Schlotheim in alten Ansichten

Schlotheim in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Blass
Gemeente
:   Schlotheim
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5830-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schlotheim in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Schlotheim war eine kleine verträumte Stadt in Thüringen. Sie lag immer abseits der großen politischen Ereignisse. Hier herrschte ruhige Betriebsamkeit bei vorwiegend bäuerlicher Struktur. Haupterwerb der Schlotheimer Bevölkerung war der Flachsanbau und dessen Verwendung. Ebenso war die Leineweberei weit verbreitet.

Wem wundert es, daß es fast keine historischen bildlichen Darstellungen von der Stadt gibt. Das älteste Bild ist ein Kupferstich der 'Herr-Gott's-Mühle' (Herren-Guts-Mühle) aus dem Jahre 1559.

Erst mit der Verbreitung der Fotografie begannen engagierte Schlotheimer Fotos von ihrer Stadt anzufertigen. Besonders hervorzuheben ist hier Dr. Lorleberg, von dem ein großer Teil der Aufnahmen stammen. Er stellte nicht nur die Gebäude der Stadt bildlich dar, er zeigte auch das Vereinsleben und die Bewohner der Stadt. Dabei wurden nicht nur die

'Berühmten Persönlichkeiten', sondern auch der 'Mann von der Straße' fotografiert. Dadurch ergibt sich ein umfassender Einblick in das Leben der Stadt.

Mit der weiteren Verbreitung der Fotografie nahm auch die Zahl der Bilder über unsere Stadt zu. Zu einen der aktivsten Fotografen bis etwa 1940 gehörte Herr Hildenbrant. Er führte gen au Buch über seine Aufnahmen. Auf jedem seiner Negative sind das Datum, der Ort sowie auch die verwendete Optik vermerkt. Somit ist eine genaue zeitliche Einordnung möglich.

An dieser Stelle sei mir ein Hinweis auf die technische Ausrüstung erlaubt. Bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts fotografierte man mit Plattenkameras. Als Negative dienten Glasplatten. Durch das große Negativformat (bis 13 x 18 cm) und den Iichtschwachen Optiken, war die Fotografie

Schwerstarbeit - jedoch staune ich heute noch über die Detailtreue und Qualität der heute 80jährigen Aufnahmen. Die Fotografen von damals waren Meister ihres Faches.

Technisch leichter wurde es nach Erfindung des Negativfilms. Die Qualität der Filme verbesserte sich, so daß kleinere Negativformate (6 x 9 cm) und somit kleineren Apparate zum Einsatz kamen. Das Fotografieren wurde leichter und nicht zuletzt auch billiger. Dadurch fanden auch mehr Amateure Freude an der bildlichen Darstellung ihrer Stadt.

Zu dieser Zeit begarm eine gute Zusammenarbeit zwischen den Chronisten und den Fotografen. Als einer der bekarmtesten Chronisten sei an dieser Stelle die Familie Erdenberger genannt. Sie führte damals eine Druckerei und war die Herausgeber der 'Schlotheimer Zeitung' in der Zeit von 1885 bis 1942. Dieser Zeitung ist ein großer Teil der erläu-

temden Texte zu verdanken.

Somit ist es mir heute rnöglich einen umfassenden Einblick in das 'historische Schlotheim' zu geben. Am Gelingen diese Buches haben viele Helfer einen Anteil. Auf diesem Wege möchte ich allen danken, die mir in Laufe vieler Jahre Fotos zur Reproduktion überlassen haben. Stellvertretend sollen hier Familie Erdenberger, Fräulein Hildenbrandt, Frau Gladigau sowie der Foto-Film-Zirkel Schlotheim genannt werden.

Mein besonderer Dank gilt Frau Margit Bier, Herr Kurt Richter sowie dem Veteranenclub Schlotheim, die mir mit ihrem historischen Wissen eine wertvolle Hilfe waren.

Ich hoffe mit diesem Buch vielen Schlotheimern und Freunden der Stadt eine Freude bereiten zu können.

Schlotheim im Frühjahr 1994

Frank Blaß

1. Im Jahre 1721 wurde das alte Rathaus abgerissen und durch einen Neubau mit verziertem Fachwerk ersetzt. 1805 wurde der Turm erneuert. Der Saal im oberen Stockwerk wurde zu Tanzveranstaltungen und als Turnhalle der Grundschule genuzt. Zeitweise war das Feuerwehrdepot im Rathaus. Das Rathaus ist ein Fachwerkhaus und wurde 1858 verputzt. Diese Aufnahme wurde vor 1904 angefertigt. Das Haus von Martini (heute Frau Gladigau) ist noch nicht umgebaut.

2. Der Markt einige Jahre später. Aus dieser Postkarte ist ersichtlich, daß das Haus der Familie Martini neu aufgebaut wurde. Die meist besuchte 'Arntsstube' des Rathauses war der Ratskeller. Hier tagten bis spät in die Nacht die 'Hobbypolitiker' - die natürlich alles besser gemacht hätten, wenn ...

3. Rathaus. Der Markt war der Kundgebungsplatz Schlotheims, Hier ist der Markt festlich geschmückt. An den Häusern weht die schwarz-weiß-rote kaiserliche Fahne.

4. Apotheke. Das Gebäude wurde etwa vor dreihundert Jahren gebaut. In den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts hatte hier die Apotheker Lang seine Apotheke. Später wurden der Schiefer entfernt, das Haus verputzt und ein Schaufenster eingebaut.

5. Der Marktplatz mit dem Scherzbergschen Gast- und Kaffeehaus. Hier spielten sich in früheren Jahrzehnten die bekarmten Fastenmärkte, der beliebte Sichelmarkt und die Kirmes ab. Links die bereits erweiterte Tischlerei Albin Müller und die neu eingerichtete Drogerie Kar! Mehmel. An dieser Stelle betrieb vorher Fleischermeister Bierwirth seine Fleischerei.

6. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt veranstaltet eine Schauübung. Sie stellt der Schlotheimer Bevölkerung ihre moderne Löschtechnik vor. Die Feuerwehr war eine der wichtigsten Einrichtungen der Stadt. Wenn man bedenkt, daß viele Häuser sehr eng aneinander standen und daß zum großen Teil Holz (Fachwerk) verarbeitet wurde, so sind der Brandschutz und die Brandbekämpfung für eine Stadt überlebensnotwendig. Das Großfeuer von 1547, bei dem Schlotheim bis auf vier Häuser abbrannte, ist dafür ein Beweis.

7. Der Mannschaftswagen der Feuerwehr.

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8. Die Feuerwehrleiter wird am Gasthaus 'Drei Rosen' vorgeführt. Die Aufnahmen entstanden etwa 1927. Für die damalige Zeit war eine solche Leiter etwas Besonderes.

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