Schlitz in alten Ansichten

Schlitz in alten Ansichten

Auteur
:   Emil Vollet
Gemeente
:   Schlitz
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2423-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schlitz in alten Ansichten'

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29. Aus Richtung Lauterbach kommend bot die Straße 'Irn Grund' kein besonders reizvolles Bild. Die vor dern Haus stehenden Ackerwagen waren ein Zeichen für einen hohen Wohlstand, den man nur durch Fleiß und Sparsamkeit erreichen konnte. Mit den Ackerwagen war auch verbunden, daß man eigene Zugtiere hatte, um damit die Äcker zu bestellen. Der Wassergraben rechts ist die Sengelbach über die ein Steg führte,

30. Auf der Straße 'Im Grund' weitergehend kommt man an einem großen Fachwerkhaus, dem Schafhof, vorbei. Hier war früher einmal die Heimat der Graf Görtzischen Schafherden. Als die Schafzucht an Bedeutung verlor, wurde der verkleinerte Bestand auf dem außerhalb gelegenen Karlshof untergebracht. Auf dem Schafhof entstanden modernere Ställe, um dort Milchkühe und Rinder aufnehmen zu können. In dem Haus wohnte der für die Tiere verantwortliche Schweitzer mit seinem Gehilfen. Heute ist dort die Graf Görtzische Kornbrennerei untergebracht.

31. Weitgehend öffnet sich dem Beschauer zur Linken ein mit Treppenstufen versehener Fußweg, der zur Untergasse hinaufführende Backrain. Als dieses Bild im Jahre 1924 entstand, war hier noch das Backhaus Obertor. Es gab in Schlitz zwei Backhäuser, die in Form einer Genossenschaft betrieben wurden. Das von den Mitgliedern der Genossenschaft angelieferte Mehl wurde von einem Bäcker gegen Zahlung eines Backlohnes zu Brot verarbeitet. Darüber hinaus verkaufte er auch Brot an Bürger, die nicht Mitglied des Backveteins waren. Da die Grundfläche der Gebäude sehr knapp bemessen war, hatte der Backmann, so nannte man den jeweiligen Bäcker, auf dem Backrain einen Schweinestall angebaut. Das Schwein bekam dann die in der Backstube anfallenden Abfälle.

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Im Grund

32. Das 'Weise Ross' war in der Vergangenheit ein renommiertes Lokal, daß jedem Reisenden. der aus Lauterbach kam, einen ruhigen und erquicklichen Anblick bot. Links noch einmal das Backhaus, aus dem eine Kundin kommt. Anschließend das Kolonialwarengeschäft Hinkel. Rechts am Eingang zur Hainbuche die Schreinerei Fend. Bürgersteige waren zu dieser Zeit noch etwas unbekanntes, denn die Fußgänger hatten Zeit genug, den gemächlich anrollenden Fuhrwerken auszuweichen.

Ro e zum welssen KO S Inhaber Conrad Siebert

33. Der Hainbuche folgend hat der Betrachter einen freien Bliek auf die Längsseite des 'Weisen Ross'. Der Hofraum kannte keine Abgrenzung zur Straße. Lediglich der Wirtsgarten war durch Gartenzaun und Pflanzen geschützt, so daß die Gäste bei gutem Wetter hier Ruhe und Erholung finden konnten. Im Hof stehen die damaligen Transportmittel, und zwar die gute alte Pferdekutsche und die modeme Benzinkutsche.

34. Ein Bliek vom 'Weisen Ross' in die Hainbuche bot dem Betrachter ein Bild der besinnlichen Ruhe. Während der Bauer mit seinen Kühen auf dem Weg zur Weide war, gingen neben der Straße zwei Frauen in Schlitzerländer Tracht. Die Hühnerim Vordergrund waren emsig bei der Futtersuche, damals sicher nicht sehr beschwerlich, denn man warf die Abfàlle oft auf den Hof oder auf die Straße. Über die Dächer der niedrigen Häuser ragt der wuchtige Bau der Vorderburg mit seinen Renaissancegiebeln.

35. Wenn man vom Grund kommend am 'Welsen Ross' vorbei geht, erblickt man links dieses herrliche Fachwerkhaus. Zu dieser Zeit befand sich darin das Geschäft Cahn, einem die Angehörigen der in Schlitz ansässigen jüdischen Gemeinde. Das anschließende Haus gehörte dem Landwirt Trier, der hier auch seinen ganzen Iandwirtschaftlichen Betrieb untergebracht hatte, Die Stallungen befanden sich im Kellergeschoß. An dem Haus vorbei führte der Weg zum 'Grabenberg" und weiter zum Friedhof der Stadt,

36. Der Grabenberg ist einer der ältesten Teile der Stadt Schlitz. Neben einigen bäuerlichen Anwesen, die ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch die Landwirtschaft bestritten, wurde in jedern Haus noch der Selbstversorgung dienende Tiere gehalten. Über den Wohnkornfort der früheren Zeiten kann sich ein Bild machen, wer sich das links stehende kleine Häuschen betrachtet. Nach einer auf einern Dachziegel eingebrannten Jahreszahl stammt es aus dem Jahre 1671 und diente in der Vergangenheit einer meist sehr zahlreichen Familie als Wohnung. Die rechts stehende Scheune, mit den beiden Leiterwagen, war Teil eines größeren Bauernhofes, welcher der Familie Zöller gehörte.

37. Vom Grabenberg nach links blickend, erkennt man ein Fachwerkhaus, dessen Erbauer die notwendigen Mittel zur Repräsentation hatte. Es wurde von dem Fabrikanten Andreas Bloch erbaut und war um 1800 ein Handelshaus, das Schlitzer Leinen nicht nur in Deutschland sondern auch nach Übersee verschickte. Seitlich führen zwei Wege vorbei. Es handelt sich hier um die Ober- und Untergasse. Gleich am Anfang der Untergasse mündet auch der Backrain als Verbindung zum Grund ein. Besonders deutlich zu erkennen sind an diesem Haus die beiden Wasserspeier an den Dachrinnen. Sie dienten zur Trockenhaltung der Grundmauern des Gebäudes.

38. Dieses alte Fachwerkhaus ist das Verlagsgebäude vom Schlitzer Boten, einer Heimatzeitung des Schlitzerlandes, die seit 1866 erscheint, In einem kleinen Nebengebäude war die Druckmaschine untergebracht. Wenn im Sommer bei schönem Wetter die Fenstern geöffnet wurden, konnten die Passanten dem Entstenen unserer Heimatzeitung zusehen, Die Straße 'Ringmauer' folgt in ihrem Verlauf einern Teil der Stadtmauer und führt vom 'Im Grund' zu den das Untertor bildenden Bezirken der Stadt.

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