Schmelz in alten Ansichten Band 1

Schmelz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Lorenz Schmitt
Gemeente
:   Schmelz
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0866-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schmelz in alten Ansichten Band 1'

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39. Schön in Haltung steht und sitzt die Familie für das Fotoalbum und fürs Erinnerungsbild. Die Momentaufnahme kennt der Meister noch nicht. Deshalb fordert er stillzuhalten und auf das Loch zu schauen, aus dem das 'Vögelchen' kommt. Das Konterfei ist gelungen. Aufnahme 1897 - Familie Schillo-Steffen, Bettingen. Die Kinder sind: Josefine, Georg, Susanne, Barbara, Helena und Franziska.

40. Drei Generationen der Familie Becker-Ludwig aus Michelbach sehen wir auf der Repro-Daguerreotypie. Im Spitzenhäubchen sitzt Katharina Ludwig geborene Altmeyer, geboren 1808, neben ihrer Tochter Barbara, geboren 1840, und Schwiegersohn Matthias Beeker, geboren 1839 in Nunkirchen, im Kreis der neun Kinder, während das zehnte unterwegs ist. Auf dem Schoß der Mutter sitzt Peter Becker, der spätere Gastwirt 'Zur Linde'. Vor dem mit Stroh gedeckten Hause steht Eichenholz zum Trocknen. Peter Becker war Wagner und konnte auch Holzschuhe für die Kinder anfertigen. Sohn Johann , im Geren des Vaters, trägt noch den Rock.

41. In Außen gab es mehrere Schmiedewerkstätten. Die Pärdsbauern brauchten den Hufschmied, der auch, wie an anderer Stelle gesagt, den Gespannkühen Eisen verpaßte. Schaluppen, Kasten- und Leiterwagen baute zwar der Wagner, aber die eisernen Beschläge, Achsen und Radreifen mußte der Schmied fabrizieren. Das Bauernhaus mit interessanter Lisene und angebauter Schmiede des Joharm Merten stand auf dem Evenberg in Außen. Unser Bild zeigt die Familie im Jahre 1912.

42. Typisch für die Gegend des mittleren Primstales war das Einhaus. Wohnteil mit Stall- und Scheunentrakt lagen unter einern Dach. Steffes-Stephan-Haus (Stephan Engstler) in der Saarbrücker Straße hatte fünf Achsen Sprossenfenster. Zur Haustür leitete die Powei aus Primswacken. Ein langer Flur führte zur Wirtschaftsküche. Wohnstube und Gudd-Stuff lagen sich gegenüber, die Schlafkammern auf dem Speicher. Zunächst karn der Pferdestall mit den Futterkrippen und Raufen zur Scheune. Auf der anderen Scheunenseite, gleichermaßen angeordnet, lag der Kuhstall. Erst dahinter karn der Stall mit den Schweinebuchten. Der Bogen des Scheunentores war dem Heuwagen angepaßt. Das Mezzanin des Hauses auf dem Saargau findet sich hier wenig. Den gleichen Zweck hatten die Luftlöcher in der Form des Karos oder des Herzens.

43. Im Haus des Einspänners lebten oft kinderreiche Familien. Der Vater war über die Woche im Schlafhausquartier auf der Grube, während die Mutter mit den Kindern die kleine Landwirtschaft besorgte, Vor dem Haus im Hofbering wurden Arbeiten verrichtet, für die kein Platz in der Küche war. Da wurde die Wäsche geschrubbt, das Schwein geschlachtet, der Kappes in die Bütt geschnitten. Im Bild sehen wir Vorfahren der Familie Conrad-Igel in der Birrbach, heute Gresaubacher Straße.

44. Beim Hausbau stand auch die Frau ihren Mann. Hier hilft Frau Ott aus Michelbach den Männern beim Übertragen der Kellerdecke am Neubau. Das Material ist ein Gemisch aus Kesselasche, Zement und Wasser. Zwei Männer schaufeln die Masse zweimal durch und werfen sie dann schippenweise nach oben. Zwischen den unterschalten Eisenträgern verteilt sie der dritte Mann. Zum Vermauern der Bruchsteine wurde Kalkspeis verwandt. Der gebrannte Kalkstein war mit Fuhrwerken aus der Gegend Siersburg-Saarfels herangeschafft und unter einer Decke von Sand mit Wasser gelöscht worden. Die Mindeststärke der Steinmauer aus Außener Bruchsteinen war fünfzig Zentimeter.

45. Fenster- und Türsteine waren aus den Sandsteinbrüchen bei Wahlen geholt worden. Von dort kamen auch die tüchtigen Maurer und Steinmetze, die an der Baustelle den Steinen den letzten Schliff gaben und nach Schablonen schöne Muster herausschnitten. Das Haus des Ludwig Quinten in der Trierer Straße ist im ersten Bauabschnitt fertig und schon bezogen. Der Außener Stein ist ein Porphyrit. Zum Hausbau gut verwendbar, bedurfte er aber wegen seiner Verwitterungsanfälligkeit des Außenputzes. Die Innenräume wurden vergipst.

46. Die Gastwirtschaft Staudt-Klinkner hat eine alte Tradition. Unter dem Namen 'Deppes' ist sie im ganzen Primstal bekannt. Der Stammvater hat gerade einen jungen Nußbaum gepflanzt. Meister und Geselle tragen Lederschürzen, weil sie auch am Amboß und Esse werken. Die Mutter mit ihrem Kleinsten auf dem Arm zeigt sich in weißer Schürze für das Erinnerungsbild, das der Fotograf J. Nicola Gary aus Trier, Simeonstraße 5, aufgenommen hat. Der Gendarm in blauer Litewka und Pickelhaube produziert sich vor dem Jungen mit den Weidenkörben, der mit einem Hermeskeiler unter dem Arm den Waffenträger mimt.

47. Die Buben und Mädchen des Jahrgangs 1890/1891 sind aufgereiht für das Klassenbild vor der Bettinger Kirche, Ihre Betreuer sind Lehrer Scher und Pastor Johannes Kaas, der von 1885 bis zu seinem Tode 1911 hier im Amt war. Pastor Kaas war der Onkel des Vorsitzenden der Deutschen Zentrumspartei, LudwigKaas aus Trier.

48. Mit ihren Festabzeichen am Revers sehen wir die Honoratioren im Verein mit der Jugend im Katholischen Jünglingsverein vor der alten Schule in Bettingen. Kaplan Hansen, der Pastor Kaas assistierte, war der Präses des jungen Vereins. Es war die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In den jugendlichen Gesichtern der Jungmänner unter der Fahne, sowie der Knaben mit Tambourstab, Trommeln und Pfeifen, wird mancher Betrachter Vater oder Großvater erkennen. Das Bild entstand etwa 1910.

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