Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Schloß Neuhaus in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Josef Winter
Gemeente
:   Schloß Neuhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2795-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schloß Neuhaus in alten Ansichten'

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49. Kurz hinter dem Wilhelmsberg beginnt der heutige Ortsteil Sennelager. Als ab 1890 der Truppenübungsplatz Sennelager ausgebaut wurde, errichtete eine Gruppe von Neuhäuser Geschäftsleuten entlang der Westseite der Bielefelder Straße in Sennelager Gaststätten und Geschäftshäuser. Außerdem entstand hier zur Betreuung der Soldaten mit dem 'Sommertheater' das erste Theater im Paderborner Raum. Geleitet wurde es von dem als Original bekarmten Theaterdirektor Julius von Bastineller. Unser Foto zeigt ihn vor dem Sommertheater. Von Bastineller war während der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg auch für die Herausgabe der Neuhäuser Notgeldscheine verantwortlich und gab selbst - wohl eine Einmaligkeit private Notgeldscheine heraus. Sein 3-Mark-Notgeldschein trug unter anderem den Hinweis: 'Die Garantien (für die Einlösung) sind dieselben wie beim 1 MK-Schein, nämlich gar keine. Der Schein wird überhaupt nicht eingelöst!'

Faderborn.

50. Teilnehmer einer Parforcejagd mit der Hundemeute reiten zum 'Stelldichein' in die Senne. Die Jagdfelder hatten durchschnittlich eine Stärke bis zu 120 Reitern. 1942 wurde die letzte Jagd hinter der alten Meute des Senne-Parforce-Jagdvereins, der seit 1922 die Nachfolge des Parforce-Jagdvereins Neuhaus angetreten hat, geritten. Die letzte Meute wurde bei der Besetzung von Neuhaus durch allüerte Truppen beschlagnahmt,

51. Der am Sennerand gelegene Ortsteil Mastbruch hat in den Jahren seit 1945 am meisten sein äußeres Bild und seine innere Struktur verandert. Die alte 'Hude' von Neuhaus wurde erst etwa seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts besiedelt und war geprägt von verstreut liegenden, kleinen bäuerlichen Einze1anwesen und Kotten. Unser Foto aus dem Jahr 1926 zeigt eines der typischen eichenurnstandenen Einzelgehöfte im Mastbruch, die Hofstelle Pöhler am Schatenweg. Seit der Mitte der ftinfziger Jahre ist das Mastbruch mehr und mehr zu einern fast schon geschlossenen eigenen Siedlungsgebiet geworden.

52. Das zwischen 1900 und 1910 entstandene Foto zeigt ein Radrennen des Radsportvereins Germania 1900 Neuhaus vermutlich im Bereich des Mastbruchs. Die damals verwendeten 'Rennräder' haben wenig Ähnlichkeit mit den heute üblichen Sporträdern, Sie sind mit Klingel und Beleuchtungshalterung ausgerüstet und rollen auf dieken Ballonreifen. Wahrscheinlich wurde der Radsport seinerzeit oft noch mit ganz normalen Tourenrädern betrieben. Die RadsportIer selbst haben ebenfalls mit den heutigen Radrenufahrern kaum Ähnlichkeit, man fährt teilweise sogar mit Weste, Krawatte und Uhrkette.

53. Von Norden her, aus dem Bereich hinter der Kriegerhalle, ist dieses Panorama von Schloß Neuhaus aufgenommen. Es zeigt von links nach rechts: mit dem Schornstein den Komplex der alten 'Lumpenfabrik', heute die Benteler-Werke, den Turm der Pfarrkirche St. Heinrich und Kunigunde, die Rückseite einiger Häuser an der heutigen Kaiser-Heinrich-Straße, oberhalb des pferdebespannten Pfluges das alte Straßenbahndepot mit dem gotisierenden Backsteingiebel, an dessen Stelle sich heute das Verwaltungsgebäude der Benteler-Werke befindet, die Türme und Giebel des Schlosses und die Rückseite mehrerer Häuser an der Bielefelder Straße.

54. Vom Mastbruch zurück zur Bielefelder Straße vor dem Lippetor: An der Einmündung der Kaiser-Heinrich-Straße in die Bielefelder Straße ist dieses Foto 1908 aufgenommen worden. Vor dem Restaurant und Café Manegold, im ersten Haus auf der linken Seite, führt eine kleine Brücke über den Straßengraben an der Bielefelder Straße. Von der Einmündung an ist der Graben in Richtung Lippebrücke schon verrohrt. Die Häuser Sprenkamp und Hunstig, hinter denen 1906 die Möbelfabrik Hunstig & Sprenkamp ihren Betrieb aufgenommen hatte, haben noch hübsche Vorgärten,

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Kur: ,,'JS ~adulus-S .rudel ~'~"haus i. Westf.

55. Nur wenige Jahre später, etwa um 1916/17, hatte sich der Anblick des Cafés Manegold erheblich verändert. Die großen Linden der Bielefelder Straße sind durch junge Neuanpflanzungen ersetzt. Das Café an dem vorbei man links in die Kaiser-Heinrich-Straße blickt, ist verputzt und, wie das große Schild am Haus ausweist, zum 'Kurhaus Padulus-Sprudel' aufgestiegen. Zur Vorgeschichte: 1915 hatte der Konditor Conrad Manegold hinter seinem Haus nach Wasser bohren lassen und war in 200 Meter Tiefe fündig geworden. Die Analyse ergab, daß die balneologischen Eigenschaften des Wassers denen der Heilquellen von Bad Ems und Bad Kissingen ebenbürtig waren. Herr Manegold erinnerte sich des historischen Padulus-Quells, gab seiner Natrum-Chlorid-Therme den Namen Padulus und gestattete gegen geringes Entgeld die Nutzung des Heilwassers. Heute wird die Quelle nur noch gelegentlich privat genutzt.

Neuhaus i. W. l.ippe-Tor.

56. Der Betrachter blickt hier über die Lippebrücke in den alten Ortskern. Die beiden Pylonen, die seit dem Bau der neuen Lippebrücke 1957 an der Gräftebrücke vor dem Schloßeingang stehen, tragen in Kartuschen eine Inschrift in lateinischer Sprache, die aus Platzgründen jeweils nur aus den Anfangsbuchstaben der Worte besteht, Übersetzt lautet die Inschrift: 'Clemens August, Erzbischof und Kurfürst von Köln, Administrator des Hochmeistertums in Preußen, Hochmeister des Deutschen Ritterordens, Bischof zu Hildesheim, Paderborn, Münster, Osnabrück, Herzog von Bayern, der Oberpfalz, Westfalens und Engems, Pfalzgraf bei Rhein, Landgraf von Leuchtenberg, Burggraf von Stromberg, Graf von Pyrmont, Herr zu Bokeloh, Werth, Freudenthal und Eulenberg, Vater des Vaterlandes, hat dieses Werk als Denkmal seiner erhabenen Hochherzigkeit und Huld auferstehen lassen ANNO 1752.'

57. Die im Vergleich zu dem Foto Nummer 42 aus einem etwas anderen Bliekwinkel nach 1901 gemachte Aufnahme erfaßt den Bereich vom südöstlichen Teil des Schlosses mit dem 1592 von Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg (1585-1618) errichteten Eekturm und dem Haus Kerssenbrock, das nach seinem Erbauer Fürstbischof Rembert von Kerssenbroek (1547·1568) benannt ist, bis zur Lippebrücke. Diese ist bereits 'modernisiert' und auch das Haus 'Lohgerber Menneken', hinter der Lippebrücke links im Bild, ist bereits durch die heute noch vorhandene vorgeblendete Klinkerfassade verändert worden. Die Wiese des Schloßparkes im Vordergrund diente als Wäschebleiche für die im Schloß untergebrachten Husaren. Uber die Pfähle waren Leinen gespannt, an denen die Wäsche zum Trocknen aufgehängt wurde.

58. Auch vor der Flutkatastrophe vor 1965 gab es in Neuhaus starke Hochwasser. Am 4. Februar 1909 traten nach heftigen Regenfällen die Alme, Lippe und Pader über ihre Ufer und überschwemmten einen Teil des Ortes. Das von der Lippebrücke aus lippeaufwärts in Richtung Osten aufgenommene Foto zeigt links die Halle und das Holzlager der damaligen Möbelfabrik Hunstig & Sprenkamp und rechts der Lippe den überschwemmten Komplex der 1887 nach einem Brand wiedererrichteten Spinn- und Kunstwol1fabrik Hallenstein & Söhne, im Volksmund auch Lumpenfabrik genannt, sowie am rechten Bildrand das Straßenbahndepot.

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