Schmölln in alten Ansichten Band 2

Schmölln in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Günter Schneider
Gemeente
:   Schmölln
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6532-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schmölln in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Vor sieben [ahren erschien der erste Band 'Schrnólln in alten Ansichten' mit 76 Fotos oder Postkarten aus Großvaters Zeiten über die Stadt Schmölln in Thüringen. Da dieser erste Band angesprochen hat und so gut wie vergriffen ist, folgt nun, 1998, ein zweiter Band mit anderen alten Motiven und Informationen über Schmölln. Ich hoffe, daß Ihnen dieser zweite Band genauso viel Freude bereitet wie der erste.

Um mich nicht bei ähnlichen Ansichten zu wiederholen. habe ich mich manchmal im Text auf den ersten Band bezogen. Ich habe auch versucht in dem mir vorgegebenen Textumfang soviel wie möglich Informationen zu den Ansichten zu ûbermitteln, wenn auch zu manchen Motiven noch viel mehr gesagt werden könnte.

Im ersten Band habe ich bei der Einleitung unterAusnutzung der vorgegebenen Textlänge in groben Zügen über die Stadtgeschichte von Schmölln berichtet. So will ich in der Einleitung des zweiten Bandes der Historiker von Schmölln gedenken, die viel zur Aufhellung der Stadtgeschichte beigetragen haben und deren Arbeiten ich auch, außer meinen eigenen Forschungen und Aufzeichnungen, als Quelle der beiden Bände benutzen konnte. Da wäre Herr Rektor Rudolf Seyfarth mit seiner 'Geschichte der Stadt Schmölln in Thüringen' 1 938 beim Verlag Paul Seyfarth, Schmölln, erschienen. Dazu kommen seine vielen heimatgeschichtlichen Veröffentlichungen in den Lokalzeitun-

gen. Eine ortsgeschichtliche Quelle sind auch seine über [ahre, Monat für Monat hinweg bis 1947, in Maschinenmanuskript vorhandenen persönlichen Aufzeichnungen und Tagebuchblätter.

Desweiteren Herr Lehrer Karl Höhn mit seinem Buch 'Geschichtliche Entwicklung des gewerblichen Lebens der Stadt Schrnölln', Druck von Hermann Böckel, Schmölln, 1892. Auch er veröffentlichte viele geschichtliche Artikel in den Lokalzeitungen. Zu gedenken ist auch an den Pfarrer Armin Basedow, der mehrere Vorträge im Geschichts- und Altertumsforschenden Verein Schmölln hielt und auch einige Artikel in der Lokalzeitung und deren Beilage veröffentlichte. Er ist zwar nicht mit einem Buchdruck in Erscheinung getreten, aber sein umfangreicher handschriftlicher Nachlaß ist eine Fundgrube für Schmöllner Heimatforscher, vor allem seine Urkundenabschriftensammlung von Schmölln; dieser Nachlaß befand sich zuletzt beim aufgelösten Kulturbund in Schmölln.

Auf dem Gebiet der Geologie hat sich Herr Rektor Ernst Kirste um die Geschichte der Stadt Schmölln verdient gemacht. Sein 1925 erschienenes Büchlein 'Der geologische Aufbau von Schmölln und Umgebung', Druck bei Hermann Böckel, Schrnólln, ist der Vorläufer seines Buches 'Landeskunde der Kreise Altenburg und Schmölln des Bezirkes Leipzig', gedruckt bei der Volksdruckerei Altenburg , 1 956.

Nicht vergessen werden dürfen der zweite Band 'Geschichte der Kirchen und Schulen des Herzogtums Sachsen-Altenburg' von Kirchenrat Dj.Löbe und Superintendent und Kirchenrat E. Löbe, Druck und Verlag Oskar Boride, 1 887, in Altenburg und der erste Band der 'Bau- und KunstdenkmälerThüringens' von Prof Dr. P. Lehfeldt, Verlag von Gustav Fischer, [ena, 1895.

Zu erwähnen wäre auch der Heimatforscher [ohann Gottlob Schmidt, Bücherschmidt genannt, der von 1805 bis 1867 in Schmölln wohnte, er hielt in Skizzen die Ausgrabungen der Klosterkirche auf dem Pfefferberg fest und verfaßte ein Buch 'Das Pleißenland in seinen historischen Denkwürdigkeiten', gedruckt 1841 von Hochhausen in Ronneburg; wenn auch heute inhaltlich einiges anders gesehen wird, muß man bedenken, daß die Historiensicht aus der ersten Hälfte des 19. Iahrhunderts stammt. Um diese Zeit, 1843, entstand die Sammlung der 'Kirchengalerie ' , die auch einen größeren Abschnitt über Schmölln enthält. Der Geometer William Zschemisch aus Weimar, ein geborener Schmöllner, hat in den 1 95 Der [ahren zwei umfangreiche Bände als Maschinenmanuskripte erarbeitet, einmal die 'Kirchenchronik der Stadt Schmölln' und zum anderen 'Aus Vergangenheit und Gegenwart der Stadt Schmölln' . Zur Geschichte von Schmölln gehören auch die beiden Bändchen 'Schmöllner Bilderbuch ohne Bilder' von Ernst Enke, Druck 1928 und 1929 bei Hermann Böckel, Schmölln.

Es gibt noch eine ganze Reihe von Schmöllner Heimattorschern, die mit den verschiedensten Geschichtsthemen an die Öffentlichkeit getreten sind und mehr oder weniger zur Erforschung der Schmöllner Vergangenheit beigetragen haben. Auch ihrer sei gedacht, ohne sie hier namentlich aufzuführen.

Ich möchte nicht nur die in den zwei Bänden 'Schmölln in alten Ansichten' genutzten schriftlichen Quellen erwähnen, sondern auch die Fotoplattensammlung von Herrn Kurt Plaul, der in Schmölln manchen reizvollen Winkel im Bild festhielt, ebenso die vielen Bildreproduktionen auf Fotoplatten van Herrn Alfred Naumann, der dadurch manche vergilbte alte Fotografie erhielt. Es ist erfreulich, daß auch in der jetzigen Zeit einige Schmöllner an der Erforschung der Stadtgeschichte arbeiten, um den nachfolgenden Generationen die vergangenen Zeiten in Erinnerung zu bringen.

Günter Schneider

1 Der Goetheplatz zu der Zeit als er noch Bismarckplatz hieß, vorher sagte man 'am Entensee " im Volksmund ' Antensee' , dazu. Es lag hier ein kleinerTeich, auf dem sich sicher die Enten tummelten. Der eingezäunte Baum in der Mitte des Platzes - er steht heute nicht mehr - wurde zu Ehren des deutschen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck gepflanzt, der gleichzeitig die Ehrenbürgerschaft der Stadt Schmölln angetragen bekam. Diesen Blick auf die Stadtkirche St. Nicolai, die beiden Pfarrhäuser und die Stadtkirchnerei bezeichnet man als 'Schmöllner Malerwinkel ' . Von diesem Motiv gibt es außer unzähligen Fotografien und Postkarten auch

einige Gemälde, Zeichnungen und Holzschnitte. Heute ist der Blick noch reizvoller, da am Anfang des 20. [ahrhunderts das Fachwerk sichtbar gemacht wurde. Im 1 8. jahrhundert bezeichnete man

diese drei Häuser der Kirchgemeinde von links nach rechts mit Archidiakonat, Diakonat (heute Stadtkirchnerei) und Adjunktur oder Oberpfarre (Pfarrgasse 1 7) .

2 Bliek vom Sängerhäuschen aus über den Ostteil der Stadt Schmölln. In der Mitte vor dem noch unbebauten Wartenberg die 1912 erbaute katholische Kirche. Links die Villa im Hausmühlengarten, dahinter das erweiterte Mûhlengebäude mit hohem Schornstein für den Dampfbetrieb. Hinter diesem steht das ehemalige Produktionsgebäude der 1865 gegründeten Schmöllner Zahn- und Nagelbürstenfabrik Friedrich [ahn, die ihren Betrieb später in die Sommeritzer Straße verlegte. Die Zahnbürstenfabrikation gibt es in Schmölln etwa seit 1840. Im Laufe der Iahre entstanden aus kleinen Anfängen

sieben Zalmbürstenfabriken. Rechts unten der alte Tennisplatz an der Gartenstraße, auf der anderen Straßenseite die noch heute bestehenden Villen von Donath und Müller. In der Mitte des rechten Bildran-

des der Giebel des Seitenflügels der Spinnerei. Die Panoramafortsetzung nach rechts bzw. nach Westen im nächsten Bild.

3 Die westliche Fortsetzung des vorhergehenden Bildes; in der Mitte der Gebäudekomplex der Strickgarnspinnerei von Schulze & Co. Der Betrieb begann hier seine Fabrikation 1866, während die Gründung 1838 durch Leopold Schulze in Altenburg erfolgte. Der Grund, daß der Zweigbetrieb nach Schmölln verlegt wurde, waren der Gleisanschluß an die Eisenbahn, das am Betriebsgelände vorbeifließende Wasser und das Arbeitskräfteangebot, das durch den Niedergang der Weberei in Schmölln vorhanden war. Am 1. Dezember 1923 ging das Unternehmen in den Besitz der Firma Heinrich Dietel A.-G. in Wilkau über und am

1. Oktober 1928 in den der Wollgarnspinnerei J. G. Schmidt jun. SöhneA.-G. in Altenburg-Kotteritz. Bis dann während des Zweiten Weltkrieges wegen der Bombardierung des Rheinlands Teile

der Firma Rohde & Dorrenberg, Düsseldorf-O berkassel, Spezialbohrer- Werkzeug und Maschinenfabrik hier nach Schmölln in die 'Spinnerei' verlegt wurden, Zu DDR-Zeiten nannte sich der Betrieb

Präzisions- Werkzeugfabrik Schmölln, kurz PWS.

4 Die Glocken der Schmóllner Stadtkirche St. Nicolai hatten eine wechselvolle Geschichte. Als beim Stadtbrand 1772 derTurm ausbrannte, stürzten die drei Glocken herab und zerschellten. Sie wurden neu gegossen und riefen am 5. Oktober 1800 das erste Mal wieder zum Gottesdienst. Über ein Iahrhundert später, im Juli 191 7, wurde die Große Glocke zerschlagen und fiel der Kriegsproduktion zum Opfer. Erst in den dreißiger [ahren war es der Kirchgemeinde möglich, eine neue große Glocke von der Firma Schilling in Apolda zu kaufen. Am 25. Oktober 1933 zog man sie auf den Turm, wie das Bild zeigt. Nach einem jahrzehnt mußten diese und die mittlere Glocke wegen des Zweiten Weltkrieges zerschlagen und abgegeben werden. Am 12. Juli 1953 war es möglich, zwei von Schilling

gekaufte Glocken zur Vervollständigung des Geläutes wieder im Turm aufzuhängen. Hoffen wir, daß dieses Geläut nie wieder durch Krieg zerstört wird. Mehr über die Kirche St. Nicolai im Text zu Bild 3 im ersten Band.

5 Durch Zuzug im Verlauf der Industrialisierung erhöhte sich auch in Schmölln die katholische Bevölkerung besonders Ende des 19. [ahrhunderts. Deshalb richtete sich die katholische Kirchgemeinde 1902 in der Schulstraße eine Notkapelle ein. 1908 erwarb sie ein eigenes Grundstück auf dem Lindenberg, um darauf eine Kirche zu erbauen. Schmöllner und auswärtige Spenden und Stiftungen ermöglichten sehr schnell das Bauvorhaben. Geplant war die Kirche mit zwei kleineren Türmen, wurde aber mit einem dafür größeren Turm von der Stadtverwaltung genehmigt. Der Leipziger Architekt Lohmer lieferte den Entwurf Am 5. November 1911 erfolgte die Grundsteinlegung und die Benediction (Einweihung)

am 18. August 1912 auf den Namen 'Maria immaculata'

(unbefleckte Maria). Das Bild zeigt die Kirche unmittelbar nach ihrer Fertigstellung, denn die 1927 erbaute Reichspost steht noch nicht auf dem Cosswitzanger und die Linden auf dem Lindenberg sind noch nicht so umfangreich wie heute,

6 Bliek über den Schillerplatz. Es muß 1902 aufgenommen sein, denn der Rathausturm ist eingerüstet. Das neue Bankgebäude der Adca Ecke Mittelstraße- Bahnhofsplatz steht noch nicht, sondern Kirmsens Schokoladengeschäft mit links anschließendem Eichlerschem Fotoateller. Siehe auch Text zu den Bildern 1 8 und 1 9 des ersten Bandes. Bei Bild 20 ist das Leineweberhaus beschrieben, das hier hinter den geöffneten Bahnschranken noch zu sehen ist. Die Buchen in der Schillerplatzanlage sind noch verhältnismäßig klein. Am linken Bildrand die Buchdruckerei Hermann Böckel, die jahrzehntelang das 'Schmöllner Tageblatt' heraus-

gab. Mehr darüber zum Bild 34 im ersten Band. Rechts daneben das neugebaute Konsum-Wohngebäude am Bahnhofsplatz noch ohne Schaufenster. Im Vordergrund die Uferböschung der Sprotte.

Schwacherkennbaristrechts neben der Stadtkirche das große Windrad an Iahns Wasserbehälter am Kummerschen Kirchsteig.

L

7 Ein Bliek vom Wohntürmehen des Bankgebäudes in der Mittelstraße über den östlichen Teil des Brückenplatzes zum Pfefferberg. Unten rechts der Schillerplatz, der früher zu Jahrmarktszeiten als Rummelplatz diente, bis dann 1895 die Schillerplatzanlage entstand. Der [ahrmarktsrurnmeI wurde danach auf den Brückenplatz verlegt und später auf den Cosswitzanger, zuletzt auf den Sportplatz am Brauereiteich. Das in der Anlage stehende Denkmal vom deutschen Kaiser Wilhelm 1. wurdeam 19.August 1895 enthüllt. Ende Februar 1946 entfernte man das Standbild und führte es der Verschrottung zu. Nur der Sockel blieb vorerst stehen, der nun den

Namen Friedrich Schillers trug. Am Ende der DDR wurde auch er entfernt. Im Bild über dem Kaiserdenkmal die Knopffabrik Valentin Donath, sie wurde 1872 gegründet. Auf dem Brückenplatz steht

noch die Eckbebauung zur Mühlgasse mit der Gaststätte 'Vater jahn' und vor der Sprottenbrücke links das Restaurant und Café Strunz.

Schmölln . Tnür.

Bliek auf den Pfefferoerg

8 Der Amtsplatz von Süden gesehen, also von der Crimmitschauer Straße her. Das Bild Nr. 24 des ersten Bandes zeigt den Amtsplatz von der anderen Seite (von der Farbe) aus, Die westliche Häuserfront dieses Platzes steht größtenteils nicht mehr, sie kam im Zuge der Bahnûberführung 1996 zum Abriß, ein schöner Bau der Gründerzeit war Lochmanns Haus. Schon viel früher wurde das hier noch stehende Bachmannsche Haus, unmittelbar vor dem Bahnübergang, abgerissen und dafür ein kleines Schrankenwärterhäuschen gebaut. Rechts die Gasse geht auf den Markt, das Eekhans gehörte 'Hutschneiders' und links das Eekhans im Stil der [ahrhun-

dertwende baute der Hofbuchhändler Reinhold Bauer, der viel auf dem Gebiet der Krankenversicherung für die Bewohner der Stadt Schmölln getan hat, Der hohe Giebel auf der rechten Seite ist das

Amtsgericht, das 1858 auf dem zugeschütteten großen Teich errichtet wurde.

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