Schorndorf damals und heute

Schorndorf damals und heute

Auteur
:   Reinhold Zeyher
Gemeente
:   Schorndorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6690-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schorndorf damals und heute'

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18. Im [ahre 1968, ermöglicht durch die große Spendenbereitschaft der Schorndorfer Bevölkerung, konnte ein neues 'Weiberbild' an die alte Stelle gesetzt werden. Das Vorgängerbild wurde in den letzten Kriegsmonaten durch Tieffliegereinwirkung weitgehend zerstört. Da die Gemälde auf der steinernen Hauswand sich als wenig haltbar erwiesen hatten, wählte der beauftragte Künstler, Professor Gottfried von Stockhausen, der weit herum durch seine Kirchenfenstergestaltungen bekannt geworden ist, wiederum Stein, den er in Mosaikform gestaltete. Der Künstler hat herausgestellt, wie erstaunt Männer wahrgenommen haben, dass auch Frauen in der Lage waren politisch zu handeln und aufzutreten. Im Vordergrund das Daimlerdenkmal, das im Iahre 1950 vom ersten Bundespräsidenten Professor Theodor Heuss zusammen mit dem Heimatdichter August Lämmle enthüllt worden ist.

19. Ein besonders wichtiger Verkehrspunkt in der Innenstadt ist der Bahnhof. 1861 im Zuge der Indienststellung der Remstalbahn im spätklassischen Dienstgebäudestil errichtet und bis heute äußerlich eigentlich kaum verändert. Wie die lange Schlange von Personenwagen, mit dem Gepäckwagen dazwischen, demonstriert, gab es auf der Remstalstrecke schon immer einen großen Personenverkehr. Am linken Bildrand die Bahnmeisterei, die durch einen Bombennotwurf 1943 zerstört wurde. Die Aufnahme stammt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die Silhouetten von Rathaus und Stadtkirche zeigen den Standort in der Innenstadt an. Im Vordergrund lagert Baumaterial für die im Bau befindliche Wieslauftalbahn.

20. Bis zumjahre 2000 hat sich das Bild an dem Bahngeleisen enorm verändert. Schorndorfist sogar zum Endpunkt einer S-Bahnstrecke geworden. Die Remstalbahn wurde in den sechziger [ahren voll elektrifiziert, die Bahnsteige sind für die neuen Erfordernisse beim Ein- und Aussteigen hergerichtet. Soeben ist einer der modernen Nahverkehrszüge eingefahren.

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Schorndorf. J. Zeyher, Konditorei.

21. Am Karlsplatz mit dem Postgärtle gab es 1905 ein Geschäftshaus mit Bäckerei, Conditorei und Café, das von Bäcker-Obermeister Jakob Zeyher betrieben wurde. Aus drei Vorgängerbauten hatte es der damalige Stadtbaumeister und Bauunternehmer Gottlieb Maier, der Vater des Begründers des Südweststaates und dessen erster Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier, im klassischen Jugendstil zusammenkomponiert. Dieser erste Vertreter des damals bevorzugten Baustils hat bei Besuchern, den Schorndorfern und bei der Kundschaft große Zustimmung gefunden. Im Vordergrund die Turmstraße, benannt nach dem ehemaligen Mitteltorturm und späteren Gefängnisturm, der leider 1870 abgerissen wurde.

22. Heute befindet sich auf dem Karlsplatz der Zentrale Omnibusbahnhof mit Bahnsteigen in alle Richtungen. Die Bahnsteige und Warteplätze sind überdacht, in zentraler Lage gibt es einen modernen Ticket - Informations- und Kartenvorverkaufs- Kiosk als Rundgebäude in modernes rot gekleidet. Im Hintergrund das Bäckerhaus des Jakob Zeyher, das aber leider in den dreißiger [ahren durch eine nüchtern gehaltene Aufstockung den Reiz des Jugendstils weitgehend eingebüßt hat.

eHR. GEIGER - Schuhwarengeschäft Schorndorf - Schulstraße 4.

Reichhaltiges Lager aller Sorten Schuhwaren.

Anfertigung nach Maß.

23. Neben dem Backwarengeschäft, jetzt schon in der SchulstraBe Nr. 4, das ebenfalls im Jugendstil, allerdings etwas nüchterner gehaltene Schuhhaus des Schuhmachermeisters Christian Geiger. In den dreiBiger [ahren zog in die linke Hälfte ein Frisörgeschäft ein. Die beiden Geschäfte bestanden noch in den siebziger [ahren, dann wechselten die Gewerbe, es zog das Blumengeschäft Palm er auf.

24. Vor einigen [ahren hat der Schorndorfer Apotheker und Ehrenbürger Philipp Palm das Gebäude erworben und dort einen weiteren Pharmazi eb etri eb, die Post-Apotheke, eingerichtet. Herr Palm, ein entschiedener Verfechter der Stadtbilderhaltung und Stadtbildverschönerung, hat Ernst gemacht. Er hat die Fassade nach seinen Prinzipien neu herrichten lassen. Herausgekommen ist eine Ansicht, die durchaus den Jugendstilcharakter erkennen lässt.

25. Ein Blick auf das Postamtsgebäude in seiner letzten Ausformung ab dem [ahre 1934. Errichtet wurde das Dienstgebäude im [ahre 1895 an der Stelle des ehemaligen Festungslazaretts, das nach Aufgabe der Festung im [ahre 1800 zunächst als staatliches Landeszucht haus diente, zuletzt von der Stadt als Schule eingerichtet wurde und diesem Zweck bis 1890 diente. Der Name Schulstraße, die dort anfängt, erinnert noch an diese 'Schulzcit'. Das Fernmeldeamt, von den Schorndorfern 'Postturrn' geheißen, wurde in den [ahren 1930/31 ins Dienstgebäude integriert.

26. Vom alten Postamtsgebäude ist, von Standort her gesehen, gerade noch das Fernmeldegebäude, der Postturm, geblieben. Man hat in den siebziger [ahren umgestaltet. Das Betriebsgebäude bekam einen anderen Standort. Vom Turm wurden die zwei oberen Stockwerke abgenommen, das ganze Bauwerk dafür um Turmbreite gedehnt. Geht man ins Innere, so stellt man erstaunt fest, dass das alte Stahlskelett, durch starke Nieten zusammengehalten, bis heute seinen Zweck erfüllt.

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27. Im Bild eine stattliche Villa im Stil des bürgerlichen Jugendstils. Gelegen an der unteren Karlstraße, erbaut im letzten [ahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Das Haus war umgeben von einem gepflegten Garten. Das Anwesen gehörte dem Mitbesitzer der Lederfabrik Chr. Breuninger, Friedrich Breuninger. Ein Ludwig Jakob Breuninger hatte 1807 in der Vorstadtstraße 35 (abgebrochen) eine Lohgerberei begründet. Sein Sohn Christian Jakob hat den Betrieb an den heutigen Platz verlegt und dort die Lederfabrik Ch. Breuninger, 1843, eröffnet. Heute stellt sich die stattliche Familie dem Fotografen. Vor der Haustüre, mit Hut, der Hausherr, die übrige Familie am Zaun.

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