Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Josef Winter
Gemeente
:   Schloß Neuhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2795-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schloß Neuhaus in alten Ansichten'

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9. Die Aufnahme der Reserve 1893-1896 der dritten Eskadron Husaren-Regiment Kaiser Nicolaus Il, von Rußland (1. Westf.) Nr. 8, entstand im Schloßinnenhof vor dem Fürstenbergportal des nordwestlichen Treppenturmes. In der ersten und zweiten Reihe sitzen die Offiziere und Unteroffiziere der Eskadron, vom in der Mitte mit Kneifer der Regimentskommandeur, Oberstleutnant von Czetritz und Neuhaus, in den hinteren drei Reihen die Reservisten. Der Offizier links im Fenster, Leutnant von Fürstenberg I, war zum Zeitpunkt der Aufnahme erkrankt. Der Fotograf fertigte daher eine Einzelaufnahme und klebte sie in das Fenster.

10. Der südliche Flügel des Schlosses, das Haus Braunschweig, enthielt im Obergeschoß den Speisesaal, den Audienzsaal und die Privaträume der Fürstbischöfe. 1880 im Stil der Neo-Renaissance umgestaltet, dienten die Räume später als Offizierscasino. Heute dienen sie - teilweise im Stil des 18. Jahrhunderts renoviert - als Klassenzimmer und Räume für repräsentative Veranstaltungen. Das Bild zeigt die Ausstattung des ehemaligen Audienzsaales als Casino des Husarenregimentes Nr. 8. Rechts befmdet sich das Porträt des bayerischen Königs Ludwig H., der wie Zar Nikolaus Il. von Rußland Chef des Regiments war. An der Kasettendecke hängen die Wappen der zumeist adeligen Offizieren des Regiments, an den Wänden Porträts der früheren Kommandeure. Die offene Tür in der Bildmitte gibt den Bliek in den später Spiegelsaal genannten früheren Speisesaal der Fürstbischöfe frei.

11. Am 18. Mai 1901 wurde das 50-jährige Garnisons-Jubiläum des Husarenregimentes Kaiser Nicolaus Il. von Rußland (1. Westf.) Nr.8 unter anderem mit einem großen Festessen feierlich begangen. Das Erinnerungsfoto zeigt den damaligen Kommandeur, Oberst von Holy und Poniecitz, mit Veteranen des Regimentes und Mitgliedern des Kriegervereins von Neuhaus. Der Ort der Aufnahme ist nicht bekannt.

12. Im Jahre 1888 wurde durch die Gebrüder Freiherr von Zandt, die bei den 8. Husaren dienten, der Parforce-Jagdverein mit Sitz in Neuhaus gegründet. Im Schloßpark wurde eine stattliche Hundemeute gehalten. An sie erinnern noch einige Gedenksteine für die Leithunde auf dem Hundefriedhof irn hinteren Teil des Schloßparkes, Der Samrnelplatz und Ausgangspunkt für die Parforcejagden in die Senne war der Innenhof des Schlosses, Auf dem Foto sind die Reiter, teils in roten Jagdröcken, teils in HusarenUniforrn, mit ihrer Meute vor der Durchfahrt des Hauses Braunschweig versammelt.

13. Im Jahre 1733 ließ der prunkliebende Fürstbischof Clemens August VOll Bayern durch seinen Baumeister Franz Christoph Nagel rechts vom Schloßeingang das Wachgebäude für die Wache der fürstlichen Grenadierkompanie errichten. Die Front des Wachthauses ist in drei Arkaden geöffnet, deren mittlere, als Risalit betont, in ihrem Dreiecksgiebel das mit militärischen Emblemen reichverzierte kurfürstliche Wappen trägt. Nach der Säkularisation behielt die Schloßwache ihren militärischen Verwendungszweck. Sie diente dabei auch als Arrestlokal, als 'Vater Philipp'. Das etwa aus dem Jahre 1910 stammende Foto zeigt vor dem Wachthaus eine Wachmannschaft der 8. Husaren zusammen mit zwei Infanteristen. 1966 wurde das Wachgebäude, an das zuvor an der Rückseite eine Trafo-Station angebaut war, von der Gemeinde Schloß Neuhaus zu einer würdigen Kriegsopfergedenkstätte umgebaut.

14. Das vor 1900 an der Hinterseite des Marstallgebäudes gemachte Foto zeigt Husaren, teils in Arbeitsmontur, während einer Stärkungspause bei der Pferdepflege. Das Marstallgebäude mit Platz für 180 Pferde und 46 Zimmern in den sogenannten 'Johans"Wohnungen für die ftirstbischöflichen Oberst- und Unterstallmeister, Reitknechte und Gärtner, von 1729 bis 1731 gebaut, ist ebenfalls ein Werk des kurfürstlichen Baumeisters Franz Christoph Nagel

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15. Von der Hermann-Löns-Straße, früher Liboristraße, wurde über die Wiesen und die Lippe hinweg dieses Panorama des Schlosses und der 1876 zur Unterbringung der 3. Eskadron des Husarenregimentes Nr. 8 in den Schloßpark gebauten Kaserne lIl, heute Kompaniegebäude und NAAFI der britischen Stationierungsstreitkräfte, aufgenommen. Das Foto entstand etwa um 1900. Ihr heutiges Aussehen erhielten die Gebäude 1934/35, als das Kompaniegebäude unter anderem um ein weiteres Stockwerk vergrößert wurde.

16. Im 'Kompaniegebäude' befand sich auch die Kantine der Eskadron - hier eine Innenaufnahme -, die von dem Gastwirt Volkenrat bewirtschaftet wurde.

17. Gegenüber dem Schloß liegt als zweites, das Gesicht des alten Ortskerns prägendes Bauwerk die barocke katholische Pfarrkirche St. Heinrich und Kunigunde. Sie wurde 1668 von Fürstbischof Ferdinand H. von Fürstenberg (1661-1683) anstelle eines Vorgängerbaues aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Mit ihrer originalen Innenausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist die Pfarrkirche eine der schönsten Barockkirchen im Hochstift Paderborn. Das um 1908 entstandene Foto zeigt sie noch in ihrer ursprünglichen Form. 1934-1936 wurde sie durch ein Querschiff nach Osten hin erweitert und der Turm um ein weiteres Geschoß erhöht, Die Kirchhofsmauer und die Reste des Friedhofes wurden bei der Umgestaltung des Marienplatzes 1968 entfernt. Im Hintergrund rechts liegt der alte Langenberger Hof, früher Hotel Contzen. Das links am Bildrand sichtbare Fachwerkhaus ist das sogenannte 'Kirchthombansen 'sehe' Haus.

18. Das Haus 'Kirchthombansen' hinter der Kirche, Kirchstraße 5 - hier ein Foto aus dern Jahre 1895 - war das schönste und stolzeste Fachwerkbauernhaus in Neuhaus. Nach der Inschrift auf dem Torbogen stammte es aus dem Jahre 1681, die rechte der beiden nachträglich vorgesetzten Ausluchten trug auf der Giebelschwelle den Spruch 'ACH GOTT HELF UNS ERWERBEN EIN EHRLICHES LEBEN UND SEHLICHES STERBEN'. In ihm waren zeitweilig Teile der fürstbischöflichen Verwaltung, zuletzt die Rentei, untergebracht. 1950 wurde das Haus leider wegen Baufälligkeit abgebrochen. An seiner Stelle steht heute das Pfarrhaus der Kirchengemeinde St. Heinrich und Kunigunde. Im Hintergmndlinks ist übrigens das heute ebenfalls nicht mehr vorhandene Haus des Schuhmachermeisters Wecker zu sehen.

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