Schmelz in alten Ansichten Band 2

Schmelz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lorenz Schmitt
Gemeente
:   Schmelz
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4880-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schmelz in alten Ansichten Band 2'

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19. Obwohl zur Gemeinde Limbach gehörig, hatten die Bewohner von Auschet, sicher auch lagebedingt, mehr Zug zu den Dörfern Michelbach und Nunkirchen. Kein Weg führte nach Limbaeh, wenn wieder einmal die Primsbrücke vom Hochwasser weggerissen war. Auf dem steilen Feldweg ins nördlich gelegene Nunkirchen gab es im Winter zwar Rutschpartien, die von den Schulkindern aber gern angenommen wurden, wenn sie die dortige Schule besuchen durften. Umso kurzweiliger war der Schulweg im Sommer. Unser Bild vermittelt uns einen Eindruck vom Reiz der Landschaft. Im Hintergrund sehen wir den Ort Nunkirchen mit den Ausläufern des Schwarzwälder Hochwaldes.

20. Das sind die achtbaren und ehrenwerten Männer des Kirchenbauvereins Nunkirchen, die Pastor Fuchs um sich geschart hat. Diesem Gremium gehören auch Michelbacher Alte Herren an, weil der Ort sich im Verband der Pfarr- und Kirchengemeinde Nunkirchen befand. In der hinteren Reihe, der 8. von links, steht Johann Müller aus Nunkirchen, der Vorsitzende des Kirchenbauvereins. Die Rückseite des vergilbten und brüchigen Fotos trägt den handschriftlichen Vermerk: Aufgenommen zu Michelbach am 26. April 189(3) durch Freiherr Egon von Zandt.

21. Auf den ersten Fotos vom Bahnhof Primsweiler sehen wir ein einfaches Stationsgebäude mit halbhohen Anbauten verschiedener Zweckbestimmung. Dieses Foto aus dem Jahre 1910 zeigt die West- also Bahnsteigseite. Das 1897/98 mit der Eröffnung der Strecke Lebach-Primsweiler-Wadern-Nonnweiler erstellte Bauwerk wurde nach der Einbeziehung der am 1. September 1901 eröffneten Strecke Primsweiler-Dillingen nach Norden um ein Stockwerk erweitert. Ein Vordach auf Stützpfeilern kam hinzu und der Wartesaal erfuhr eine Veränderung. Nach der freundlichen Auskunft von Frau Anna Pfitzer geborene Jaeckel sehen wir auf dem Foto von links, die Bahnbeamten Sauer (oder Krakoviak), Schröder, Vorsteher Rudolph im preußischen Gehrock, dessen Sohn Ernst, Caspari (Vater von Pitt Caspari) und Michael Jaeckel, der aus Kreuznach- Walhausen gekommen war.

22. Das ist der heute leider nicht mehr existierende Wasserturm des Bahnhofs Primsweiler. Trotz seiner Höhe lag der Wasserbehälter tiefer als die einfache Quelle oberhalb der Häuser von Primsweiler , von der die Freiïall-Leitung gekommen war. Den Stand der Füllung zeigte ein außen angebrachter Pegel an. Die Dampflokomotiven konnten zur Wasserübernahme an zwei Füllkranen rollen. Für die Wasserversorgung auch der Eisenbahnerhäuser war immer gesorgt.

23. Außen und Bettingen bildeten seit alter Zeit eine Pfarr- und Kirchengemeinde. So wie die Einwohnerzahl von Außen wuchs, vergrößerte sich auch der dortige Seelsorgbezirk. 1914 erteilte die Diözesanbehörde in Trier die Genehmigung zum Bau einer Notkirche. Die Planarbeiten und Kostenberechnung lagen bei dem Trierer Architekten Wirtz. Der Kostenanschlag war auf 72 000 Mark beziffert. Gebaut wurde auf dem Grundstück Koch, das nach dem Wegräumen von Brandschutt freigeworden war. Unser Bild zeigt einen einfachen Zweckbau mit überstehendem Satteldach. Von der Dorfstraße her war eine breite Treppe zu begehen. Im Vordergrund rechts sehen wir den Geißenstall vom 'Roten Kätt'.

24. Im Jahre 1919 kam der damalige Kaplan von Sulzbach, Carl Dahm, als amtlicher Seelsorger nach Außen und am 1. April 1920 wurde die ehemalige Filiale selbständige Kapellengemeinde. In ihrem anhaltenden Bestreben selbständige Pfarrei zu werden, gaben die Außener auch den Plan zu Bau einer großen Pfarrkirche nicht auf. Nach Plänen der Mainzer Architekten Becker und Falkowski legte die junge Kirchengemeinde am 31. September 1930 den Grundstein zum Bau der Kirche Sankt Marien auf dem Himmelberg. Es war ein regnerischer Herbsttag, wie unser Bild zeigt. Pastor Dahm wird assistiert von den Pastoren Rath, damals Diefflen und Pastor Friesenhahn, vormals Bettingen. Pastor von Bettingen war damals Michael Gregorius. Die Musikkapelle und Feuerwehr von Außen erkennen wir zwischen der Ansammlung von Regenschirmen, im Wettermantel mit Schirmmütze den schwergewichtigen Landjäger Bretz. Der Kirchenvorstand trägt Frack und Zylinderhut.

25. In einer Bauzeit von vier Jahren stand das neue Gotteshaus mit Glockenturm im Osten und eindrucksvollen Eckrisaliten am Torbau im Westgiebel. Seine Vollendung fand das Bauwerk in der Konsekration durch den Trierer Bischof Franz Rudolf Bornewasser am Sonntag, dem 28. April 1934.

26. Michelbach, seit alter Zeit im Verband der Pfarr- und Kirchengemeinde Nunkirchen, erhielt im Jahre 1739 durch Initiative und Tatkraft des honorigen und wohlhabenden Stifters Lang eine erste Kirche, eigentlich eine Kapelle, unter dem Patronat der 'Schmerzhaften Mutter'. Sie wurde konsekriert von dem Trierer Weihbischof Lothar Friedrich von Nalbach, unter Erzbischof Franz Georg von Schönborn (1729-1756). Der Festtag der Kirchweih oder Kirmes war der Freitag vor der Karwoche. Wenn der Genuß von Fleischspeisen den Christen in der Fastenzeit auch versagt war, so ließen sich die Michelbacher den Fisch umso lieber schmecken. Stockfisch in vielerlei Zubereitungsarten wurde und wird seither hier mit Lust verzehrt.

27. Auf hagenischem Grund wurde 1723 im Tal die Hüttersdorfer Pfarrkirche gebaut, als Nachfolgerin der baufällig gewordenen Eigenkirche auf dem Hügeloberhalb der Siedlung. Konsekriert wurde sie vom Trierer Weihbischof Lothar Friedrich von N albach (1730-1748). 1851 ist das Schiff erweitert und die Friedhofsmauer gesetzt worden. (Bild links.) Der Sockel des Altaraufsatzes, die Predella, soll vom Berg mitgenommen worden sein. Der Aufbau über dem Tabernakel, ein Meisterwerk der Bildschnitzer Guldner aus Berus, konnte, etwas geschlichtet, bis heute erhalten bleiben. Die stilwidrigen Assistenzfiguren - einfache Gipskörper , Maria und Johannes darstellend - wurden weggenommen. Der Guldnerentwurf ist ein Hochkreuz mit Christuskorpus und Strahlennimbus. In der Mitte der Sockelfront liegt medailliert ein Johannirerkreuz unter arabeskern Rankenwerk. (Rechtes Bild.)

28. Pastor LR. Anton Nicklas, heute Merchweiler (links im Bild) verdanke ich die Gruppenaufnahme vor der Pfarrhaus in Hüttersdorf. Mit Stola, Jubilar Johannes Schill, (1879-1969), von 1919 bis 1958 Pastor in Hüttersdorf, daneben Rudolf Oster, vormals Bettingen, Josef Henseler, zu derzeit Bettingen und Joseph Haan, vormals Außen. Mit dem Rücken zur Kamera sehen wir Lehrer Kar! Fuchs, Hüttersdorf.

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