Schönwald im Schwarzwald in alten Ansichten

Schönwald im Schwarzwald in alten Ansichten

Auteur
:   Günther Kopfmann
Gemeente
:   Schönwald im Schwarzwald
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6295-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schönwald im Schwarzwald in alten Ansichten'

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6 Brand

Gemäß Feuerwehrakten brannte der Dorfhofin der Nacht vom 9. auf den 1 O.April irn [ahre 1906 ab. Der Schaden wurde wie folgt beziffert: Fahrnisse 27 000 Mark, Gebäude 36 000 Mark, neun Dienstboden verloren ihre Habe 2 000 Mark. Es verbrannten fünf Mastschweine, jedoch die Pferde und Kühe konnten gerettet werden. Durch diesen Brand wurde in Schönwald wieder eine alte Legende vernichtet.

Schönwald erlebte schon irn jahre 1890 einen großen Dorfbrand, in der Nacht vom 30. September auf 1. Oktober, dem sicben Häuser, darunter drei große Doppelhäuser, zum Opfer fielen. Somit verwischte jede Spur des ältesten Dorfkernes und damit auch des alten Dorfbildes.

Nach mündlicher Aussage älterer Dorfbewohner, die den Brand von 1890 mit ansahen, waren die Häuser alle etwa in der Bau-

weise des noch stehenden Doppelhauses RudolfFehrenbachPaul Hettich in der Herrengasse. Alle Häuser im Dorf waren und dies noch bis vor 100 jahren - Wohnhäuser mit Scheuer und Stallung unter einem Dach. Milchhaus, Backküche, Waschküche und überdachten Brunnen teilten sie sich mit vier bis sieben Nachbarn. Beliebt waren wohl die Doppelhäuser, die eine Ersparnis an Raum und Material darstellten.

Wie auf dem Bild zu sehen, gab es auch in der damaligen Zeit viele Schaulustige. Man schrniß sich trotz des unglücklichen Anlasses für den Fotografen noch in Pose.

7 Gasthaus 'Zum Hirschen'

Nachdem der Dorfhof-Aüsseres Wirtshaus 1906 verbrannte erbaute man an seiner Stelle das Gasthaus 'Zum Hirschen'. Es wurde im [ahre 1969 abgerissen und in den [ahren 1970/7 1 durch einen mächtigen modernen Neubau ersetzt. Besitzer Karl Heinrich Ketterer Hotelier in Offenburg verkaufte um 1910 einige Grundstücke, Matten vom Gut bei der Säge, Bux, woran die Hausbesitzer von der Bux interessiert waren.

Pächter und Wirt ist um diese Zeit im Hirschen Kern Ioseph vom Untertiefenbacherhof, später wurde er Wirt in Sommerauer Hof in Sommerau. [oseph Furtwängler, Fabrikant in Triberg, kauft 1918 das ganze Anwesen.

Auch war der GasthofHirschen zur damaligen Zeit eine Posthaltestelle. Seitdem sind Wirtschaft und Grundstücke verpachtet, mit Ausnahme des Waldes.

Dieses Foto entstand in den zwanziger Iahren,

8 Die alte Pfarrkirche

Der Ursprung des inneren Dorfkernes ist auf dem pfarrwidum zu suchen. Im Schatten und Schutz des Gotteshauses wurden die ersten Häuslein gebaut.

Es ist nicht mit Bestimmtheit festzustellen, wann das erste Kirchlein entstand. Ob die alte Kirche, die 1862 abgebrochen wurde, wirklich in ihren ältesten Teilen auf das jahr 1220 zurückgeht, wie bei einer Zeichnung aus dem Generallandesarchiv Karlsruhe vermerkt ist, ist nicht mehr zu erweisen. Pfarrer Kupferer 1824 berichtet, daß der alte viereckige massive Turm die [ahreszahl 1556 trage, derTaufstein die [ahreszahl 1624, die Parrreieingangstüre die [ahreszahl 169 1 und die Buchstaben H.L.pf.pf.= Herr Laurentius pfaffpfarrer.

Es ist ersichtlich, daß jede Generation erwas tat, um den überkommenen Bau zu verschönern und zu erneuern. Jedenfalls wurde die Kirche zu einer Zeit errichtet, da die Gemeinde noch sehr klein war. Pfarrer Rohrer 1782 wünschte die Kirche 'neu oder größer' , da sie nicht mehr allen Ansprüchen genüge. Sie war wohl zunächst nur gedacht als pfarrkirche für weitzerstreuten Bauernhöfe, die damals die 'Vogtey Schönenwald' ausmachten. Die größten alten Glocken die im Turm hängen trugen in ihrer Inschrift das [ahr 1577 und 1603. Bereits 1524 sollen durchziehende aufständische Bauern aus Stühlingen eine Glocke entführt haben. Kirchenpatron war der heilige Einsiedler Antonius. Da dem Heiligen in ältesten Darstellungen ein kleines Schwein

zur Seite gegeben ist, wurde er zum Viehpatron. Die ersten Siedler des Dorfes hatten als Bauern vor allem große Sorge um ihren Viehbestand, wählten also einen solchen Schutzpatron.

Am 1. Mai 1 862 wurde mit dem Abbruch der alten Kirche, am 28. April schon mit dem Graben des Fundamentes zur neuen begonnen. Der alte viereckige Turm, der stehen bleiben sollte, und wegen dessen die neue Kirche die jetzige Richtung hat, wurde beim Graben des Fundaments der neuen Kirche absichtlich oder unabsichtlich untergraben, bekam große Risse, und da eine Reparatut gleichfalls sehr viel gekostet hätte, so wurde ein neuerTurm zu bauen beschlossen.

9 Die neue Pfarrkirche

Die damals neue und jetzige pfarrkirche aus der Sicht der damaligen Herrengasse und heutigen Schubertstraße. Links neben der Kirche das alte Schulhaus, das schon 1 710 am Katzensteiger Weg erwähnt wurde. Heute befinden sich in diesem Gebäude die Kurverwaltung und das Rathaus.

Die alte Kirche stand genau quer zum heutigen Bau in Richtung Ost-West. Und zwar stand derTurm tiefer als das Kirchenschiff, etwa beim heutigen östlichen Seiteneingang. Am Fronleichnamsfest 1865 wurde in provisorischerWeise erstrnals in der neuen Kirche Gottesdienst gehalten. Die neue Kirche nun mißt in der Länge 44,50 m, in der Breite 19 m, und in der Höhe 13,50 m. An Figuren aus der alten Kirche sind noch zu sehen:

Sankt Sebastian, der Pestheilige, und Sankt Wendelin, der Patron der Hirten.

Die heutige Orgel wurde 1867 eingebaut, mit 25 klingenden Registern ausgestattet, 1982 mußte die Orgel vollkommen überholt und das Material weitgehend erneuert werden. Die neue Kirche wurde dem heiligen Antonius von Padua gewidmet.

Die fünf Glocken sind folgenden geweiht: 1. Regina Pacis - Gedächtnisglocke an die Gefallenen und Vermißten der Weltkriege, das Gewicht 20 Zentner; die 2. Glocke SanktAntonius von Padua, Gewicht 1 2 Zentner; die 3. Glocke Sankt Ioseph mit einem

Gewicht von 8,5 Zentner; die 4. Glocke SanktWendelin wiegt 7,2 Zentner; die 5. Glocke Sankt Nikolaus von den Flüen ist die leichteste mit 3,6 Zentner.

Noch erwähnenswert wäre daß am 3.August 1890 die Weihe der Lourdesgrotte, bzw. der dort aufgestellten Muttergottesstatue stattfand, zu der seither am Feste Maria Himmelfahrt eine feierliche Lichterprozession von der Kirche aus pilgert, die in einer Predigt und Bittandacht an der Grotte ihren Höhepunkt findet.

Seit dem 7. September 1969 hat Schönwald auch eine herrliche evangelische Kirche unterhalb des Friedhofs.

lOBlasmusik Schönwald

Aus den Akten des badischen Generallandesarchives geht hervor, daß der Schulmeister Ludwig Meyer am 20. Juni 1835 den Musikverein Schönwald gegründet hat. Die dafür benötigten Instrumente stiftere die Gemeinde. Somit ist der Musikverein der älteste Verein in Schönwald. In seiner wechselhaften Geschichte gab es viele Hochs und Tiefs.

Von alten Schönwälder Bürgern wurde überliefert, daß derVerein neben kirchlichen und weltlichen Anlässen auch bei größeren Familienfesten mitwirkte. Im Iahre 1873 übernahm der Orchestrionfabrikant Herkules Kern die Leitung des Vereins. Geprobt wurde im Nebenzimmer des Gasthofes 'Zurn Ochsen'. Der Blaskapelle gab man den Namen 'Pompiers Musik'. Um diese Zeit war nämlich die Schönwälder Feuerwehr gegründet worden und die Feuerwehren nannten sich damals 'Pompiers' und es war üblich, den Kontakt zu einer Blasmusik zu pflegen, die bei allen öffentlichenAuftritten derWehr die nötige Begleitmusik lieferte.

Im jahre 1903 trat ein Bruch im Musikgeschehen in Schönwald ein. Die Blasmusik wurde von dem damaligen Lehrer Gaßmann in eine Streichmusik umgewandelt. Die näheren Umstände, die zu diesem Wandel führten, sind nicht mehr nachvollziehbar. Die Abkehr von der Blasmusik war jedoch nur von kurzer Dauer, denn bereits am 10. Dezember 1905, wurde die altbewährte Blechmusik wieder eingeführt.

Der Musikverein wies 1905 schon 22 aktive und 80 passive Mitglieder auf 1907 beschloß man, alljährlich ein Waldfest durchzuführen. Zu damaliger Zeit fand das Fest noch unter freiem Himmel statt und der Erfolg war stark von der Witterung abhängig. Das Waldfest fand einen solchen Anklang, daß es bis heute alljährlich abgehalten wird.

Im Iahre 1908 finden sich die ersten Hinweise auf die Abhaltung von Kurkonzerten. Die Kurkonzerte fanden großen Beifall bei den Gästen und sind vom Kurbetrieb nicht mehr wegzudenken.

Die älteste bekannte Fotografie der Blasmusik Schönwald aus dem Iahre 1856. Zur damaligen Zeit waren es 26 aktive Musiker.

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