Schmölln in alten Ansichten Band 2

Schmölln in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Günter Schneider
Gemeente
:   Schmölln
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6532-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Schmölln in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  >  |  >>

19 Bliek über die östliche Seite des Brückenplatzes zur eisernen Schillerplatz-Sprottenbrücke. Rechts von der Brücke die Häuser vom Zahnarzt Morgenstern, Brückenplatz 1, und vom Sanitätsrat Seifert Nr. 3, dann kommt am Bildrand das rechte der drei Häuser auf dem vorhergehenden Bild. Als dann auch dieses abgerissen wurde, trennte eine Bretterwand den dahinterliegenden Garten vom Brückenplatz, bis ein modernes Eckwohnhaus entstand, das 1998 bezogen werden konrite. Auf der linken Seite ist das Grundstück der am

24. August 1872 gegründeten Knopffabrik Valentin Donath, die speziell Steinnußknöpfe herstellte, aber auch Knöpfe

aus Galalith, Holz, Horn und Preßmasse. Von allem Anfang an wurde mit Dampfkraft gearbeitet. Nach dern großen Brand in der Nacht vom 14. auf den 15. jannar 1920 wurde die Fabrik erweitert und

modern wieder aufgebaut. Zu DDR-Zeiten nutzte der volkseigene Betrieb Galfütex diese Räumlichkeiten; links das Gebäude diente der Betriebsfeuerwehr zur Unterstellung ihrerTechnik.

20 Das kleine Wohnhaus der Familie Schöniger, Schillerplatz 4. Mehr als vier Häuser gab es nicht auf diesem Platz. Das Bild zeigt das Schönigersche Haus 1938zur'600Jahrfeier der Stadt Schmölln' . Sie war zwischen den beiden Weltkriegen das größte Fest in Schmölln, selbst das kleinste Haus war geschmückt und äußerlich neu hergerichtet. Am oberen Giebelfenster girlandenumrahmt hängt die Jubiläumszahl der Stadt Schmölln. Das Haus stand unmittelbar an der alten eisernen Schillerplatz-Sprottenbrûcke. Mit der ähnlich aussehenden Amtsplatzbrücke gaben sie dem Brückenplatz seinen Namen. Der Unterschied beider Brücken war, daß bei der Schillerplatzbrücke die Fußgänger außerhalb der Brückenbogen liefen und bei der anderen innerhalb der Bogen. In den siebziger Iah-

ren des 20. Jahrhunderts kam dieses Haus zum Abriß und machte der Zufahrt für eine Garage Platz.

21 Das HotelDeutscher Kaiser' , damals in der Altenburger Straße gelegen. Als 1862 durch Brand die Fûrstenkellergerechtigkeit frei wurde, kaufte sie der Posthalter G. Hartig von dem Besitzer des Gasthofes an der äußeren Lohsenstraße und legte sie in das auf dem Bild zu sehende Haus, In der Mitte des Bildes liegt die Rückseite eines großen Saales mit Bühne, den er hinter diesem neuen 'Fûrstenkeller' anbauen ließ. Mehr über Saal und Garten im Text zu Bild Nr. 50 des ersten Bandes. Der Saal wird noch heute mit eingezogener Decke als Kindergarten genutzt. Beim Bau übernahm sich der Besitzer und verkaufte 1869 an E. Zimmermann, der 1871 auf

Grund der Kaiserkrönung eine Umbenennung in 'Deurscher Kaiser' vornahm. Zu DDR-Zeiten hieß das Hotel 'Russischer Hof'. Nach 1990 erfolgte unter Einbeziehung des Nachbargebäudes ein

Neubau mitTiefgarage unter dem Namen Hotel 'Reussischer Hof'. Das rechts anschließende Haus ist die Konditorei und Kaffee Rolle, später Gaststätte 'Zur Glocke'.

22 Die Altenburger Straße, vordemAltenburger Gasse, heute Gößnitzer Straße von der Einmündung der Schulund Wiesenstraße aus gesehen. Hier in der Mitte der Straße am unteren Rand des Bildes stand das Altenburger Tor oder Untere bzw. Niedere Tor. Auf dem Tor befand sich die schmale Wohnung des Torwächters. Im Stadtbuch von 15 16 steht von einem Gatten vor dem 'nyderen thor'. Rechts im Bild geht die Mauergasse in Richtung Goetheplatz ab, Hinter dem Haus am rechten Bildrand steht noch ein mit Wellblech abgedecktes Stück Stadtmauer fast in voller Höhe. Das Fachwerkhaus Ecke Gößnitzer StraßeMauergasse in der rechten

Bildhälfte, ehemals die Heischerei von Männel, war in den letzten Jahren längere Zeit das Büro derVolkshochschule und wurde 1998 abgerissen. Im nächsten Haus wohnte der Maler Louis Sei-

del, er rnalte mehrere alte Ansichten von Schmölln, auch auf die Wand seines Hausflures. Bis hierher an das Niedere Tor vernichtere der Brand 1772 alle innerhalb der Mauer liegenden Häuser.

Im Bild ist die ganze Straße noch besandet.

23 Das Haus Gößnitzer Straße Nr. 2. Diese Straße begann einstmals hier. Als dann in den dreißiger [ahren die ganze Altenburger Straße (vormals Altenburger Gasse und Hospitalgasse) zur Gößnitzer Straße kam, erhielt dieses Haus die Nr. 68. Die Bezeichnung Altenburger Straße ging auf die damalige Bahnhofsstraße über. Es ist ein altes Fachwerkhaus, das beim großen Brand 1772 nicht mit vernichtet wurde, weil das Feuer nicht über das Niedere Tor hinaus kam. In diesem Haus wohnte der Schuhmacher Wilhelm Bock. Vor etwa fünfzig [ahren wurde das Gebäude abgerissen. Unmittelbar links daneben standen

zwei Scheunen, in einer davon betrieben Pröhls einen Kohlenhandel, und im rechten Haus, das heute noch steht, hatte die Gärtnerei Eylert einen Blumenladen.

Hinter den Häusern und den Scheunen stand die Kegelbalm der auch als 'Totenschänke' bekarmten Gaststätte Prößdorf. Heute ist an der Stelle des Bockschen Hauses

und der Scheunen eine Grûnanlage.

24 Der Großbrand in der Nacht zum 2. Juni 1909 genau 3 Uhr vernichtete drei Häuser in der damaligen Altenburger Straße; vorher nannte man sie vom Niederen Tor ab Hospitalgasse, heute Gößnitzer Straße. Es waren die Gebäude des Gemisentwarenhänd1ers Adler, des Kohlenhändlers Förster und des Bauern Junghanns, bei ihm auch die Stallungen. Da die Häuser sowieso ein Verkehrshindernis waren, denn sie standen bis halb auf die Straße, riß man sie ganz ab und baute entlang der neuen Baufluchtlinie, die am Eekhaus Ernststraße angelegt wurde, größere Häuser wieder auf Wie auf dem Bild zu

sehen, ist gerade die Pionierabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Schmölln dabei, am Morgen nach dem Ablöschen die Erdgeschoßdecke des Junghannsschen Gutes

abzuräumen. Zu dieser Zeit gab es in Schmölln noch keine Motorspritzen. Das Feuer wurde noch mit Wasser aus Handdruckspritzen bekämpft. Eine Schlauchleitung geht

noch rechts von der Leiter am unteren Bildrand auf die Decke des Erdgeschosses zur Bekämpfung der Brandnester.

25 Der Abzweig der Sommeritzer Straße von der Crimmitschauer Straße. Rechts die beiden Häuser sind abgerissen, auch die Gebäude links im Bild gibt es seit der neuen Straßenführung nicht mehr, ein Milchgeschäft und eine Schuhmacherwerkstatt waren im Erdgeschoß untergebracht. Die Crimmitschauer Straße und weiter die Sommeritzer Straße hinein hieß früher 'Radegasse' . Die Deutung dieses Namens ist nicht sicher, sie könnte von Radmachern ader van Roden (Urbarmachung) herstammen. Am unteren Rand des Bildes unterquert verrohrt der Klingelbach die Straße, er kommt aus dem Brauereiteich und ging die Bachstraße entlang

in Richtung Sprotte, jetzt fließt er in eigener Verrohrung über den Amtsplatz. Als er noch offen lief, stand hier eine Brûcke, bis zu dieser wiitete der große Brand von 1772.Woraufist der Name

des Baches, der aus den Lohsen kommt, zurückzuführen? Namen, die mit 'klingen' zusammengesetzt sind, bezeichnen eine Talschlucht. Im Mittelhochdeutschen bedeutet 'klinge' auch Bach.

Schmö n S. 'j..

,.. ~mh. Ba.. m Jo -, A-

Sommdlu" Strasse,

26 Blickum1907vonder Sommeritzer Straße aus die Neue Straße hinunter zum Beethovenplatz, Zu DDR-Zeiten wurde diese Neue Straße umbenannt in WilhelmPieck-Straße, sie hat heute wieder ihren ursprünglichen Namen. Rechts im Eckhaus, um dessen Fenster 'Restaurant zum Clemens Brauer' steht, war im Erdgeschoß die Gaststätte 'Zum Goldenen Adler', im Volksmund kurz ' Adler' genannt. Das Gaststattenzeichen, der Adler, ist im Bild auf einem Konsol über dem Eekfenster zu sehen. Nach 1945 existierte die Gaststätte nicht mehr, sondern deren Räume wurden für die Mûtterberatung und die Hygiene-Inspektion genutzt, später als

Wohnungen. Interessant ist auch die alte öffentliche Wasserpumpe, kurz 'Plumpe' genannt, hinter den beiden Männern auf der rechten Seite der Neuen Straße. Links neben dem ersten Lichtmast

kann man gerade noch eine Ecke der alten Scheunen erkennen. Es ist ein typischer Straßenzug der Gründerzeit. Die Mitte des Bildes begrenzt der Pfefferberg.

27 Der heutige Beethovenplatz; ursprünglich Frasehanger genannt, weil in der Mitte ein kleiner Wassertümpel war, und sicher quakten in ihm Frösche. Als der Anger bebaut wurde, nannte man ihn Paulusplatz nach der in der Nähe zu Tage tretenden ergiebigen Quelle mit Namen Paulusborn, der einen Schmöllner Stadtteil mit Wasser versorgte. Zur braunen Diktatur wurde der Platz nach dem Arbeitsminister Seldte umbenannt. Rechts das Haus war der Kolonialwarenladen Ackermann, die wegen des Abrisses in die Paulusgasse 24 zogen und an der Stelle des alten Hauses entstand ein Fabrikgebäude der Knopffabrik [ulius Donath. Diese Firma wurde am

1. Mai 1892 gegründet und erweiterte sich durch Zukauf von Nachbargrundstücken, auf denen neue Produktionsgebäude entstanden. Immerhin fanden in der Knopffabrik zweihundert Personen Arbeit.

Auf der rechten Seite des Platzes hinter dem Donathschen Wohnhaus gab es, von der Baufluchtlinie zurückgesetzt, die Gastwirtschaft 'Zur guten Quelle',

Schmölln, S.-A.

Pau'usp'a~

:-- - ..?. ,.

.~.

28 Das große Gebäude in der Mitte des Bildes ist der Saal des ehemaligen Gasthofes 'Zu den 3 Schwänen'. Vorher hieß er 'Gasthof vor dem Tore' und lag günstig an der 'Beistraße', die in Schönhaide von der OberheeresstraBe abzweigte und über Schrnölln nach Bohra weiterführte. Im Juni 1993 kam der Gasthof zum Abriß. Links am Horizont sieht man die noch offenen Sandgruben am Eichberg und den hohen Schornstein der Brauerei, der etwa 1916 abgetragen wurde. Rechts neben dem Schwansaal-Anbau ist Hupfers Klempnerwerkstatt zu sehen. Im Vordergrund kommt gerade von links ein Zug mit einer alten Dampflokomotive aus dem

19. Jahrhundert. Die Einweihung dieser Bahnstrecke erfolgte am 27. Dezember 1865. Wahrscheinlich wurde das Bild 1905 aufgenommen, denn das Baugerüst an Lochmanns Haus ist noch zu se-

hen. Heute geht mitten durch das Bild die neue StraBenführung und unterquert die Eisenbahn, deshalb sind fast alle Gebäude im Vordergrnnd dieses Bildes abgerissen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek