Schmelz in alten Ansichten Band 2

Schmelz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lorenz Schmitt
Gemeente
:   Schmelz
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4880-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schmelz in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Das Buch 'Schmelz in alten Ansichten' (erste Auflage 1979, zweite 1980) wie auch der Bildband 'Kennt Ihr sie noch ... die Schmelzer' aus dem Jahre 1982, waren schnell vergriffen. Seither ist die Nachfrage aus dem Kundenkreis der hiesigen Buchhändler, wann mit einer Neuauflage zu rechnen sei, nicht zurückgegangen.

Obwohl die Bände in Leihbüchereien eingestellt sind, möchten doch viele an der Heimatgeschichte interessierte Leser solche Zeitdokumente lieber schwarz auf weiß besitzen und getrost nach Hause tragen. Diese Tatsache sowie der Umstand der aus redaktionellen Gründen begrenzten Aufnahrnezahl der Bilder waren Anlaß, einen zweiten Band zusammenzustellen, unter der gleichen Thematik und dem gleichen Titel.

Aus meinem großen Bekanntenkreis erhielt ich nicht nur eine Vielzahl von zeitgemäßen Fotos sondern auch manchen Hinweis und manche wertvolle Anregung für die Abfassung der Texte. Dafür an dieser Stelle schon herzlichen Dank.

Der vorliegende zweite Band der 'Schmelz in alten Ansichten' sollte nicht nur neues, d.h. anderes Bildmaterial von Land und Leuten enthalten, sondern, auf Wunsch, den Bildinhalt ein wenig ausdehnen, zum Beispiel auf das Gebiet der Landwirtschaft, der Viehzucht, der Landschaft allgemein. Auch wurde versucht in die Bildauswahl eine Gliederung zu bringen, selbst auf die Gefahr hin, daß jeweils nur ein Bild der Einteilung, aus den oben angeführten Gründen, für ein Gebiet stehen muß. Viele ältere Schmelzer werden imstande sein in den Darstellungen Sachen zu finden, welche sie selbst noch kennen und von denen sie sagen: 'Seht Ihr, so war es!' Für diese Leser dürften die Texte nur Orientierungshilfen und Rückblickstützen sein. Die jüngeren Generationen und die zugezogenen Mitbürger mögen in diesem Buch sehen, wie Schmelz vor über fünfzig Jahren aussah. Sie werden sich eine Vorstellung machen können von der Gemeinde und der Gesellschaft jener Tage. Mehr als einmal werden sie Dinge sehen oder den

Unterschriften Fakten entnehmen, über die sie Ältere sprechen hörten. An der Vergangenheit Interessierte werden bei der Beschäftigung mit den Bildern Gebäude, Straßen, Brücken finden, welche inzwischen abgebrochen, verändert oder erneuert worden sind. Die Rasanz der Ortsentwicklung, die das Zeitalter beherrschende Mechanisierung und Technisierung, der Wandel der Mode, des Handels und des Verkehrs werden jedermann klarer ins Bewußtsein treten.

Nicht vergessen haben wir liebenswerte Originale, Veteranen, Honoratioren aus den ehemals kleinen Dörfern der heutigen Großgemeinde. Aus den Einzelheiten die ihn ansprechen verschaffe sich der wohlwollende Leser ein Gesamtbild, lasse sich an die eigene Kindheit und Jugend erinnern, suche unter den namentlich nicht Genarmten Freunde und Bekannte, und habe auch ein Angedenken an die vielen, die nicht mehr unter uns weilen. Ich wünsche dem jungen Leser Freude am Erkennen, dem älteren Freude am Wiedererkennen

und auch diesem zweiten Band eine freundliche Aufnahme.

Allen, die mir durch die Hergabe der BildOriginale die Auswahlsammlung ermöglicht haben, gebührt mein Dank: dem Bildarchivar Herrn Kurt Klein, Bettingen, den Geschwistern Altons Valentin und Frau Ida Engstler-Valentin, den Herren Josef Leidinger und Felix Groß, Frau Glorinda Dörr-Paulus und Frau Christine GroßKrämer, Hüttersdorf, Frau Gertrud EndresJohann und deren Tochter Frau Monika FuhrEndres sowie Frau Rosemarie Thome-Junker, Limbach, Herrn und Frau W. Müller, Michelbach, und Frau Trina Fuchs-Hoffmann aus Primsweiler. Meiner Frau Anneliese sage ich Dank für die Hilfe beim Ordnen des Manuskripts.

Schmelz, im Herbst 1989

Lorenz Schmit

1. Von Süden geht der Bliek bis zur Horizontlinie, die von den Höhen des Hunsrücks (450 Meter über NN) gebildet wird und rechts von dem bewaldeten Bergzug des 'Großen Horst', der mit seinen über 400 (415) Metern die Ortsteile Limbach und Dorf verdeckt. Hinter dem Außener 'Himmelberg' liegt Michelbach. Primsweiler, im Südosten vom Standort des Fotografen gelegen, konnte die Weitwinkelkamera nicht mehr erfassen. Immerhin auf einer Breite von über zwei Kilometern umgreift die Optik die drei größten Ortsteile des Schmelzer Talkessels mit seinen besiedelten Uferterrassen. Die Aufnahme zählt nicht zu den von uns auf etwa 1930 limitierten 'Schmelzer Ansichten'. (Sie ist indessen auch nicht mehr neu.) Wenn wir sie dennoch an den Anfang der Sammlung legen, soll damit gezeigt werden, wie schnell die Zeit vergeht und unsere kleine Welt sich wandelt.

2. Bupricher Kirchenbesucher auf dem Heimweg in die warme Stube. In der verschneiten Fahrbahn der Hauptstraße suchen wir vergeblich ein Auto oder gar ein Räumfahrzeug mit Schneepflug. Ein Trampelpfad genügt dem Fußgänger. Die weißen Häubchen auf den Gartenpfosten unterstreichen die Lautlosigkeit und Ruhe, die von dieser Aufnahme ausgeht. Die Turmuhr von 'Heilig Kreuz' ist auch zugeschneit. Die Zeit darf einmal stilIstehen. Wenn es über Nacht friert, singen die Telefondrähte. Nichts ist verkabelt.

3. Auf der Rückseite dieser Postkarte wird das Schmelz von vormals als Sommerfrische und Ausflugsort bezeichnet. Gegen eine solche Empfehlung ist auch heute noch nichts einzuwenden. Auffallend viel Baumgrün, Fußgänger mitten auf der Durchgangsstraße, Gebäude, die heute nicht mehr stehen.

4. Die noch saubere Prims fließt ruhig unter der Stahlplattenbrücke vor Bettingen hindurch. Korbflechter aus Außen haben die Uferweiden gestutzt. Die alte Schule steht noch und das neue Rathaus am Ostufer der Prims ist noch nicht geplant. 'Am 17. März 1945, gegen 11.00 Uhr,' so vermeldet die Chronik, 'wurde die Brücke gesprengt.' Wir müssen annehmen, aus strategischen und militär-taktischen Gründen, denn 'die Vorhut der amerikanischen Streitkräfte mit Panzern, traf zwischen 13.00 und 13.30 Uhr am Westrand von Schmelz ein' (Schmelz - Vergangenheit und Gegenwart - ein Heimatbuch, Schmelz 1973, Seite 194).

5. Der älteste Teil von Außen liegt am Südhang des 'Himmelberges', Hangaufwärts und nach Norden hat sich die Siedlung nach und nach ausgedehnt. An dieser Aufnahme sehen wir, daß der 'Große Garten' , der 'Bitzen' und die 'Große Wiese' noch völlig offen sind. Dicht bebaut und eng an eng ist der 'Benert'. Die Hochfläche vor den 'Stauden' ist noch 'unter dem Pflug'. Die Obstbaumneupflanzung im Bildvordergrund ist längst dem Hausbau gewichen.

6. Offen ist noch die Landschaft um die 'Langenau' auf der Westseite und der breiten 'Gaiselwies' auf der Ostseite der Prims. Wir hören förmlich das Läuten und den langgezogenen Pfiff der Dampflokornotive, rechts im Bild, die an den unbeschrankten Übergängen am 'Schäferpfad' und 'Dreihausen' warnt. Nach dem Winkel der Baumschatten ist es gegen drei Uhr nachmittags an einem Sommertag nach der Heuernte. Der Hartsteinbruch befindet sich noch in einem frühen Abbaustadium, der Schattertriesch so gut wie unbesiedelt, Auschet im Urzustand. Ausblick von Süd nach Nord ins Primstal.

7. In den dreißiger Jahren soll der jährliche Versand an Steinmaterial aus dem Horst-Bruch bei 60 000 Tonnen gelegen haben (Schmelzer Heimatbuch 1973, Seite 468) und die Zahl der Beschäftigten zwischen 120 und 150. Für die damalige Zeit der Arbeitsstellenknappheit beachtlich. Ausblick von Nord nach Süd ins Primstal.

8. Unser Bild zeigt junge Arbeiter und Meister im Horstbruch um das Jahr 1930. Die Hosenbeine zu 'Kroatensäckchen' gebunden, denn sie wollen keine Steinsplitter in den Schuhen nach Hause tragen, mit Steinschlagbrillen aus Draht gegen Augenverletzungen versehen, hämmern und schaufeln sie und tragen so den Berg ab. Alle mit Namen zu nennen war nicht möglich. Erkannt wurden: Alois Bambach aus Goldbach, Alois Ewen, Henz Birringer, genannt Floh, Albert Hof aus Bettingen, und Jakob Schmitt (Gimbis ) aus Hüttersdorf.

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