Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Josef Winter
Gemeente
:   Schloß Neuhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2795-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schloß Neuhaus in alten Ansichten'

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29. Auf dieser Teilansicht aus dem Quinhagen ist die Vorderfront des ehemaligen Hauses Scherpel mit einer 1895 in der Nische im Giebel aufgestellten Statue des heiligen Josef besonders gut zu erkennen. Die große Freitreppe, die ein Verkehrshindernis darstellte, ist bereits entfernt worden. Das Haus am rechten Bildrand - es war das Wohnhaus des Obermüllers der Mühlenwerke - ist ebenfalls nicht mehr vorhanden. Im Garten des Scherpel'schen Hauses entsprang früher die Padulus-Quelle, durch deren Wasser Fürstbischof Ferdinand Il, von Fürstenberg von einer fiebrigen Krankheit geheilt wurde. Die daran erinnernde barocke Gedenkplatte aus Sandstein in der Gartenmauer wurde nach deren Abbruch in die neu errichtete Mauer an der Schloßstraße übernommen.

30. Die kurz vor 1930 entstandene Postkarte zeigt die Schloßstraße vom Paderborner Tor aus in einer etwas anderen Perspektive und mit mittlerweile gewandeltem Aussehen, Das Fachwerk der Häuser hinter der Einmündung des Quinhagens ist freigelegt. Es handelt sich von links nach rechts um die Häuser: Schloßstraße 8 (Koch), ein dem Baumeister F.Ch. Nagel zugeschriebenes qualitätvolles Bürgerhaus von 1750, Schloßstraße 6 (Metzgerei Thombansen), ein Ackerbürgerhaus von 1694 mit Auslucht und reichgeschnitztem Torbogen, und das 1703 erbaute Fachwerkgiebelhaus Schloßstraße 4a (Bäcker BIome). In dem Haus Thombansen befindet sich übrigens ununterbrochen seit mehr als 150 Jahren eine Fleischerei und in dem Haus Biome etwa ebensolange eine Bäckerei,

31. Ging man nur wenige Schritte in Richtung auf das Schloß zu weiter, bot sich in der Mühlenenge 1905 dieser Durchblick auf den 'Koksplatz' und das Schloß im Hintergrund. Die von Fürstbischof Clemens-August von Bayern an der Paderbrücke am Ortseingang um 1750 errichtete vasenbekrönten Sandsteinpfeiler (pylonen) mit den bayerischen Rauten befinden sich auf dem Foto noch an ihrem ursprünglichen Standort, am Haus der Bäckerei Blome links und am Gebäude der Kornmühle rechts. Nachdem sie 1956 zur Almebrücke versetzt waren, wurden sie nach deren Neubau (1966) dort wieder entfernt und bei der Umgestaltung der Schloßstraße (1969) an ihrem heutigen Platz, der Paderbrücke, aufgestellt.

32. 'Am Ringgraben' heißt eine enge Gasse im alten Ortsteil, die an der Schloßstraße beginnt und in die Kirchstraße einmündet. Die Bezeichnung erinnert an einen künstlich angelegten Wasserlauf, der jahrhundertelang am Paderknick bei der Bäckerei Blome beginnend, unmittelbar hinter der äußeren Häuserreihe den geschlossenen Ortskern im Süden und Westen urnfloß und mit einem Hauptarm zur Schloßgräfte sowie mit einem Uberlaufarm zur Alme führte. Er hatte die Aufgabe, der Schloßgräfte laufend frisches Paderwasser zuzuftihren und zugleich als Vorsorge gegen Feuersbrünste Löschwasser in unmittelbarer Nähe des sehr dicht bebauten Ortskerns vorzuhalten. Das Foto aus dem Jahre 1926 zeigt eine Partie des Ringgrabens mit dem Haus Nr. 8, das im Jahre 1666 von dem Registrator der ftirstbischöflichen Kanzlei, Christoph Amersbeke, gebaut, vor einigen Jahren abgerissen wurde,

33. Dieses Bild der Häuser am alten 'Koksplatz' stammt noch aus der Zeit vor der Jahrhundertwende. Schienen und Oberleitung der elektrischen Straßenbahn sind noch nicht vorhanden. Neben dem aus dem frühen 18. Jahrhundert stammenden Ackerbürgerhaus des Landwirtes Lammers, ganz rechts im Bild, ist der Neubau des damaligen 'Hotels & Restaurants Wagenbreth' - später Potthast - erst teilweise fertiggestellt. Das Obergeschoß hat noch keine Fenster und der gesamte Bau ist noch nicht verputzt. Nach dem über der Tür befindlichen Wirtshausschild und den Personen vor der Tür hat die Gastwirtschaft aber offensichtlich schon ihren Betrieb aufgenommen. Später befand sich davor die Haltestelle der Straßenbahn. Der Wirt warb mit einem besonderen 'Kundenservice': 'Jeder Wagen (der Straßenbahn) wird im Lokal abgeschellt.'

34. Das alte Pastorat war, wie sich aus dem über dem Torbogen angebrachten Wappen, einem sogenannten Allianzwappen, ergab, von einem Ehepaar Seldoen-Contzen etwa um 1720 gebaut worden. Der Ehemann, Achatius Seldoen, dürfte ein höherer Beamter am Hof des Fürstbischofs Clemens August von Wittelsbach gewesen und in seinem Gefolge nach Neuhaus gekommen sein. Das läßt sich daraus schließen, daß Bestandteil seines Wappens die bayerischen Rauten sind, Das Pastoratsgebäude ging nach Errichtung des neuen Pastorats 1951 in das Eigentum der Kreissparkasse Paderbom über, die in dem ehemaligen Pastoratsgarten ein neues Sparkassengebäude erbaute. 1981/82 wurde das alte Pastorat vollständig abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der sich als Beitrag zur Erhaltung des historischen Ortsbildes weitgehend an das ursprüngliche Vorbild anlehnt.

35. Vom 2.-4. Juni 1928 fand das 50-jährige Stiftungsfest des 1878 gegründeten Kriegervereins Neuhaus, verbunden mit dem Kreiskriegerverbandsfest des Kreises Paderborn und der Weihe einer neuen Fahne statt. Auf der Treppe des alten Pastorats gegenüber der Kirche stellten sich die Neuhäuser Honoratioren und die Ehrengäste dem Fotografen: von links Veteran Hansen, Direktor Corbett von den Benteler-Werken, Amtmann Kurtz, der Rittmeister und spätere General Schröder, Dechant Dr. Wurm, Kreisverbandsvorsitzender Rechtsanwalt de Weldige aus Paderborn, Gemeindevorsteher Christoph Adrian, Dr. med. Hustedde, August Graf von Plettenberg. der Kommandant des Truppenübungsplatzes Sennelager, und der um die Gemeinde Neuhaus sehr verdiente erste Vorsitzende des Kriegervereins, Kaufmann Josef Temme.

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36. Der Bliek geht über die heutige Schloßkreuzung hinweg auf die alte Schloßmauer mit den beiden vasenbekrönten Torpfeilern. Damals befand sich die Schloßmauer etwa in der Mitte der heutigen Straße, Links unter den Linden des Marktplatzes steht noch das von einem eisernen Ziergitter umschlossene Kriegerdenkmal.

37. Zur Bekundung der engen Verbundenheit zwischen der Gemeinde Neuhaus und dem Husarenregiment Nr. 8 wurden 1925 zwei Husarenreliefs als Ehrenmal unter Umgestaltung der Torsituation in die alte Schloßmauer eingesetzt. Das Foto zeigt die Enthüllung des Ehrenmals. Vor der Gaststätte Hunstiger auf der rechten Seite, die übrigens im Gegensatz zu heute zur Bielefelder Straße hin eine schmucke Fachwerkfassade zeigt, sieht man die berühmte Reiterkapelle des Reiterregimentes 15, im Vordergrund rechts neben dem Kesselpauker der spätere Ehrenbürger der Gemeinde Neuhaus, Stabsmusikmeister Hugo Gerlach. Die ehemalige Regimentskapelle der 8. Husaren, die durch das Reiterregiment 15 als Nachfolgeregiment übernommen war und im Schloß lag, wurde wegen ihrer hervorragenden Leistungen häufig zu repräsentativen Anlässen der Reichsregierung nach Berlin und ins Ausland geholt.

38. Von 1925 bis 1966 bot das Haupttor in der Schloßmauer diesen Anblick. 1966 wurde dann bei der Verbreiterung der Schloßkreuzung die Mauer weit zurückverlegt. Die beiden Sandsteinreliefs des Husarendenkmals wurden vor den Seitenwänden des Vorraums der zur Gedenkstatte umgebauten Schloßwache aufgestellt.

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