Schlitz in alten Ansichten

Schlitz in alten Ansichten

Auteur
:   Emil Vollet
Gemeente
:   Schlitz
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2423-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Schlitz in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Das Ende der Kindergartenzeit war natürlich ein Wendepunkt im Leben der Kinder, begarm doch danach der Eintritt in die Schule. Um diesen ersten Schritt aus der unbeschwerten Kinderzeit in Erinnerung zu behalten, entstanden solche Gruppenbilder. Den Mittelpunkt bildete, wie auch während der ganzen Kindergartenzeit, die Kindergärtnerin, bei uns eine Diakonisse, die sich bei allen Kindern großer Beliebtheit erfreute. Nicht alle Familien gaben ihren Kindern die Möglichkeit, den Kindergarten zu besuchen. Von den damals eingeschulten 42 Kindern gingen nur 23 vorher in den Kindergarren.

50. Von der Günthergasse führt rechts, vorbei an den beiden Schuhmachern Heil und Henkel, der 'Steinweg' in Richtung Schloß Hallenburg. Inzwischen ist die Straßenführung im oberen Teil durch den Abbruch des im Hintergrund stehenden Haus etwas geändert. In dem prächtigen Haus in der Bildmitte, mit der großen Treppe, betrieb die Familie Gerbig lange Zeit eine Töpferei. Links, etwas zurückliegend, eine Schreinerei, deren bescheidenes Lagerholz in den Weg hineinragt. Rechts in dem Haus mit den drei Stufen eine Schlosserwerkstatt, bot sich eine solche Vielfalt an Gewerben, die man heute vergeblich sucht. Natürlich sind auch die Borstentiere auf der heute oft von Autos befahrenen Straße verschwunden.

51. Der 'Krämpelmarkt' von der Bach hergesehen ist wieder ein Beispiel für die winklige Bauweise unserer Vorfahren. Links noch einmal das Haus Ihle mit angebautem Schweinestall. Oben drauf der Hühnerstall für einige Hennen, die ihren Auslauf auf der Straße hatten. Heute wäre so etwas undenkbar, denn das Haus befand sich an der Hauptdurchgangsstraße. Bei einem Gang durch die Stadt begegnen uns immer wieder Fachwerkhäuser, deren Außenwand ganz oder zum Teil verputzt sind. Wenn man jedoch bedenkt, daß in den Gefachen immer Risse entstehen, durch die dann im Winter die kalte Luft ungehindert eindringen kann, ist dieser Wärmeschutz schon zu verstehen.

52. Im Blickpunkt haben wir die alte Schmiede, die hier schon einen wenig schöneren Anblick bietet. Links am blauen Haus führt ein Fußweg, der Doimber, geradewege auf das Backhaus Niedertor zu, Wollte man durch die Hintergasse gehen, so folgte man dem Weg, der sich um die einzelnen Gebäudegruppen schlängelte. So führten zwei Holzbrücken über die Sengelbach zu den hinter dem blauen Haus liegenden Gehöften. Die erste Holzbrücke führte beim Backhaus und die zweite bei der Ecke Schmidt über die Sengelbach. Um den sich anschließenden Herrngarten zu erreichen, waren nochmals zwei Stege zu überschreiten. Im Herrngarten und vor allem in der angrenzenden Berleburger Hohl war früher' die bevorzugte Rodelbahne für die Kinder der umliegenden Straßen.

53. Im Anschluß an die alte Schmiede stand früher ein landwirtschaftliches Gebäude, welches in den letzten Jahren der städtischen Baukolonne als Materiallager diente. Vor dem rechts stehenden Backhaus Untertor führte der Weg zur ersten Brücke. Das danebenliegende kleine Gärtchen gehörte der gegenüber wohnende Familie Adolf. Der Sengelbach wurde hier in diesem Bereich überbaut und macht sich nur noch bei Unwettern bernerkbar, denn dann verwandelt sich dieses bescheidene Rinnsal in einen hier alles überflutenden See, so daß die Feuerwehr mit dem Leerpumpen der Keller große Mühe hat.

54. Die Straße 'Hintergasse' führt hier weiter und biegt dann nach links zur zweiten Brücke ein. Heute ist hier die neue Herrngartenstraße. Von den auf diesem Bild gezeigten Häusern steht nur noch das Haus auf der rechten Seite, das zu jener Zeit der Familie Rieß gehörte. Wie bereits berichtet, gab es in Schlitz eine kleine jüdische Gemeinde, die ihr kulturelles Zentrum hier hatte, deshalb nannte man dieses Haus auch die Judenschule. Die große Treppe vor dem Haus wurde entfernt, da sie in den Verkehrsbereich der neuen Straße hineinragte. Die im Hintergrund sichtbaren Gebäude bildeten die 'Bockecke',

55. Noch einmal die 'Bockecke', Ein Bild, welches der Besucher unserer Stadt heute vergeblich sucht. Im Zuge des Straßenneubaues verschwand die ganze Häuserreihe, Sie bestand aus drei verschiedenen Gebäuden und zeigt, in welchen bescheidenen Verhältnissen die Menschen früher lebten. Links das Haus der Familie Schmidt mit den beiden geschindelten Feldern im Obergeschoß. Da viele Namen öfters vorkamen, hatten viele noch einen besonderen Hausnamen. So auch die Familie Schmidt, genannt 'Ecke Schmidt'. In dem rechts stehenden Haus mit dem Außenputz wohnte die Familie Wagner, und daß dazwischen liegende Häuschen gehörte der Familie Reining. Wie man sieht, war die Vorderfront mit der Haustür und den zwei Fenstern voll ausgefüllt,

56. Kam früher ein Besucher aus der Richtung Bad Salzschlirf nach Schlitz, so hatte er der 'Lehmkaut' folgend zunächst dieses Bild einer ländlich geprägten Gemeinde. Vor den Häusern wurde das Brennholz gestapelt, damit es trocknen konnte. Von der links weiterführenden Lehmkaut (Salzschlirfer Straße) biegt man rechts zur Hallengasse ein. Das in der Straßengabelung stehende Gebäude hatte drei Besitzer, Der eine Teil, mit den hellen Gefachflächen nach der Hallengasse zu, war im Besitz der Familie Merz. Daß links mit den grauen Gefachflächen und dem davor stehenden kleinen Stall und Scheunengebäude, war im Besitz der Familie Schaub, Beide Hausteile wurden inzwischen abgerissen. Nur das links anschließende Haus der Familie Muhl existiert noch.

57. Der Lehmkaut weiter abwärts folgend, bieten die eng aneinander gebauten Fachwerkhäuser ein Beispiel für die handwerklichen Fertigkeiten der Zimmerleute in der Vergangenheit. Das im Vordergrund stehende Haus war im Besitz der Familie Hohmeier und das rechts etwas zurückliegende Gebäude war die Bäckerei Möver. Diese hatten neben ihrer Brotbäckerei noch eine weitere Erwerbsquelle, und zwar die Landwirtschaft. Vor dem Haus Hohmeier nach links befand sich ein großer Hofraum, wo mehrere Bewohner Anlieger waren.

Schlitz i. H.

58. An der Stelle, wo der Siebertshof einmündet, beginnt rechts das Anwesen von Metzendorfs, inzwischen durch ein modernes Geschäftshaus ersetzt, und das Lachmannsche Haus. Bei beiden wurde das Fachwerk überputzt, Das Haus links, mit der großen Treppe, war die Metzgerei Dresser. Das Gebäude, das bis an die Straße heranführte, war im Besitz der Familie Maul. Hier betrieb der Witwer Heinrich Maul mit seiner Schwester neben einer Schuhmacherei noch einen kleinen Kolonialwarenladen. Als Selbstversorger, wie damals üblich, hatte er noch eine Kuh und eine Ziege sowie ein Schwein für die Hausschlachtung. Leider ist auch diese Straßenfront nicht mehr vorhanden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek