Schmelz in alten Ansichten Band 1

Schmelz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Lorenz Schmitt
Gemeente
:   Schmelz
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0866-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schmelz in alten Ansichten Band 1'

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29. Nachdem am 10. Mai 1890 durch preußisches Gesetz die Genehmigung für den Bau und den Betrieb der Eisenbahnstrecke Lebach Primsweiler-Büschfeld-Nonnweiler erteilt worden war, wurde auf einer Streckenlänge von 35,56 Kilometern mit dem Bau begonnen. Sieben Jahre später, am 10. Dezember 1897, rollte der erste Zug über die neu eröffnete Bahn, zunächst für den Personenverkehr, ab 15. Januar 1898 für den Güterverkehr. Das brachte den Gemeinden im Primstal einen mächtigen Aufschwung, den Anschluß an die Bergbau- und Industriegebiete und die Welt. Es wurden schöne Stationsgebäude errichtet. Viele Menschen fanden Arbeit und Einkommen. Das älteste Bild aus dieser Zeit wurde vor dem Stationsgebäude in Limbach aufgenommen, wo eine sogenannte Rotte, mit ersten italienischen Gastarbeitern, Pause machte (1897).

30. Das Signal steht auf Ausfahrt in Richtung Büschfeld-Wadern. Der Rauch der Dampflok kräuselt sich in flachem Bogen der Prims zu. Die Bahnhofsuhren zeigen 09.50 Uhr. Bald wird der Zug sich in Bewegung setzen. Der Lokführer wartet auf die erhobene Kelle des Fahrdienstleiters, dieser auf den Wink des Zugftihrers, den Ausschlag aber gibt der Schaffner mit seinem 'Fertig am Schluß'. Tsch-tsch-tsch - die Fahrt geht bergwärts. Fast leer sind die Abteile für Raucher und Nichtraucher und die für Reisende mit Traglasten. Talwärts waren die Pendler mitgefahren. Ihre Fahrräder sehen wir in der Halterung neben dem Gepäckschuppen. Der Bahnhof liegt außerhalb des Dorfes und weit ab von den Dörfern des Bohnentales. Hinter der Deckung der Steilhänge stand im Zweiten Weltkrieg hier der Spezialzug mit dem Eisenbahngeschütz.

31. Am 26. Januar 1920 wurde das Saargebiet geschaffen und auf die. Dauer von ftinfzehn Jahren unter das Mandat des Völkerbundes gestellt, der seinen Sitz in Genf hatte. Wirtschaftlich an Frankfreich angeschlossen bestand mit diesern auch Zollunion. Außen und Limbach waren Grenzorte. Limbach hatte den Zollbahnhof. Die französischen Zöllner - Douaniers - mit ihren blauen Uniformen wohnten mit ihren Familien in den 1920/1925 erbauten Zollhäusern in Hüttersdorf-Hoher Staden, Bettingerschrnelz, Michelbacherbrücke und Bahnhof Limbaeh. Einige haben hier geheiratet. Das Foto zeigt ein dienstfreie Gruppe Zöllner vor dem Lokal Spengler in Limbach.

32. Bahnhof und Gleisarilage sind in Bettingen hochgelegt aus der Erfahrung rnit der hochwasserflihrenden Prims. Zur Zeit der Schneeschmelze irn Hochwald kann sie so anschwellen, daß die Wiesen (in der Bildrnitte) innerhalb von Stunden überflutet sind, Hier zeigt sie sich sornrnerlich friedlich und lockt die Jugend zum Bade. Am Ende der Primsbrücke ist der Erfrischungs-Pavillon der Familie Alexander-Erbel zu erkennen, wo heute das Möbelhaus und Café gleichen Namens und dahinter das neue Rathaus stehen,

33. Auf der Gleisseite des Bettinger Bahnhofes haben sich die Bediensteten und die Crew eines Zuges fotografieren lassen, Lokführer, Heizer, Zugführer und zwei Schaffner. Die Seilwinde zog Weichen, eine andere setzte die zwei Bahnschranken in Bewegung, wenn Primsweiler oder Michelbach über Morsetelegraf 'Zug ab' durchgegeben hatten. Für Fahrgäste war ein Wasserkranen mit angekettetem Becher und einem Schild 'Trinkwasser' vorhanden, ebenso ein Auffangbehälter zum Hineinspucken.

tO .? PRI~SWEILER (Saar). - Der Bahnhof.

34. Die Bahnstrecke Dillingen-Primsweiler wurde am 1. September 1909 mit einer Gleislänge von 13,45 Kilometern eröffnet. Damit war Primsweiler Knotenpunkt geworden. Drei Stellwerke mußten Tag und Nacht besetzt bleiben. Außer dem Stationsgebäude erhielt der Bahnhof für die damalige Zeit gut aussehende Wohn- und Dienstgebäude für das Personal. Den Wasserturm versorgte eine FreifallLeitung aus einer Quelle am Hasenberg. Zur Wasserübernahme fuhren die Dampflokomotiven an den links im Bild erkenribaren Füllkranen. Rechts sehen wir die Überdachung der zwei Bahnsteige. Mit seinen roten, grünen und gelben Signallampen bot der Bahnhof bei Nacht einen farbenprächtigen Anblick.

35. Postleute in Bettingen und Außen waren über mehrere Generationen Angehörige der Familie Paulus. Das Foto zeigt sie vor ihrem Starnmhaus, unter ihnen der fahrende Landbriefträger. Wir sehen die Postler in ihren blauen Uniformen mit Stehkragen und Schirmmütze. Unter ihnen sind drei Feldgraue in Urlaub. Bis auf den Jüngling, links im Bild, zieren modische Schnurrbärte die Männer. Strenge, teils glatte Scheitelfrisuren tragen die züchtig in die Kamera bliekenden Frauen. Der zivile Hut, das Attribut der Männlichkeit, wurde im Gasthaus oben belassen.

36. Im Landzustellbezirk der Postagentur Bettingen waren Verkaufsstellen für Postwertzeichen eingerichtet. Für Außen und Hüttersdorf 1884 bei Ludwig Poller und Lorenz Schütte, 1890 für Buprich bei Witwe Czypior, für Hüttersdorf bei Witwe Schütte. 1895 kam für Limbach die Verkaufsstelle bei J. Tausch dazu. Die Kaiserliche Oberpostdirektion in Trier richtete am 1. September 1901 in Hüttersdorf 'unter Aufhebung der Posthülfstelle daselbst eine Postagentur mit Telegraphenbetrieb' ein, 'deren Bestellbezirk außer dem Postorte die Ortschaften und Wohnplätze Primsweiler Bahnhof, Primsweilermühle und Bupricher Ziegelhütte urnfassen' sollte. Im Hause Pontius bei der Kirche waren die Diensträume der Agentur. Der am 9. April 1918 schwerverwundete Joharm Steirner wurde als 92% Kriegsbeschädigter Postagent. Das Foto zeigt den 'Postschengel' mit seiner jungen Familie vor seinem 1923 erbauten Haus in der Hornrichstraße. Briefkasten, emailliertc Hinweisschilder an der Hausfront und zweirädriger Postkarren weisen die Amtsstelle aus.

37. Schmitzersch Engel (Angela Michaely) stand am Brunnen, rieb seine Wäsche und hielt ein Schwätzchen mit Hut jacks Gret (Margret Sermann) und Gots Marei (Maria Fritz) das seine Kinder dabei hatte. Da kam der 'Wanderphotograph' vorbei und bat, in Position zu gehen, wegen einer Aufnahme. Während er an seinem Dreibein-Kasten unter dem schwarzen Tuch hantierte, meldeten die Buben das Ereignis an jeder Haustür. Es liefen noch herbei: drei Jungfrauen aus der Familie Michaely, zwei aus dem Haus Muller, dazu der Bub Nikla Klein, vor der Aschenkaul Frelings Marei (Maria WilheJm) und vor ihren Häusern, rechts, die Wirte Trouvain und Jud RaphaeL Sogar Turnersch stellten sich in Pose vor ihrern Leiterwagen unter der alten Kastanie. Man schrieb 1906.

38. Das letzte Haus im Langen Ecken, war das der Appels-Familie. Garten und Bungert grenzten an die Hustert. Oberhalb befand sich das Langen Gäßchen, ein Verbindungsweg zur Fuhrt durch die Prims. Vor der Scheune im weiträumigen Hof stand das Göpelwerk zum Antrieb der Dreschmaschine, Es wurde von den Kühen gezogen, die im Kreise liefen. Spitz- und Breitdrescher mit Elektromotor oder Dampflokomobile haben den Göpel abgelöst. Appels-Wäs vor ihrem Haus rnit Töchtern Maria (Krämer) und Anna (Schütte) und Sohn Jakob Turner.

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