Schliersee in alten Ansichten Band 1

Schliersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Marly Hecker
Gemeente
:   Schliersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4809-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schliersee in alten Ansichten Band 1'

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69. Stolz steht der Oberrißbauemhof über dern Schlierseer Tal, aber die Arbeit an den steilen Leiten dort oben war immer mühsam und hart. Kaspar Leitner, geboren 1856, gestorben 1919, steht hier mit seiner Hausfrau Maria geborene Rettenböck, seinen Kindern und dem treuen Hofhund zum Fotografieren im Sonntagsg'wand vor dem Haus. Drei von neun Kindern müssen schon fortgeheiratet haben, vier Töchter und zwei Söhne sind noch auf dem Hof - man heiratete dazumal selten unter dreißig Jahren, die Männer oft erst um die vierzig.

70.

Bei der ersten Hûu'n bin i niedag'sess'n, bei da zwoaten Hûtt'n hab i a Milli gess'n,

bei da dritt'n Hûtt'n harn mi d' Flöh' vortrieb'n und bei da vierten Hûtt'n bin i blieb'm.

Die Almerin auf der Gindlalm, die im Halbdunkel im Herrgottswinkl sitzt, wird wohl Katharina Grimm gewesen sein, denn ihr Name ist fein eingestickt in die Bettwäsch' im 'Greischter'. Aber wer ist der ZiachspieIer, der ihr einen lustigen LandIer aufspielt?

71. Zur Entlastung für die Hofleut' und zur vollen Ausnutzung der Almweide wurden nicht nur Jungvieh, sondern auch großteils die Kühe auf die Alm getrieben. Die Anzahl der Tiere und die Weidezeit waren streng begrenzt durch Dekret der Gcneral-Bergwerks- und Salinen-Administration, heutzutage vom Forstamt. Hier auf der Ankl-Alm wurde draußen gemolken, in hölzerne 'Sechta' und ein sauberes weißes Tuch darüber gelegt gegen die Fliegen. Die anfallende Milch mußte natürlich auch gleich verarbeitet werden. All diese Arbeitsvorgänge gehören der Vergangenheit an und ebenso die dazugehörigen Worte: Säur'n, Rührat, Rührkübi, Schmalzbudan, Budamarchä und vieles anderes mehr.

72. Die Abholung ab Hof und die industrielle Verarbeitung der Milch kam erst in den zwanziger Jahren langsam auf, und die Ernährung im bäuerlichen Bereich war hauptsächlich auf Milchprodukte abgestimmt. Viele Topfengerichte gab's, mit Butterschmalz zubereitet - eine kräftige Kost. Fleisch gab es nur zu heiligen Zeiten und auch da meist Schaffleisch. Es war eine gute Sache , wenn sich einer auf die Herstellung von Käse als einem wertvollen, vor allem lagerfähigen Nahrungsmittel verstand. Der Leitner Hans von der Oberleiten (unser Bild) war Almerer auf der Freudenreichalm und Spezialist im Kasen.

Schliersee

Sennerin

73. Interessant ist diese Postkarte aus dem Jahr 1918: Das junge Mädchen trägt die damals übliche Arbeitstracht der Sennerinnen. Den Spenzer mit den Schößln am Rücken, weiße Spitzerl im Ausschnitt, die blautuchene Hose - die blue jeans sind bekanntlich keine Erfindung der Neuen Welt. Der rupfene Schaber gehört dazu und auch zur Arbeit auf dem Kopf der grünsamtene Hut, fesch geschmückt mit einer Feder, einem kleinen Birkhahnstoß.

74. Bei schönstem Wetter zieht am Leonharditag 1925 der lange Zug der Wallfahrer gen Fischhausen entlang am See. Vorn im Bild die Kutsche mit der Hochwürdigen Geistlichkeit. Im Hintergrund scheint die spätherbstliche Sonne auf den Probstbichl, auf dem zu der Zeit nur eine einzige Wetterfichte und ein paar Koppen standen. Heute ist der ganze Hang zugewachsen und es steht etwa 50jähriges Holz darauf.

75. Die Wallfahrtskirche, von den Fischhausener Bauern unter Führung des Probstes Hans Rechtaler in Viehnöten dem Heiligen Leonhard erbaut, trägt am Hochaltar die Jahrzahl ihrer Fertigstellung: 1671. Seither blüht dort die Wallfahrt zum heiligen Viehpatron trotz zeitweise mancher Schwierigkeiten seitens der weltlichen Obrigkeit. Auf den feingezierten Wagen saßen aber nicht wie heute die Mitglieder der Ortsvereine, sondern die Familien, Hausleute und Nachbarschaften - hier die von der Unter- und Oberleiten.

/ SkI . Eeonhardtifahrt

in fischhausen b. Schliersee

76. Diese Aufnahme schickten ein gutes Dutzend Leonhardifahrer am 6. November 1906 ihrem den Militärdienst ableistenden Kameraden Georg Leitner von Oberleiten nach München in die Kaserne vom 1. Infantrieregiment mit folgendem Bericht:

Beim köstlichen Bier sitzen wir jetzt so fröhlich beisammen. Der Schnapper Schorsch war Vorreiter, es ging alles ohne Unfall vonstatten. Das Wetter ist schon, doch ist es windig. Es waren ungefähr zehn Vierspiinner. Hast recht oft herausgedacht ... l'

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