Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Josef Winter
Gemeente
:   Schloß Neuhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2795-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schloß Neuhaus in alten Ansichten'

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39. In den zwanziger Jahren fuhr bei den Schützenfesten das Königspaar und der Hofstaat noch in zweispännigen Kutschen durch den festlich geschmücktenOrt. Auf dem Bock der Kutsche, die am Hotel-Restaurant Lutter von der Schloßstraße gerade in die frühere Bielefelder Straße - heute ist dieser Bereich Teil der Residenzstraße - einbiegt, trägt der Kutscher noch eine Husarenuniform.

40. Der Bürgerschützenverein - heute die St.-Henricus-Schützenbruderschaft - wurde 'am Tage des Regierungsjubiläums seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm Il .. .' (so der Anfang der Gründungsurkunde), dem 15. Juni 1913, von 12 Bürgern aus Neuhaus und Sennelager gegründet. Die Schützenbruderschaft ist heute mit rund 2300 Mitgliedern der größte Verein in der alten Residenz. Vom 6. bis 8. Juni 1914 wurde das erste Schützenfest in Neuhaus gefeiert. Unser Bild zeigt das erste Königspaar 1914, Landwirt und Kaufmann Johannes Gaßmüller und Fräulein Luise Ellenbürger, mit dem Hofstaat. Zur Schützenuniform wurde zu dieser Zeit noch ein Hut getragen. Die heute übliche 'österreichische' Kappe wurde erst 1922 eingeführt.

NEUHAUS v.v«.

Bielefelderstrasse

41. Die Einmündung der früheren Bielefelder Straße in die Schloßkreuzung um 1910. Die Schloßmauer ist noch etwa zwei Meter hoch und wird von den machtigen Bäumen des Schloßparkes überragt. Die Häuserzeile bis zur Lippebrücke am Lippetor hat sicn bis heute nur unwesentlich verändert. Lediglich das Eckhaus zur Padulusstraße, die Gaststätte Hunstiger, damals Hotel-Restaurant Franz Gockel, ist insoweit verändert worden, als die in der Mitte der im Neubarock verputzten Giebelfassade liegende Tür mittlerweile auf die Eekkante des Hauses versetzt worden ist, Außerdem sind vor wenigen Jahren auf der Traufenseite Dachgauben angebracht worden. Das Haus selbst stammt im Kern aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

42. Das etwa aus dem Jahre 1899 stammende Foto des Lippetores zeigt die unter Fürstbischof Clemens-August 1752 erbaute Lippebrücke am Zusammenfluß von Lippe (links) und 'Strammer Pader' (rechts). Die zwei Pylonen, die der Fürstbischof auch an diesem Brückenpaß errichten ließ, stehen noch in der Mitte der Brücke, die 1901 bereits 'modernisiert', 1957 völlig beseitigt und durch eine moderne Brücke ersetzt wurde. Das Backsteingebäude mit den drei Toren und dem Treppengiebellinks ist das 1898 errichtete Straßenbahndepot zum Unterstellen der Straßenbahnwagen. Heute befindet sich dort das Verwaltungsgebäude der Benteler-Werke und anstelle des Gebäudes hinter dem linken Pylon die Werkspforte. Das Fachwerkgebäude mit dem Deelentor ist heute Kantine der Benteler-Werke.

Neuhaus i. W.

Amtsgebäude ,

43. Im Jahre 1901 wurde wegen des Straßenbahnbaues nach Sennelager die in der Mitte der Lippebrücke über dem Trockenbogen liegende Erhöhung der Fahrbahn abgeflacht. Die beiden Pylonen wurden von der Brückenrnitte an das Nordufer der Lippe versetzt, die Begrenzungsrnauer aus Bruchsteinen durch ein eisernes Gitter ersetzt, Die während des Brückenumbaues entstandene Aufnahme zeigt im Vordergrund den Trockenbogen der Brücke, in dem sich ein Raum befunden haben soll, der als 'Carcer' diente. Im Hintergrund links steht das 1900 errichtete Gebäude der Amtsverwaltung Neuhaus, das 1964 dem heutigen Neubau weichen mußte. In ihm sind nunmehr die GKD (Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitungszentrale), die Nebenstelle der Stadt Paderborn und die öffentliche Bibliothek untergebracht,

44. Die vermutlich aus dem Jahr 1910 stammende Aufnahme zeigt Soldaten bei einer Flußübergangsübung an der Lippebrücke. Neben der Amtsverwaltung, im Hintergrund links im Bild, hinter der 1902 an der Bielefelder Straße als weitere Neuhäuser Schule noch die sogenannte Kunigunden- oder Lippetorschule gebaut worden war, wölbt sich noch das dichte Blätterdach der Lindenallee über die Bielefelder Straße.

45. Nur wenige Jahre später, etwa um 1925, hat sich der Anblick der Bielefelder Straße von der Lippebrücke aus schon sehr verändert. Rechts im Bild befindet sich das heutige Europamöbelhaus Hunstig, es folgen das Haus Sprenkamp und das Café Manegold.

Rückmarsch aus dèl' Senne.

46. Eine Eskadron des im Schloß untergebrachten Husarenregimentes Nr. 8 reitet nach einer Übung in der Senne auf der damals noch recht schmalen Bielefelder Straße wieder in Neuhaus ein, Während das Fachwerkhaus der Familie Kuhoff, links im Hintergrund, auch heute noch besteht, befindet sich etwa an der Stelle des Hauses Kuhlenkamp, links im Vordergrund, die heutige Sparkasse. Hinter der Hecke, rechts im Bild, etwa in Höhe des Hauses Kuhoff, begann der dort 1833 vor den Toren des Ortes im sogenannten 'Schafstallgarten' angelegte Gemeindefriedhof. Seit 1833 fanden Beisetzungen nur noch hier nicht aber mehr, wie früher üblich, auf dem Kirchhof im Schatten der St-Heinrichs-Kirche statt. Heute steht inmitten des mittlerweile entwidmeten Friedhofes die evangelische Kirche,

47. Folgt man der Bielefelder Straße etwa 600 Meter, liegt linkerhand das heutige Erholungsgebiet Wilhelmsberg, ein Forst, den die Gemeinde Neuhaus 1832 vom preußischen Fiskus erworben hatte. Fürstbischof Adolph von der Recke (1650-1661) hatte zu dem dort bereits von einem Vorgänger erbauten Lustschloß Eremitage einen Weinberg und Fischteiche angelegt. Diese Anlagen sind heute verschwunden. Die ebenfalls von Fürstbischof Adolph von der Recke im Forst Wilhelmsberg errichtete Meinolfuskapelle wurde jedoch gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts im Stil der Neugotik renoviert und diente zeitweise den Bewohnern der Bauernschaften Thune und Sennelager als Kirche für Taufen und Trauungen und als Raum für den Religionsunterricht der Kinder. Die Schützenbruderschaft hat die zur Zeit nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzte und im Verfall begriffene Kapelle unter ihre Obhut genommen.

48. Das Forsthaus Wilhelmsberg entstand aus dem etwa 1615 angelegten Lustschlößchen Eremitage, früher Eynhus genannt, Fürstbischof Wilhelm-Anton von Asseburg (1763 bis 1782) ließ das Lustschloß in eine Försterwohnung umwandeln. Unser Bild zeigt das Försterhaus von Norden, bevor es 1891 von der Gemeinde Neuhaus umgebaut wurde. Damals verschwand der Zwiebelturm und das Gebäude erhielt sein heutiges Aussehen.

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