dekan Dominikus Maier - in 21 segensreichen Amtsjahren mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet - ging ihn fast täglich: den später nach ihm benarmten Dekan-MaierWeg. Er führt auf eines der allerschönsten Fleckerl hoch über dem Schliersee, wo 1903 der Kommerzienrat Karl Fohr aus Miesbach die Schliersbergalm erbaut hatte als Berggasthaus im bäuerlichen Stil. Als tüchtige Wirtsleute wirkten dort lange Jahre die Familie Acher. Wie beliebt der Almkirta auf der Schliersbergalm war mit Musik und Tanz und Unterhaltung und guter Bewirtung für Jung und Alt, kann man auf diesem Bild unschwer erkennen.

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63. Auch im Winter war die Schliersbergalm immer ein gern besuchter Platz, als Start für manches Mondscheinrodeln oder wie hier auf diesem Bild zum Preisrodeln am Heiligen Drei-Königs-Tag 1907. Es war ja bereits eine Kunstrodelbahn mit ausgebauten Kurven! Bis sich dann die sportlichen Ansprüche verlagerten und man 1951 mit dem Umbau der Schliersbergalm zu einem Hotel begann. Damit wurde dann die recht wechselhafte Geschichte auf dem Schliersberg eingeläutet, der sich der ursprünglichen Art immer mehr entfremdete.

64. He, Buam, ös wißts, daß i a frischer Wildschütz bin, Ja weil mi's Schiaß'n [reut, dös liegt mir stets im Sinn, Daß i auf d'Alma geh' und oft a Gamsei schiaß,

weil dös de Jagersbuam so stark vodriaßt!

Und wie tuat mi net da Weg auf d'Alma fûhr'n,

wo tuat de Sennerin den frischn Budan rühr'n, Iuchhe, schreit sie, wann s'mir nur grad segn tuat, Und a krumb's Paar Fedan auj mein greana Huat!

65. Links: In der Karl-Haider-Straße 13 steht das Haus, das den Namen 'Villa Storch' trug. Dionys Schmotz hatte es Anno 1903 erbaut und während drei Jahrzehnten wirkte dort seine Frau Babett als Hebamme. Über zweitausend Schlierseern soll die Schmotz Babett ans Licht der Welt geholfen haben!

Rechts: Da die Villa Storch auch im ersten und zweiten Stock über einige Zimmer verfügte , konnte sie dort auch werdende Mütter zur Entbindung aufnehmen, die sonst zu Hause nur unzureichend versorgt gewesen wären.

66. Das sind Bilder, wie sie Wilhelm Leibl gemalt haben könnte - drei Generationen Rixner-Leut' beim warmen Kachelofen: Links hält Georg Schnitzenbaumer, der 1895 das Anwesen von seinem Vater übernahm, eine kleine Rast auf der Ofenbank. Im anderen Eek sitzt seine Ehefrau Christine und im Kinderwagen liegt das älteste der fünf Kinder. Es ist wieder ein Georg Schnitzenbaumer, jener der in den Zweiten Weltkrieg ziehen mußte und seit 1944 vermißt ist. In der Mitte sitzt die Großmutter Anna Schnitzenbaumer und schutzt das Kindswagl.

67. In der Stube beim Rixner sitzen wieder die gleichen Personen beim Essen um den Tisch: Als kleiner Bub Georg Schnitzenbaumer, der in Rußland verrnißte, neben ihm seine Mutter Christine, dann sein Vater und, mit dem Rücken zum Betrachter, mit dem schwarzen Kopftuch die Großmutter. Dieses Bild gibt etwas von der Lebensart- und -weise und von der Atmosphäre in der bäuerlichen Familie am Anfang dieses Jahrhunderts wieder. Übrigens wurde dieses große schwarze Kopftuch damals von der älteren Generation noch häufig getragen, ist aber dann bald ganz abgekommen und niemand weiß mehr, wie man'sknüpft.

68. Neun Kinder hatten die Rixner-Eheleute Johann und Anna Schnitzenbaumer, von denen die Tochter Anna (rechts) 1880 den Georg Leitner 'am obern Leiten' heiratete und Maria im gleichen Jahr den verwitweten Johann Rieder an der unteren Leiten. Da die Ehe der letzteren, wie auch die vorherige Ehe ihres Mannes, kinderlos blieb, übernahmen später die Nachkommen ihrer Schwester von der oberen Leiten den Hof nach dem sogenannten Erbhofgesetz.

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