Schlitz in alten Ansichten

Schlitz in alten Ansichten

Auteur
:   Emil Vollet
Gemeente
:   Schlitz
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2423-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schlitz in alten Ansichten'

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59. Von der Einmündung Siebertshof in die Lehmkaut abwärts bliekend ein Bild aus längst vergangener Zeit, Am früheren gräflichen Amtshaus, links, vorbei geht der Bliek über das Blaue Haus, den Stadtberg aufwärts. Die Brauerei am Untertor mit den Holzhaufen und Ackerwagen ein Bild ländlicher Beschaulichkeit. Die rechte Seite zeigt noch einen Teil der Senreinerei Feick und das Haus Paul mit ihren nebeneinander gebauten, hohen Steintreppen. Das folgende Fachwerkhaus gehörte der Familie Islei, die hier eine größere Landwirtschaft hatte. Im Zuge der Modernisierung bauten die Nachkommen einen Aussiedierhof und hier entstand ein Geschäftshaus,

60. Das Untertor vom Stadtberg (heute Brauhausstraße) mit der Brauerei links und der Einfahrt zum Brauhof. Die hier neu gepflanzten Bäume haben inzwischen eine beachtliche Höhe erreicht und spenden im Sommer angenehmen Schatten. Der Stadtberg ist inzwischen anders gestaltet worden. Man hat die von den Passanten benutzten Wege mit Treppenstufen versehen. denn das Gehen auf dem holprigen Pflaster war keine sehr angenehme Sache. Außerdem erreichte man damit, daß der Stadtberg im Winter nicht mehr als Rodelbahn genutzt werden konnte. Für die Anlieger war diese Rodelbahn ein Ärgernis. Waren sie doch für die Sicherheit auf den Gehwegen verantwortlich und hatten deshalb manchen Kummer mit der Jugend.

61. Ein Bliek vom unteren Stadtberg zeigt uns im Vordergrund links die Stallungen der alten Bachmühle. Früher von einer Familie Schaub betrieben, diente sie zuletzt als Schrotmühle und arbeitete vorwiegend für das gräfliche Hofgut. Die älteste bekannte Urkunde von der Bachmühle stammt aus dem Jahre 1549. Das darüber am Berg stehende Haus gehört der Familie Diehl. Sie hatten als Bleicher einen guten Ruf, denn in ihrem Betrieb wurde ein großer Teil des in Schlitz gewebten Leinens bearbeitet. Überragt von den Zinnen des Hinterturmes, die beiden Giebel der Schachtenburg. Darunter befindet sich das Wohnhaus der Brauerei,

62. Die unterhalb der Brauerei stehende Bachmühle von der Rückseite, Hier das 'Oberschlächtige Mühlrad' mit welchem das Mahlwerk angetrieben wurde, Der Name 'Bachmühle'entstand durch den Standort der Mühle am Sengelbach, während alle anderen Mühlen der Stadt an der Schlitz standen. Ein Teil der Sengelbach wurde durch die Brauerei geleitet, um hier zum Beispiel als Kühlwasser zu dienen und dann das Mühlrad anzutreiben. Das Mühlrad wurde inzwischen ein Opfer der Modernisierung. Teile der alten Wasserführung sind noch vorhanden. In dem niedrigen Gebäude rechts waren die Brauereigespanne untergebracht.

63. Rechts das hohe Haus des Hutmachers Habicht. Unter dem kleinen Anbau an der rechten Hausecke war der Durchlaß für den Mühlgraben der Bachmühle. Daneben ein Teil des Stalles, der zur Brauerei gehörte. Dort waren die Pferde für die Bierwagen untergebracht. Das links beim Habicht angrenzende kleine Haus war und ist das Friseurgeschäft Mohr. Der Eingang befindet sich nicht mehr auf der Giebelseite des Gebäudes, denn er wäre sonst ein ständiges Hindernis für den Fahrzeugverkehr geworden.

64. Folgt man dem Steinweg, so führt der Weg in den Schloßpark mit dem Schloß Hallenburg. Dieses herrliche Gebäude war lange Zeit der Wohnsitz der Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, Daß diese Familie dem Modernen zugetan war, zeigt dieses Bild mit dem ersten Auto in Schlitz 1911. Besitzer war zu dieser Zeit Graf Emil Friedrich von Schlitz, Direktor der Kunstakademie in Weimar und ein sehr guter Freund vom Kaiser Wilhelm Il. Da der Graf sehr oft auf Reisen war, kam ihm das Transportmittel Auto sehr gelegen.

65. Durch den Bau der Eisenbahn wurde die heimische Wirtschaftskraft verbessert, denn man konnte die Erzeugnisse der Schlitzer Gewerbetreibenden und vor allem das Schlitzer Leinen einem größeren Interessentenkreis zuführen. Begünstigt wurde der Bau dieser Strecke durch die Besuche vom Kaiser Wilhelm Il., der aufgrund seiner freundschaftlichen Verbindung mit dem Grafen Emil Friedrich von Schlitz, genannt von Görtz,oft in Schlitz weilte. Die erste offizielle Fahrt der Eisenbahn 1898 war natürlich für die Schlitzer Bürger ein Ereignis, das man bildlich festhalten mußte.

Erinnerung an den Besuch S. M. des deutschen Kaisers in Schlitz am 18. April 1906 Ankuni! auf dem Bàhnhoi

Photographie u. Verlag: Hugo Grü~, Bad SaJzschlirf. Nachdruck verboten.

66. Aufgrund der Freundschaft des Grafen Emil Friedrich mit dem Kaiser Wilhelm Il. kam es am 18. April 1906 zu einem Besuch des Kaisers in Schlitz. Die Ankunft des Sonderzuges und die Begrüßung der Gäste auf dem Bahnhof wurden hier für die Nachwelt im Bild -festgehalten, Das war für das Städtchen Schlitz natürlich ein besonderer Festtag. Der Sonderzug wurde dann bis zur Abreise des Kaisers auf dem Bahnhof Fulda abgestellt. Allerdings wurden die Gardinen zugezogen, was von den Bürgern Fuldas sehr bedauert wurde. Gar zu gerne hätten sie einen Bliek auf die Inneneinrichtung geworfen.

67. Der Weg vom Bahnhof zum Schloß Hallenburg wurde dann zu einem besonderen Erlebnis für alle, die dabeisein durften. Zu einer Zeit, als selbst Bilder in den Zeitungen noch selten waren, bildete das, was man hierbei sah und hörte noch lange Gesprächsstoff, Jeder erinnerte sich dann noch an einige Details, sodaß das Interesse immer wieder neu entfacht wurde. Der Weg der Kutsche führte die Bahnhofstraße entlang bis zum Amtsgericht. Hier bog links ein Weg ab zur 'Langen Wiese'. Dieser Weg begarm da, wo heute die neue Straße nach Fulda führt, Es ging hier zwischen den Gernüsegärten unweit des Flusses zum nördlichen Parktor.

68. Hier der Schloßpark mit der zum Fluß zeigenden Rückfront des Schlosses, Am Ufer der Schlitz befand sich ein Bootssteg. Nicht weit von diesem Steg führt eine Brücke über die Schlitz. Diese 'Kaiserbrücke' wurde jedoch, wie so vieles irn Laufe der Zeit, baufällig und mußte abgerissen werden. An der Bepflanzung erkennt man, mit welcher Sorgfalt der Besitzer diese Anlage gepflegt hatte. Das Schloß wurde nach einem Brand im Jahre 1755 in diesem Stil wieder aufgebaut. Als 1954 der Graf Otto Hartmann das Schloß und einen Teil des Parkes der Stadt Schlitz zum Geschenk machte, verband er damit eine Auflage, und zwar sollte es nur für humanitären Zwecke genutzt werden. Im Schloß Hallenburg entstand ein Gymnasium, das allerdings eine Opfer der Schulreform wurde.

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