Schorndorf damals und heute

Schorndorf damals und heute

Auteur
:   Reinhold Zeyher
Gemeente
:   Schorndorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6690-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schorndorf damals und heute'

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Reinhold Zeyher

Zum Titelbild:

Einer der Stadteingänge an der Stuttgarter Straße, der alten Ausfallstraße an der B29, einer der neuen Kreisverkehre, der die Zufahrt undAbfahrt zur neuen B29 seit einigen [ahren regelt. Geschmückt ist der 'Kreisel' durch eine eiserne KolossalskulpturTor/Weg von Gerda Bier.

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ISBN 1 0: 90 288 6690 6 ISBNI3: 978 90 288 66904

© 2002 Europäische Bibliothek - ZaltbommeliNiederlande

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Einleitung

Dos alte, verträumte Landstädtchen Schorndorf mit seinem malerischen Marktplatz, der spätgotischen Stadtkirche und den hochragenden Fachwerkhäusern scheint die Anhänger der damals neuen naturalistisch-realistischen Abbildungskunst, der Fotografie, seit 1870 folgende, stark angezogen zu haben. Von ihrer hohen Kunst will dos Büchlein berichten. Es soll dem einheimischen und auswärtigen Betrachter den Blick öffnen für die optisch besonderen Reize einer bis ins hohe Mittelalter zurückweisenden Trutzfeste und Marktstadt.

Soweit entnommen Band 1 von 'Schorndorf in alten Ansichten' . Während im ersten Band die Erinnerung an die Bausubstanz der verflossenen Zeit den 'Heutigen' vor Augen gestellt werden sollte, liegt der Tenor im zweiten Band mehr auf der Erinnerung an die Bürger, die das Gemeinwesen belebt, ja beseelt und mitgestalt et haben. Sie haben das 'Wesentliche' sorgfältig erhalten, und dabei die bauliche Weiterentwicklung und Ausdehnung ebenfalls kräftig vorangebracht.

Wie den nachfolgenden Generationen die optische Anpassung der bis heute gehüteten historischen Werte optisch gelungen ist, und zwar im Hinblick auf die Bedürfnisse modernen 'Marketings' und des hochbeliebten Tourismus, soll dem Betrachter im jetzt vorliegenden dritten Band veranschaulicht werden.

Angefangen hatte die 'Renaturierung' mit den fachkundig fundierten Bemühungen des Architekten und Bauingenieurs Immanuel Carl Rösler, der am Oberen Marktplatz sein Büro betrieb und so gesehen 'Insider' war. Er hat zusammen mit dem Schorndorfer Ehrenbürger Fritz Abele, ebenfalls vom Fach, die Haus-

und Geschäftsbesitzer dort zur Freilegung ihrer gut erhaltenen Fachwerkfassaden überredet und in den dreißiger [ahren den Kreis der 'Freilegewilligen' stark ausgeweitet.

Überraschend war im Ergebnis, dass die Restaurationsbemühungen der beiden den jetzt offenen Häusern nicht nur ihre ursprüngliche Schönheit zurückgaben, sondern auch deren Vermarktungswert beträchtlich erhöhten.

In Sachen 'Altstadtsanierung' hat sich später neben der städtischen Bauverwaltung auch das Landesdenkmalamt in Stuttgart sehr engagiert und so dem heutigen Betrachter den Blick eröffnet auf eine stattliche Anzahl von fachgerecht restaurierten Gebäuden in überkommener schöner Holzarchitektur, die in gelungener Weise, den modernen Erfordernissen des 'Marketing' voll Rechnung trägt.

Heut gehört die Altstadt zu den Orten der Süddeutschen Fachwerkstraße.

1. Der Blick fällt auf den Verwaltungsmittelpunkt der alten Stadt, das Rathaus, 1726 errichtet in Rococo-Manier, an der Stelle eines' Amtsvorgängers' , erbaut um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Das erste Gebäude wurde bei einem Bombardement kaiserlicher Belagerer 1634 vollständig eingeäschert. Auch der Neubau war in Holzbauweise gehalten, aber verputzt und mit barockem Zierat geschmückt. Ende des 19. [ahrhunderts wurden die Außenfassaden renoviert und ringsum mit Scraffitti übermalt. Der Fotograf hat zur Auflockerung den Briefträger mit einer Kinderschar am Marktbrunnen postiert.

2. Dieselbe Einstellung neunzig [ahre später im Millenniumsjahr 2000. Äußerlich betrachtet hat sich am Erscheinungsbild des mittleren Marktplatzes wenig verändert, von der Gestaltung her aber doch einiges. So erhielt das Rathaus in den dreißiger [ahren eine einheitlich rot gehaltene Fassade. Zur gleichen Zeit wurde im Bereich Marktplatz mit der Freilegung der Fachwerke begonnen. In den achtziger [ahren erhielt das Rathaus eine Umgestaltung im Innern; die schweren braunen Tore im Erdgeschoss wurden durch weißgestrichene Fenster ersetzt. Zur gleichen Zeit wurde der Marktplatz zur Fußgängerzone und der Brunnen erhielt seinen Blumenschmuck.

3. Abgelichtet ist das staatliche Gebäude-Ensemble vor dem Burgschloss mit den Durchgang HauptstraßeBurgschloss. Im Vordergrund das von Herzog Christoph 1555 erbaute Neue Schloss in Renaissance-Architektur. Es diente der herzoglichen Familie als Außenresidenz. Dort wohnte und amtete auch der Obervogt. Dahinter das Bandhaus, das zur Kellerei gehörte und dem staatlichen Keller zum Amt und zur Wohnung diente. Dort wurden die Pachten der Bauern als Weinmoste angenommen und in den großen Kelleranlagen zu Weinen ausgebaut, die dann auf dem Weinmarkt vermarktet wurden. Bis zum Abriss in den siebziger [ahren amtete dort der Staatliche Forstmeister.

4. Der Fotograf des [ahres 2001 stand mit seiner Kamera ziemlich am selben Ort wie sein Kollege um 1900, nur die Gebäude-Silhouette hat sich inzwischen grundsätzlich verändert. Das Bandhaus ist in den sechziger [ahren abgerissen worden und durch ein Haus in postmoderner Architektur ersetzt worden. Die Architektur hat sich verändert, der Zweck ist geblieben. Um 800 haben die Karolinger dort eine staatliche Dienststelle eingerichtet, um den Zoll zu erheben, den die Straßennutzer an den dort sich treffenden Fahrwegen als Maut dem Staat zu entrichten hatten. Der Zweck ist bis heute geblieben. Hinter den neuen Mauern befindet sich das Finanzamt, das bis heute für das Abgabenwesen zuständig ist. Zusammen mit dem Finanzamt wurde dort ein Amtsgericht etabliert und zu beider Schutz eine Militärstation eingerichtet. Um diesen Platz herum entwickelte sich ein Marktflecken namens Schorndorf.

5. Diesmal richtet sich der Blick des Beschauers auf die Obere Hauptstraße. Der alte Ablichter hat sich wieder einen schönen Platz ausgesucht, den Blick nach Osten in die heutige Johann-Philipp-Palmstraße. Das Auge durchschweift die sogenannte Achse der ehemaligen Stadt Schorndorf zwischen Untertor und Obertor, die dort unter dem Stauferkönig Konrad lIl. Stadtrecht bekommen hat. Die beiden dort befindlichen Apotheken bezeichnen bis heute die Westflanke der Festung, der 25 m breite Marktplatz davor der Stadtgraben. Westlich davon befand sich das Dorf 'uff dem Sand', eine Gemeinde mit eigener Markung. Ungefähr mit Beginn des 15. Jahrhunderts wurde das Dorf aus strategischen Gründen in die alte Festung eingemeindet, die Festungsanlagen wurden nach Westen erweitert und die ganze Anlage mit dem Namen Schorndorf belegt.

6. Wieder hat sich der aktuelle Kameramann den Stammplatz seines Vorgängers ausgesucht. Wiederum ist sich die äußere Platzsituation ungefähr gleich geblieben, aber jetzt kommt die Veränderung durch die Fachwerkfreilegung voll zur Geltung. Die beiden Apotheken heißen immer noch Palrn'sche und Gaupp'sche, wie seit über zweihundert [ahren. Der Wochenmarkt ist ebenfalls, wohl seit vorstädtischer Zeit, ein fester Bestandteil des Wochenablaufs an diesem Platz.

7. Eines der markantesten Gebäude in der Joh.-Phil.-Palmstraße war bis in die frühen neunziger [ahren Nr. 7. Es handelte sich von der architektonischen Gestaltung her gesehen um ein Kuriosum. Die straßenseitige Fassade war gegliedert in ein geräumiges Erdgeschoss, zwei repräsentative Obergeschosse und ein zweigeschossiges Dachgeschoss, mit jeweils einem turmartigen Anbau. Das Ganze bildete einen repräsentative Gastronomiebetrieb aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Türme gehörten jeweils zu einer doppelzimmerigen Suite, was auf einen renommierten Hotelbetrieb hinweist. Nach der Gastronomie arbeitete dort bis gegen 1900 ein Tabakhersteller. 1910 richtete dann der 'Kino-lIeess' das erste Lichtspieltheater mit elektrisch betriebenen Vorführmaschinen der Fa. Kino-Bauer in Cannstatt ein.

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