Schorndorf damals und heute

Schorndorf damals und heute

Auteur
:   Reinhold Zeyher
Gemeente
:   Schorndorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6690-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schorndorf damals und heute'

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38. Hübsch hat sich, bis in die Gegenwart, die untere Höllgasse herausgemacht. Alle drei Gebäude dokumentieren das Bestreben der Schomdorfer Stadtverwaltung, der Bürgerschaft und der Hausbesitzer, die überkommenen Schönheiten des Fachwerkbaus nicht nur zu konservieren, sondern auch bei der Farbgebung eine eigenständige Harmonie zu schaffen. Die Besitzverhältnisse von damals haben sich allerdings verändert: Im Haus in der Mitte, dem Daimler-Geburtshaus, ist die Firma DaimIer eingekehrt, mit einem Familienmuseum und einer Tagungsstät te. Links daneben, wo der Gottlieb eine Büchsenmacherlehre absolviert hat, kann man im 'Büchsenmacher' Remstäler Weine verkosten, und der pfauen hat, rechts daneben, eine neue Bleibe gefunden.

39. Eine Postkarte aus der Zeit um 1900 mit einer Unterschrift 'Schorndorf-Konstanzer-Hofgasse'. Wenige [ahre zuvor hatte diese Gasse noch zumAreal Höllgasse gezählt, hatte dann aber nach der dort befindlichen Gaststätte dem 'Konstanzer Hof' einen neuen Namen bekommen. Der Gaststättenname war wiederum abgeleitet vom ehemaligen Pfleghof des Bistums Konstanz, wo die in der Umgebung der Stadt sich befindlichen Diözesangüter von einem eigens angestellten 'Konstanzer-Pfleger' verwaltet worden waren. Wie man deutlich sieht, war auch an dieser Ecke der Fachwerkbau vorherrschend. Auch ein Herrenkleidergeschäft vertrieb seine Ware. Das Ambiente gehört sicher in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

40. Derselbe Sichtwinkel und immer noch die überkommene Architektur. Die Optik, das heißt die Ausformung der straßensei tigen Fassaden, besonders auch in der Farbkombination von hell und dunkel, hat sich wesentlich verändert. Positiv für die Straßenfronten ist auch die Entfernung der einfach gestalteten Fensterläden, die offensichtlich von den erbauenden Zimmerleuten nicht gewollt waren und wesentliche Elemente der Konstruktion verdeckten. Die Wirkung der neuen Einfärbung zeigt sich auch im Spitzgiebel, wo die beiden Sternfiguren ihre Schönheit geradezu demonstrieren. Im Erdgeschoss zeigt ein kunstvoll gestaltetes Gewerbezeichen mit einer Brezel im Mittelteil das Gewerbe an, jahrhundertelang werkelten dort Bäcker.

41. Wieder fällt der Blick auf eines der Schorndorf-typischen Fachwerkhäuser in der Konstanzer Hofgasse und zwar auf eines der Handwerkerhäuser, die auch Platz hatten für eine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Das Gebäude weist zusammen mit dem rechten Nachbarn eine Besonderheit auf. Beide haben die Großbrände von 1634 und 1690 eher glimpflich überstanden. Beide zeigen gut erhaltene Bauelemente aus der Ersterbauungszeit im ersten Viertel des 16. [ahrhunderts. So vor allem die V-förmigen Büge unter den Fenstern im ersten Obergeschoss und die Andreaskreuze im zweiten Obergeschoss. Die Dachgeschosse mit den halbrunden Ladeluken zeigen bauliche Veränderungen, die sich wohl aus Dachreparaturen wegen Brandschäden ergeben haben.

42. Auch bei dieser Einstellung äußerlich die Umrisse des alten 'outfits', im Innern aber den Bedürfnissen eines modernen, heutigen Handelsbetriebs angepasst. Allerdings das Flair eines Hauses, das jahrhundertelang dem Bäcker- und Metzgergewerbe diente, besonders weil sich die Gewerbetradition fortgesetzt hat, schwebt bis heute darüber. Beachtlich wie es den Bauhandwerkern gelungen ist, die Struktur dieses Bauwerks bis ins Detail hinein zu erhalten.

43. Der Fotograf stand bei seinem Fotografier- Vorhaben diesmal am Eingang der Hirschgasse, aber von der Moserstraße her. Zwei Gebäude hatte er im Visier: Im Vordergrund wieder eines der stattlichen dreistöckigen Fachwerkhäuser, mit allen Zieraten, die der bürgerliche Fachwerkbau des ausgehenden 16. Jahrhunderts verwendet hat. Links daneben ein eher bescheidenes, zweistöckiges Haus, wohl im 18. Jahrhundert verputzt, aber von der Gestaltung her eher den Handwerkerhäusern zuzurechnen. Das Stechschild über der gebogten Eingangstür weist den Besitzer als Küfer aus, ein Gewerbe das bei dem ausgedehnten Weinbau rings um die Stadt zu allen Zeiten Konjunktur hatte.

44. Auch das Interesse des modernen Kameramanns galt der Hirschgasse. In diesem Fall im besonderen dem zweistöckigen Haus der heute stillgelegten Küferei. Wer hätte es gedacht, dass bei diesem an sich schmucklosen 'Häuslc' hohe Zimmermannskunst zutage treten würde. Ein besonderer Liebhaber und Kenner alter Bausubstanz in der Innenstadt hat den leerstehenden Bau gekauft, freigelegt und fachgerecht, eher unauffällig, neuer moderner Nutzung zugeführt. Die Restaurierungsarbeiten boten den Fachleuten eine weitere Überraschung, nämlich im Kellergeschoss, wohl eines der ältesten Kellergewölbe gegen Erde geschalt, wie die Fachleute sagen. Das Gewölbe erleichtert die Feststellung der Ersterbauungszeit in der Mitte des IS. [ahrhunderts.

45. Auch in der hinteren Höllgasse gibt es geschichtsträchtige Häuser, so dieses dreistockige Rotgerberhaus. Die sogenannten Kopfkonsolen oder Neidköpfe, die die Bodenschwelle des ersten Obergeschosses tragen, zeigen Männergesichter mit Schnauzbärten. Die Köpfe weisen, von der Datierung her gesehen, das Gebäude in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Die späteren Großbrände des 17. Jahrhunderts scheinen in diesem Fall die äußere Hausgestaltung wenig beeinträchtigt zu haben. Ein künstlerisch gestaltetes Rotgerberwappen über dem Eingang gibt das Handwerk an. Herstellung rot (mit Eichenrinde ) gegerbtes Leder. Auf der Altane im zweiten Stockwerk werden fertig gegerbte Häute getrocknet.

46. Das Rotgerberhaus im Iahre 200 I.Vom Äußeren her hat sich fast nichts verändert, nur Tierhäute werden heute dort nicht mehr verarbeitet. Eine Konzession an die neuen Verkaufsmethoden musste aber der heutige Besitzer, Inhaber eines Textilbetriebs, der neuen Zeit machen; er hat in seine Verkaufsräume rechts daneben einen Glaserker eingebaut.

47. Dieses Foto zeigt die Kreissparkasse Schorndorf als dreistockiges Gebäude mit einem einstockigen Anbau an der Karlstraße. Damals noch als Oberamtssparkasse des Oberamts Schorndorf, später nach 1923 des Kreises Schorndorf. Dieses Geldinstitut war der Anfang der staatlich beaufsichtigten Sparkassen im Oberamt Schorndorf. Zunächst waren die Bankgeschäfte über Agenturen in Ladengeschäften betrieben worden, aber bereits ab dem [ahr 1900 konnte der Geschäftsverkehr zentral in einem eigenen Gebäude an der Karlstraße abgewickelt werden. Die starke Ausweitung des Geschäftsverkehrs erforderte 1923 einen Umbau und wie auf dem Bild zu sehen ist, einen Anbau.

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