Schorndorf damals und heute

Schorndorf damals und heute

Auteur
:   Reinhold Zeyher
Gemeente
:   Schorndorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6690-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schorndorf damals und heute'

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8. Ende der sechziger [ahren bezog das Union-Theater (UT) ein neues repräsentatives Kino mit Namen Scala in der Grabenstraße. Im ehemaligen Kinosaal eröffnete die 'Norrna' einen Betrieb. ZuAnfang der neunziger [ahren kam das Haus an den Orthopädischen Schuhbetrieb Maser, der diesen für seine Zwecke umgestalten wollte. Die baulichen Voruntersuchungen ergaben aber, dass die Vorbesitzer mit der Bausubstanz mehr als fahrlässig umgegangen waren, sodass ein Neubau nicht zu umgehen war. Der planende Architekt scheint aber sein Handwerk verstanden zu haben. Er hat das neue Haus 'artgerecht' in die denkmalgeschützte Umgebung eingefügt.

9. Ein immer beliebtes Bildmotiv war für den Profi-Fotografen der zwanziger [ahre, Georg Wahl, die Obere Hauptstraße. Diesmal hat er einen Ausschnitt der linken Straßenseite ins Visier genommen. Im Vordergrund steht das stattliche Gebäude in dem der Textilkaufmann Bös seinen Betrieb eingerichtet hat. Daneben im Bild der Uhrenladen des Otto Müller, daneben der Metzger Lauppe, dann der Sattler Braun. Auf der anderen Straßenseite das renommierte Gasthaus Zum Waldhorn mit zwei Tanzsälen im Hinterhaus. Schön gestaltet ist das Wirtshausschild aus dem 18. Jahrhundert mit dem Waldhorn.

10. Dieselbe Einstellung im Iahre 2001. Im [ahre 1938 hatte der junge Textilkaufmannn Adolf Bantel das Textilgeschäft Gottlob Bös übernommen und weitergeführt. Nach Kriegsende hat der rührige Kaufmann Bantel den Betrieb stetig weiterentwickelt. Heute gehört fast die gesamte Gebäudefront vom Stammhaus bis hinauf zur ehemaligen Weinstube Brenzinger zum KaufhausKomplex Bantel. Nur das dritte Haus, ehemals die Metzgerei Lauppe, blieb im Besitz der Nachfolger-Familie Kurz, die das alte Gebäude abgebrochen hat und in einem neu erbauten Gebäude eine Metzgerei-Großfiliale eingerichtet hat.

11. Abgelichtet ist, als noch junges Bank-Institut, dem Ende der Palmstraße zu gelegen, die Gewerbebank. Die Bank hatte sich im letzten Drittel des 19. [ahrhunderts aus bescheidenen Anfängen heraus entwickelt, und wie das Bild ausweist, sehr erfolgreich. Bereits im [ahre 1910 konnte man auf einem vorherigen Gartengelände ein, wie man sieht, stattliches Bankgebäude erbauen. Diese Fotografie ist einige [ahre später entstanden als die Geschäftsentwicklung bereits einenAnbau erforderlich gemacht hatte. Im Iahre 1940 hat sich das Institut dem Verband der Volksbanken/Raiffeisenbanken angeschlossen.

12. So präsentiert sich die ehemalige Gewerbebank und spätere Volksbank heute. Ende der sechziger [ahre hatte sich der Geschäftsverkehr wieder ausgeweitet, sodass sich der Vorstand und der Aufsichtsrat zu einem Neubau am alten Platz entschlossen. Allerdings zur damals üblichen Betonblock-Architektur. In den neunziger [ahren wurde mit einem luftig gehaltenen Glasdachüberbau, sehr gefällig, aufgestockt.

Gasthof zum

13. Ein ziemlich großes Areal am Rande der ehemaligen Unterstadt war und ist bis heute der Untere Marktplatz, der schon damals mit stattlichen Ladengeschäften und Gastronomiebetrieben gesäumt war. Bis 1900, bis zu ihrem Abbruch im gleichen [ahr, stand dort die nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder errichtete 'Große Kelter', ein zwar einstöckiger aber geräumiger Gebäudekomplex, wo neben einer Anzahl hoher Weinpressen auch die 'Stadtwaage' untergebracht war. 1888 zum 200. Jubiläum der 'Schorndorfer Weiber' wurde hier das erste 'Weiberspiel' aufgeführt. Die große Sensation damals: der Untere Marktplatz wurde erstmals elektrisch beleuchtet. Eine sehr bekannte Gaststätte in Stadt und Umland war der 'Schûtzen", wo, bis in die achtziger [ahre hinein, immer Meisterköche gekocht haben.

14. Derselbe Sichtwinkel, ein ähnliches 'outfit'. Immer noch steht neben den dreistockigen Bauten das fast zierlich anmutende kleinere Haus, wo früher, und bis heute, Schuhe verkauft werden. Der 'Schützcn' und das Schuhgeschäft daneben haben einen neuen Besitzer, der in besonders denkmalgerechter Weise die beiden Gebäude neu herausgeputzt, und die alte Gastronomie um ein repräsentatives Eiscafé erweitert hat.

15. Ein weiter Blick auf den Unteren Marktplatz um die Mitte der dreißiger [ahre, diesmal besonders auf den nördlichen Rand. Die dort seit dem Ende des 19. Jahrhunderts beheimatete Post hat ein neues Betriebsfeld erschlossen, das Fernmeldewesen. Da der Platz um das Postamt herum begrenzt war, blieb nicht anderes übrig, als mit dem notwendigen Betriebsgebäude in die Höhe zu gehen. Da bot sich den Postarchitekten ein neues Verfahren an, das in den USA damals Triumphe feierte, der Stahlskelettbau, die 'Wolkenkratzer' -Bauweise. Im [ahre 1930/31 war das ungewöhnliche Bauwerk fertiggestellt. Sieben Stockwerke hoch ragte der 'Postturrn' in die Höhe. Aus ganz Deutschland strömten die Besucher nach Schorndorf. In der Mitte ist das Daimlerdenkmal zu sehen, das 1934 zu DaimIers 100. Geburtstag eingeweiht wurde.

16. Ein Blick vom Turm der evangelischen Stadtkirche hinein in den Unteren Marktplatz im [ahre 2001. Noch sind die alten Konturen deutlich, nur der Postturm hat ein neues Aussehen. Er ist um zwei Stockwerke niedriger, dafür aber wesentlich breiter geworden und mit einer weißen Außenhaut versehen.

17. Noch eine Besonderheit am Unteren Marktplatz stellen die 'Weiberbilder' auf der Nordwand des Rathauses dar. Sie demonstrieren augenfällig ein frühes 'emanzipatorisches' Aufmucken der Schomdorfer Frauen im [ahre 1688 gegen eine fast diktatorisch handelnde Männergesellschaft, die aber wiederum duckmäuserisch der Obrigkeit gegenüber auftrat. Dieses Aufbäumen der Frauen gegen die übermächtige Männergesellschaft lässt sich sicher vergleichen mit den 'Großdemos' von Frauen in unseren Tagen, die mit ihren Protesten die Männer in manche ihrer Schranken gewiesen haben. Auf dem Foto die zweite farbige Darstellung des Ereignisses zur 2 SO. Jahrfeier im [ahr 1938 angebracht.

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