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Schmölln in alten Ansichten Band 1

Schmölln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Günter Schneider
Gemeente
:   Schmölln
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5169-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schmölln in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Schmölln liegt im eingeschnittenen Tal der Sprotte. Diese erhält ihren Wasserzufluß aus über 25 kleinen und größeren Quellbächen, die aus dem etwa 300 m hohen Ausläufern des Vogtländischen Berglandes kommen. Ab Lohma ist die Sprotte ein vereinigter Nebenfluß der Pleiße. Sie hat im Stadtgebiet von Schrnölln, besser eigentlich bis Saara, ein großes zusammenhängendes Buntsandsteingebiet durchschnitten. Rechts und links an den Talrändern sind an verschiedenen Stellen Sande und Kiese aus der Buntsandsteinzeit, des Tertiär und aus dem Diluvium teilweise als feste und loekere Konglomerate offenliegend zu sehen. Die feste Form des unteren Buntsandsteines, der Sandstein selbst, liegt an der Felsengruppe der 'Bastei' offen, die lockere Form in den zahlrcichen Sand- und Kiesgruben um Schmölln. In der Elster-Eiszeit war unser Gebiet vollständig unter Eis begraben. Zu dieser Zeit entstanden die Glazialkiese am Wartenberg und die Lößablagerungen in den ehemaligen Ziegeleien am Kummerschen Weg und am Sportplatz an der Sommeritzer Straße.

Schmölln liegt auf der geographischen Breite von 50°53' und auf der östlichen Länge von 12°20'. Meßpunkt die Fahnenstange des Ernst-Agnes-Turmes auf dem Pfefferberg. Die Höhenmarke am Schmöllner Bahnhof an der Bahnsteigseite zeigt 211,143 Meter über Normalnull an.

Durch Schmölln führt die Eisenbahnhauptstrecke Dresden-Kassel und als Straßenverbindung die Fernverkehrsstraße F 7. Die nächste Autobahnauffahrt befindet sich in 9 Kilometer Entfernung in Richtung Ronneburg, diese Autobahn ist eine Ost-West-Verbindung in Deutschland und erreicht schon nach 36 Kilometern die Nord-Süd-Autobahn von Berlin nach München am Hermsdorfer Kreuz.

Um die Stadt liegen mehrere kleine Waldungen wie die Lohsen, der Pfefferberg, der Stadtwald, der Hain, die Köthel und der Schreiber. Ab westlichem Ortsausgang beginnt dem Sprottental entlang bis Posterstein auf einer Fläche von 562

Hektar ein interessantes biologisch-geologisches Landschaftsschutzgebiet.

Zur Geschichte der Stadt Schmölln wäre zu sagen, daß etwa zehntausend Jahre vor der Zeitrechnung die Gegend um Schmölln schon besiedelt war. Das bezeugen Funde aus der mittleren Steinzeit, die bei einem Hausbau zwischen Goetheplatz und Coßwitzanger zu Tage traten. Auch liegen Wohngrubenfunde aus der jüngeren Steinzeit in den Ortsteilen von Zschernitzsch und Nitzschka vor. Eine ergiebige Fundstätte dieser Zeiten war auch die Sandgrube auf dem Wartenberg in Schmölln. Spärlicher sind die Siedlungsnachweise aus der folgenden Bronze- und der Eisenzeit mit wenigen Fundstücken unter anderem mit einer gut erhaltenen Lappenaxt.

Um die Zeit der Völkerwanderung, im 4. bis 7. Jahrhundert n. Chr., entstand durch abziehende germanische Stämme hier ein Siedlungsvakuum. In diesem Freiraum siedelten sich slawische Völkergruppen an, die Namen der Schmöllner Ortsteile erinnern noch heutigen Tages daran. Das trifft auch für Schmölln zu, denn in der ersten urkundlichen Erwähnung durch Kaiser Heinrich IV. 1066 steht: 'Abbatia (Abtei) Z MUL N A.' Sehr wahrscheinlich geht dieser Name auf das slawische Wort 'zrnulne' für Hummel (eine Gottheit) zurück, andere Chronisten bringen den Ortsnamen mit dem Wort für Pech oder Teer = 'smola' oder Schilf 'srnelna' in Verbindung.

Im 9. und 10. Jahrhundert drangen deutsch-flämische Siedler mit ihren Lehensherren in das Gebiet östlich der Saale ein. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird hier in Schmölln ein Graf Bruno genannt, der auf dem Pfefferberg ein Kloster gründete. Wegen der abweisenden Haltung der ansässigen Slawen mußte dieses Kloster zurück an die Saale verlegt werden (heute Schulpforta). Dadurch erhielt der Bischof von ZeitzlNaumburg im Austausch großen Landbesitz um Schrnölln, die weltliche Gewalt gab er in Form von

Verlehnung an die Wcttiner , die späteren Markgrafen von Meißen, ab. An deren Stelle traten zu Anfang des 14. Jahrhunderts die Vögte von Plauen, Reußen genannt, die dann auch zwischen 1324 und 1329 Schrnölln zur Stadt erhoben. 1397 fiel das bischöflich-naurnburgische Lehen durch Kauf wieder an die Markgrafen von Meißen zurück und ging somit an 'Obersachsen '.

1410 kam Schmölln infolge von Gebietsabrundungen als Tauschobjekt nochmals an die Reußen, die es verpfändeten und durch Nichteinlösung der Summe an Sachsen verloren. Im 15. Jahrhundert wurden unter den kurfürstlich-sächsischen Nachkommen die Länder neu verteilt. Schmölln kam zu dem Thüringer Teil der sächsischen Länder. Während eines Hussitendurchzugcs in dieser Zeit brannte die Stadt zum größten Teil nieder. 1485 erfolgte die nächste Landesteilung in die sächsisch-ernestinische und in die sächsisch-albertinische Linie. Schmölln gliederte man in den ernestinischen Teil ein. Nach der Reformation und dem verlorenen Schrnalkaldischen Krieg zerfiel 1603 der Gesamtbesitz der ernestinischen Lande in mehrere kleine Fürstentümer. Schmölln kam zum Reichsfürstentum Sachsen-Altenburg und 1672 durch Zusammenlegung zum Fürstentum Sachsen-Gotha-Altenburg. Bei der Neuaufteilung der kleinen Thüringer Fürstentümer wurde Altenburg wieder 1826 selbständig unter der Herrschaft des ehemaligen Fürsten von Hildburghausen. Schmölln nannte sich nun bis zur Abdankung der Fürsten 1918 'Schmölln Sachsen-Altenburg' .

Speziell zur Schmöllncr Stadtgeschichte wäre hinzuzufügen, daß im Oktober 1772 ein großer Stadtbrand das Zentrum Schmöllns und die westliche Vorstadt zerstörte.

Mit der Einweihung der Eisenbahnlinie Gößnitz-Gera im Dezember 1865 begann im darauffolgenden Jahr verstärkt die Industrialisierung mit dem Bau der Spinnerei und der ersten Knopffabrik. In den folgenden Jahren stieg durch die

Ansiedlung verschiedenartiger Industriezweige die Einwohnerzahl sprunghaft an, denn während man 1860 nur 4286 'Seelen' zählte , waren es 1890 bereits 8 707 Seelen und 1930 13379 Einwohner, heute zählt die Stadt etwas über 12000 Bewohner. In zwei Weltkriegen des 20. Jahrhunderts erlitt die Bevölkerung von Schmölln erhebliche Verluste an Menschenleben,

Territorial erfolgte 1920 die Klein-Thüringische-Lösung durch den Zusammenschluß der ehemaligen kleinen Fürstentümer zum Land Thüringen und 1945 die Groß-Thüringische-Lösung unter Einbeziehung provinzial-sächsischer und hessischer Landesteile. Bei der angeordneten Neuaufteilung der Länder, 1952, in der ehemaligen DDR in Bezirke, wurde Schrnölln Kreisstadt im Bezirk Leipzig. Nach einer Volksbefragung im Jahre 1990 entschied sich die Bevölkerung von Schmölln überwiegend nicht für Sachsen sondern für Thüringen, einem der fünf neuen Bundesländer im vereinigten Deutschland.

Die nun folgenden Ansichten von Schmölln wurden unter hunderten aus den Privatsammlungen von Dieter Brieger und Günter Schneider ausgewählt nach den Gesichtspunkten, daß die Aufnahmen aus 'Großvaters Zeiten zwischen 1880 und 1930 sein sollten und nach Möglichkeit Blickpunkte bieten, die heute, 1991, nur mit erheblichen Veränderungen sich darstellen. Die Texte zu den Bildern und der Einleitung stammen von Günter Schneider, der als Quellen Aufzeichnungen von Johann Gottlob Schmidt, Karl Höhn, Armin Basedow, Rudolf Seyfarth, Ernst Kirste , William Zschemisch und eigene Aufzeichnungen benutzte.

Wir wünschen Ihnen bei der Betrachtung der Bilder viel Freude.

Schmlliln. ThDringen. B ick v. Ernst-Agnes-Turm.

1. Bliek vom Ernst-Agnes-Turm über die Stadt Sehmölln kurz nach der Jahrhundertwende. Eine Postkarte aus dieser Zeit und mit dieser Ansicht faßt in Versfarm die damalige Industrie wie folgt zusammen:

Uhrgehäuse, Holzpantinen, Lederriemen. Knopfmaschinen, Wäsche sogar aus Papier, gutes Schmotlner Aktienbier, Selters, Schnäpse und Cigarr'n, Nägel, Bürsten wolfnes Garn, schone Schuhe, Posamenten, Knöpfe fast an allen Enden, Kisten, Karten, Tabaksdosen, Cartonagen, sonstige Chosen findt der Käufer fern und nah in dem Schmöl/ner Afrika!

2. Das Rathaus, in ihm war sicherlich das älteste Wirtshaus der Stadt. Wann die Gastwirtschaft 'Zum Ratskeller' entstand. läßt sich nicht genau sagen, doch wird sie schon 1514 in einer TranksteuerRechnung genannt, zweifellos im Keller, wie schon der Name sagt. 1835 richtete der damalige Pächter ein Gesuch an den Rat, um einen Tanz- und Konzertsaal im Obergeschoß einrichten zu können. So kam der 'Ratskeller nach oben. Erst ab 1927 gab es im Keller die Gastwirtschaft 'Biertunnel' und im ersten Geschoß die Gastwirtschaft 'Zum Ratskeller'. Die Häuser rechts vom Rathaus wie sie vor dem Brand der oberen Marktseite 1897 aussahen. Das an das Rathaus angrenzende Haus entstand im ausgehenden Barock mit zweiseitigem Aufgang und dreifachem Dachboden. Links vom Rathaus das damalige Spritzen- und Wachhaus.

3. Die Schmöllner Stadtkirche 'St. Nicolai'. Erstmalig am 31. März 1269 wird in einer Urkunde von einer Parochialkirche in Schrnölln geschrieben, aber erst 1528 erscheint der Name 'sancti nicolai'. Nach der Zerstörung der Stadt durch die Hussiten Ende des Jahres 1430 hören wir drei Jahrzehnte später von der Errichtung eines neuen Gotteshauses. Diese Hallenkirche St. Nikolaus war 1499 im spätgotischenStil vollendet. Bis zur Reformation, die 1528 in Schmölln zur Einführung kam, besaß die Kirche 12 Altäre. Damals hatte sie einen mit Schiefer gedeckten hohen spitzen Turm und auf dem Dach des Kirchenschiffes einen spitzen Dachreiter. Als dann am 19. Oktober 1772 beim großen Stad tb rand die Kirche stark beschädigt wurde, mußte das Gewölbe des Schiffes abgerissen werden und der Turm erhielt seine heutige Form.

4. Die im Mai 1784 eingeweihte Orgel in der Stadtkirche 'St. Nicolai'. Den Auftrag zum Bau dieser Orgel erhielt der Orgelbauer Joh. Christoph Dinger aus Großbrembach bei Buttstädt, weil er ein verhältnismäßig billiges Angebot machte, denn man hatte nach dem Brand von 1772 wenig Geld; die ganze innere Stadt mußte wieder aufgebaut werden. Die Orgel hatte einen geschnitzten barocken Prospekt, elf Stimmen im Hauptrnanual, zehn im Obermanual und fünf im Pedal. Sie kostete damals 1 830 Taler. Der Spieltisch war unmittelbar an der Orgel, an ihm sitzt der langjährige Organist und Oberlehrer Florus Kertscher. der 1932 zum Kirchenmusikdirektor ernannt wurde. Die im Bild zu sehende Orgel kam am 10.-12. Aprill917 zum Abriß, um der heute noch bespielten größeren Orgel der Firma Jehmlich, Dresden, Platz zu machen.

5. Die untere Marktseite in Schmölln. Es gab um das Jahr 1880 noch keine Verkaufsstellen mit großen Schaufenstern, gehandelt wurde in sogenannten Ladenstuben. Markt 32 Burkhardt und Markt 26 Kneipel, zuletzt Schuhhaus Schneider, sind noch die alten kleinen Häuser. Einige Häuser wie Schulze Nr. 33 und Vogel Nr. 30 sind noch nicht aufgestockt. In der Marktmitte steht der fünfarmige Kandelaber von 1866. Der Marktplatz ist noch eingekiest, nur von der Ecke MarktstraBe zur oberen Marktseite ging ein etwa zwei Meter breiter kopfsteingepflasterter Fußweg quer über den Markt. Erst im Jahr 1934 erhielt der Markt eine unterschotterte Asphaltdecke. In Abständen waren an den Häusern Gaslaternen als Straßenbeleuchtung.

Schmölln, S.-A.

Wochenmarkt.

6. Der Marktplatz von Schmölln hat seit dern großen Stadtbrand von 1772 die ansehnliche Länge von 193 Metern. Ab der Marktstraße nach dem Oberen Tor zu standen in der Mitte des westlichen Marktreiles noch 6 kleine Häuser, die nach dem Brande nicht wieder aufgebaut wurden. Vor dem Genschelschen Friseursalon und dem Grellerschen Haus lag der Neumarkt. Optiker Reinhardts Haus (links) ist von dem vormaligen Besitzer Knorr noch nicht neu gebaut worden. In der Mitte steht der gußeiserne GasKandelaber, geschenkt vorn Erbauer der Gasanstalt Th. Weigel. Urn ihn herum fanden zweimal wöchentlich Wochenmärkte statt, wie auf dem Bild zu sehen ist. Von den um Schmölln liegenden Dörfern karnen die 'Höken' und boten landwirtschaftliche Produkte an. Auch örtliche Fleischerrneisterverkauften in kleinen Buden ihre Waren.

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7. Die östliche Stirnseite des Schmöllner Marktplatzes während eines Wochenmarktes, zu dem die 'Höken' mit Handwagen, teilweise noch in der 'Marche' kamen, wie auf dem Bild zu sehen ist. Links das Haus Markt 41, in dem Schellenbergs über Generationen seit etwa 1800 eine Bäckerei berrieben. Kar! Richard Schellenberg. der vor der Ladentür steht, übernahm das Haus mit Bäckerei 1897. Rechts das Haus Altenburger Gasse Nr. 1. In diesem und dem ScheIlenbergschen Haus befanden sich im Erdgeschoß bis 1867 Arkaden oder 'Marktlauben' unter denen vor Regen geschützt die Höken aber auch zeitweise die Fleischer ihre Waren feilboten. Wegen der Zumauerung eben dieser Lauben und Einbeziehung in die Häuser hatte der Vorbesitzer der Barbier Simon Böttner laufend Streit mit dem Rat, der bis zur Tätlichkeit ging.

8. Die zweimal jährlich in Schmölln abgehaltenen Jahrmärkte erfreuten sich regen Zuspruchs der Bevölkerung von nah und fern. Um die Iahrhundertwende reichte der Marktplatz dazu nicht aus, so daß bis in die angrenzenden Straßen hinein die Verkaufsbuden standen. Im Bild die Altenburger Straße, jetzt Gößnitzer Straße. Bemerkenswert ist die Bekleidung der Frauen im Vordergrund, rechts zwei Damen aus der Stadt mit damals modischen Kleidern und Hüten. In der Mitte eine Frau in Altenburger Tracht 'Marche' genannt. Besonderheiten dieser Tracht sind: das eng anliegende Kopftuch mit Flügeln, der unförmige steife Brustlatz aus Pappe, das bausehärmelige Jäckchen , der knielange in steife Falten genähte Rock, darüber die weite Schürze und eine unter dem Kinn gebundene große Schleife.

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