Schmelz in alten Ansichten Band 2

Schmelz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lorenz Schmitt
Gemeente
:   Schmelz
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4880-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Schmelz in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Kostgänger, ein Wort, das schon im 16. Jahrhundert vorkommt, heißt hier soviel wie: 'Wir sind noch ledigen Standes, steeken die Füße unter den Tisch des Elternhauses, gegen Kostenbeitrag aus unserem Arbeitslohn von Grube und Hütte. Frau und Kinder machen uns so bald noch keine Sergen.' Junggesellen aus Hüttersdorf- Buprich in den Jahren kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Von oben, von links nach rechts: Peter Bellmann (Bielen), Jakob Lehnert, Nikolaus Reuter (Hirten Culle), Nikolaus Neusius, Matz Ruppert, Peter Leistenschneider (Backes), mit Schärpe, Nikolaus Jungmann, Henz Ruppert und Andreas Emanuel (Freisen Res). Sitzend: Josef Emanuel (Freisen Sepp), Nikolaus Klein (Hippchen Nikel), Nikolaus Jungmann (Leischners Kläs), Peter Jungmann (Leischners Pitt) und Peter Scherer (Hirten Petter).

40. 'Gasthaus & Handlung von H. Gerlach' so das Schild über der Tür. Das Haus hatte Heinrich Gerlach erworben, nachdem er als Handelsmann mit Solinger Stahlwaren aus dem Sauerland nach Hüttersdorf gekommen war. Es war eine gut florierende Gastwirtschaft mit Saal und Nebenräumen. Die ledige Schwägerin Katrin besorgte die Kolonialwarenhandlung, Knechte und Mägde die Landwirtschaft. Gerlach ließ Öd- und Brachland aufforsten, ließ aus seiner Privatschatulle Darlehen geben und PfandLeih-Geschäfte führen, Heinrich Gerlach zählte zu den Honoratioren seiner Zeit, Wir sehen ihn auf alten Fotos im Kirchenvorstand neben dem Pastor Pieper (1890-1910) sitzen, wie im Rat der Bürgermeisterei in Bettingen und Filialist der Kreissparkasse Saarlouis. In dieser fröhlichen Runde Kirmes feiernder Hüttersdorfer (etwa 1914) sehen wir Gerlach in der Gasthaustüröffnung links stehen.

41. Am 23. August 1680 übernahm der Graf Otto Louis von Hunolstein von seinem Oheim, dem Freiherrn Otto Philipp von Hunolstein, die Herrschaft Hüttersdorf nebst Hellenhausen. Er erbaute zu Hüttersdorf ein kleines Schloß, das er als Witwensitz für seine Gemahlin bestimmte. Graf Otto Louis starb 1727. Als 1780 an der Stelle dieses Gebäudes von den Nachfahren in der hunolsteinischen Herrschaft ein Hof- und Gerichtshaus erstellt wurde , blieb der Ökonomietrakt, zum Reimsbacher Weg, stehen. Dieser Teil des alten Schlosses, aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts, wurde als Scheune, Viehstall, Remise und dergleichen, auch von den später hier residierenden Pfarrherren genutzt. Erst bei Umbauten in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg fiel er endgültig der Spitzhacke zum Opfer. Das Wappenschild der Grafen liegt in einer Rocaille über der Eingangstür in seiner ursprünglichen Anordnung.

42. Die Remise im alten Teil des Herrenhauses diente der Hüttersdorfer Feuerwehr lange als Spritzenhaus. Zur Übung angetreten sind 15 Wehrmänner unter ihrem Hauptmann Emil Schütte. Zwischen sich haben sie die alte, 1860 angeschaffte Feuerspritze, die ihren Dienst noch tat, obwohl ihre Holzteile angekohlt worden waren, als sie bei einem großen Schadenfeuer in der Hitze gestanden hatte. Die tüchtigen Männer, soweit ihre Namen noch ermittelt werden konnten, von links: Gustav Müller (Geiersch Gus), 1, Andreas Emanuel (Freisen Res), 1 Matthias EngstIer (Geisweiler Teis), Franz Groß (Witfrauen Franz), 1 Gustav Schütte (Schütte Pat), Angel (Eisenbahner), Henz Herrmann (vom Krämer), Matthias Paulus (Rosenbams Teis), Emil Schütte, Peter Weyand, Heinrich Cochems, Nikolaus Steimer (Kritis Kläs) und J ohann Emanuel ( der Freis).

43. Das Stammhaus Grimm in Hüttersdorf und die Nachbarhäuser, wie sie früher standen am unteren Teil des Mühlenbaches. Links, heute nicht mehr vorhanden, 'Hänrichen Haus' Stammhaus Schreder. Rechts Schamné- und Thels-Haus, 'Grimmen Haus' wurde 1848 auf alten Fundamenten von Peter Grimm aus Thalexweiler und Susanna geborene Wilhelm aus Hüttersdorf, erbaut. Die Nachfahren bewohnen es, etwas baulich verändert, heute noch. Der früher oft über seine flachen Ufer hinausschießende Mühlenbach wurde 1928129 von Peter Croon, sen., Hüttersdorf, kanalisiert und betoniert. Am 17. März 1945, als die Primsbrücken von Michelbach und Schmelz gesprengt worden waren, suchte die Panzervorhut General Pattons durch die schmale Gasse der 'Hoschtert' die noch heil gebliebene Primsbrücke zu erreichen. Die Brücke hielt stand, aber die Gleisketten der Kampfwagen mahlten den Beton der Bachmauer kraus und klein.

44. Bei der Kanalisierung des Mühlenbaches im Unterdorf mußte die bisherige einfache Furt überbrückt werden. Auf den Seiten der Brückenbahn setzten die Betonarbeiter - Einschaler war der aus dem Bayerischen gekommene Fritz Tranßneck - je drei Pfeiler, in die als Geländer zwei Rundeisen eingelegt waren. Die Kinder nahmen diese sogleich als Turn- und Schaukelstangen an. Mit dem Rücken zu den Pfeilern ließ sich unermüdlich Bäumchen-wechsle-dich spielen. Thels-Amei (Annemarei Riehm geborene Baldes) auf dem Heimweg aus der Kirche, hält noch ein Schwätzchen mit Rosenbams-Kätt (Katharina Paulus geborene Engstier) als Nachbar Wenzel auf den Auslöser der Kamera drückt. Vom Mühlenbach sieht man heute nichts mehr. Er ist wie die Nahe in Oberstein mit Eisenbetonplatten zugedeckt.

45. 'Sandgraben' ist eine Flur- und Ortsbezeichnung im Bettinger Dorfteil Goldbach. Im Jahre 1927 besorgte sich Jakob Conrad die Konzession für den Getränkeausschank in seinem Haus am Sandgraben. Gäste aus der Nachbarschaft und die Familie Conrad stellten sich vor dem Haus zur Aufnahme. Von links: Josef Schmitt, Haustochter Maria, später Frau Schwarz, Josef Klauck (Dreihausen), Johann Bauer, Anna Brill aus Hüttersdort, spätere Frau Conrad, im Fenster links unbekannt, rechts Mutter Conrad, in der Reihe Jakob Bambach, genannt 'Hirten Jäb', Anna Conrad, später Frau Emanuel, Peter Schäfer, Kind Karl Conrad, in der Türöffnung Jakob Lenhof, Nikolaus Conrad, späterer Wirt, Franz Bambach, Hanne Bernarding (Wilms) mit Kind, Jakob Conrad (Vater) und Erwin Scheid. Das Foto ist aus 1927/28.

46. 'Christern Hanni', Johann Krämer und seine (2.) Frau Maria geborene Ney aus Labach-Reisweiler stellen sich mit den Kindern vor ihrem Stammhaus am Bielenberg in Buprich dem Fotografen. Mutter Maria trägt Tochter Johanna auf dem Arm. Neben ihr steht Katharina Krämer, spätere Frau Emanuel, daneben Josephine Krämer, spätere Frau Berg. An Schwester Gretel schmiegt sich Brüderchen Hermann. Selbstbewußt in kurz-langen Hosen steht Peter Krämer.

47. Ein schönes Bauernhaus war 'Schnallen-Haus' in Limbaeh. Der 'Schnallen Mattheis' war das, was man heute einen Sattler nennen würde. Er fertigte aus Leder alles, was RoB und Reiter, Bauern und Fuhrleute, brauchten: Sattelzeug, Steigriemen mit -bügeln, Zuggurte und Kummete für Pferd- oder Kuhgespann, Halfter, Beiriemen, Schwanzriemen und allerlei Gürtel, Weil an solchem Lederzeug auch meistens Schnallen waren, erhielt und behielt der einzige Handwerker dieses Faches am Ort der Zusatznamen 'Schnallen-Mattheis'. Großmutter, Mutter und Kinder schauen folgsam in die Kamera. Die Hühnerleiter vor der Lucht ist noch in Gebrauch. Ebenso sehen wir, es ist noch in der Zeit der Feldbestellung, denn die beiden Eggen sind nicht im Winterquartier.

48. Selbst nach Aufteilung des Grundeigentums der landbesitzenden Familien unter ihre oft zahlreichen Kinder blieben noch so viele Parzellen, daß es für die Familien der Bergmänner, Hüttenleute und Handwerker in unseren Dörfern noch reichte für eine Heuwiese, und einen Kartoffel- und Brotgetreideacker. Man sagte, diese Menschen sind gegen Krisen gefeit. Sie sinken in Zeiten wirtschaftlicher Flauten nicht ab ins Proletariat. Bild oben: Das Kleinbauernhaus Warken im Unterdorf. Bild unten: Das Bergmanns-Bauernhaus der Familie Groß in der Wiesenstraße in Hüttersdorf. Im Fenster: Die Hausfrau, Mutter Groß, davor: Jakob Kallenborn, Theo Schreder, Gretel Kallenbom mit Emma Schreder. In der Türöffnung: Maria Kallenborn geborene Groß (Metzen Mari), Klara Jäckel, Elia Jäckel, Frau des Jakob Groß, auf dem Arm Tochter Mia und Frau Gretel Groß geborene Neusius, auf dem Arm SohnWilli.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek