Schorndorf damals und heute

Schorndorf damals und heute

Auteur
:   Reinhold Zeyher
Gemeente
:   Schorndorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6690-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schorndorf damals und heute'

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58. Der Blick auf die Untere Schlichtener Straße vom Kirchturm aus aufgenommen im [ahre 2001. Die abgelichteten Gebäude zeigen sich in der farbigen Pracht ihrer fachmännisch freigelegten und restaurierten Schmuckfachwerke. Auch diese Bauten sind beim Großbrand von 1634 stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die neu errichteten Holzüberbauten stammen aus der Zeit zwischen 1650 und 1680. Vor der Brandkatastrophe befand sich am selben Platz, das heute erhaltene zurückgesetzte schmälere Haus, das Wohn- undAmtshaus der Frühmesser. Links daneben war der Pfarrhof, der zwei Bauten umfasste: Einmal das Stadtpfarrhaus und in einem zweiten Haus die Krankenstation, die von den Seelschwestern der gegenüberliegenden Franziskanerinnen-Klause besorgt wurde.

59. Vom Schorndorfer Berufsfotografen Wahl in einerWeitwinkel-Aufnahme meisterlich auf die Platte gebannt, die fast noch jungfräuliche Künkelinshalle, fertiggestellt und eingeweiht im [ahr 1900. Vordem erhob sich dort eine der vier Bastionen der Wallfestung Schorndorf, das sogenannte Ungeheuer. Dieses Bauwerk war eigentlich gewaltig. Es erstreckte sich mit einem Durchmesser von etwa 80 m und einer Höhe von etwa 15m über den ganzen Künkelinshallenplatz, auf dem bis heute nur die Künkelinschule und die Künkelinhalle stehen. Die neu erbaute Fest-und Sporthalle, erbaut im damals gerade üblichen Jugendstil, war ein Meisterstück der Holzbauweise und hat drei Generationen von Schorndorfern und vielen auswärtigen Besuchern als Festhalle, Aufführungsstätte und als Turnhalle gedient.

60. Als diese Aufnahme im Oktober 2000 gemacht wurde, war die 1 OO-jährige, fürs neue Jahrhundert nicht mehr zeitgemäße Künkelinhalle abgebrochen, und durch die neue Barbara-Künkelin-Halle ersetzt worden. Das Schorndorfer Architekturbüro Stammler hatte bei einem Architekten-Wettbewerb das As gezogen und hat das Gebäude in seiner heutigen Form gestaltet. Bereits nach der Fertigstellung gab der Volksmund dem aus dem üblichen Rahmen fallenden Bauwerk seinen Namen und nannte es 'Konzertflügel'. Die Innenräume haben sich ausgeweitet. Rund 1 000 Besucher finden einen Sitzplatz. Auch ein modernes Restaurant mit Namen 'Courage' wurde einbezogen und hat inzwischen bei den Hallenbesuchern einen guten Ruf.

61. Ein zwar großes, aber von seiner Konstruktion her ungewöhnlich gestaltetes Gebäude steht im Blickfeld. Die ausgedehnten Dachflächen und eine hohe Steinquadermauer als Vorderwand beherrschen das Bild. Die Lösung findet sich im ausgehenden Mittelalter. Damals befand sich vor Ort eine Franziskanerinnen-Klause. Die dort stationierten 'Seelschwestern ' betrieben selber eine größere Landwirtschaft und hatten auch Ackerflächen verpachtet. Die im Herbst einzulagernden Feldfrüchte bedurften größerer Lagerflächen. Nach der Reformation, 1535, fiel die Klause an das Herzogtum Württemberg. Ab dieser Zeit residierte in den alten Räumlichkeiten der 'Geistliche Verwalter' , die Zweckbestimmung allerdings blieb erhalten.

62. Im [ahr 1929 kam die ehemalige Geistliche Verwaltung in den Bezitz der evangelischen Stadtkirchengemeinde, die sich dort ein neues Gemeindehaus, das heutige Martin-Luther-Haus erbaute. Stellt man die Bilder nebeneinander, so läßt sich unschwer eine große Ähnlichkeit der Gebäudeformen erkennen.

63. Das evangelische Karlsfrauenstift in Schorndorf gehört zu einer der ältesten sozialen Einrichtungen, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus der sich formierenden 'Inneren Mission herausgewachsen sind. Besonders ältere Damen des Mittelstands, Ledige und Witwen, fanden dort Heimstatt. Dem ersten Haus in Kirchheim/Teck - Henriettenstift- folgte das Olga-Stift in Grunbach und 1876 das Karlsfrauenstift in Schorndorf. Eingeweiht hat die Einrichtung die Königin Olga, Gattin des damals regierenden Königs Karl. Heute ist das Stift wesentlich ausgebaut und hat Plätze für Frauen, Männer und Paare. Deshalb hat die Einrichtung eine Umbenennung in Karlstift erfahren.

64. Der Blick auf das Karlstift im Iahre 2001. 125 [ahre sind seit der Eröffnung im Iahre 1876 ins Land gezogen. Immer noch steht das gefällige Backsteingebäude mit seinen Eckrisaliten. Allerdings reichte die alte Einrichtung nicht mehr, sodass vor einigen [ahren eine Erweiterung mit Einrichtung einer moderneren Küche erfolgte. Der Ende der achtziger [ahre erstellteAnbau wurde 2001 um ein Stockwerk erhöht und mit einer vergrößerten Aufzuganlage versehen.

6S. Auf dieser Postkarte, entstanden um 1920, steht als Unterschrift 'Schorndorf - Realschule'. Diese Anstalt ist aus der ehemaligen Lateinschule hervorgegangen, die schon im 14. Jahrhundert erwähnt wird. Heute befindet sich dort das städtische Museum. 1908 ist die Schule unter dem neuen Namen Realschule hinter die inzwischen eingeebneten Wallanlagen an die neu eingerichtete Burgstraße verlegt worden. Ein stolzes hochgiebeliges Jugendstilgebäude ist dort entstanden. Eine bauliche Leistung ersten Ranges für eine Stadt mit gerade mal 7 000 Einwohnern.

66. Wie dieses Bild, aus größerer Höhe aufgenommen, verdeutlicht, ist von den schönen Jugendstil-Konturen der Realschule - später Oberschule für Jungen genannt - außer den Außenmauern kaum etwas zurückgeblieben. Entstanden ist eine eher etwas langweilig anmutende, kiesbestreute Flachdachlandschaft. Im [ahre 1944/45 wurde die Schule in ein Hilfslazarett umfunktioniert, der Schulbetrieb eingestellt. Nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebs, Ende 1945, wurde die Schule in eine 'Vollanstalt' umgestellt. Das erste Abitur wurde 1948 abgenommen. Heute ist in die ehemalige Oberschule für Jungen das Burggymnasium, eine der beiden Höheren Lehranstalten, eingezogen.

67. In einerTotalansicht das erste 1907 erbaute katholische Gotteshaus in der Künkelinstraße gegenüber der damals ebenfalls noch neuen Künkelinshalle. Die Martinskirche trat an die Stelle eines bisher genutzten Betsaals in der Urbanstraße, der in den neunziger [ahren des 19.Jahrhunderts in ein Wohnhaus des Bauunternehmers Gottlieb Maier, des Vaters von Ministerpräsident Reinhold Maier, eingerichtet worden war. (Das Haus steht noch heute in der Urbanstraße.) Die Martinskirche war zunächst ab 1917 pfarrverweserei dann bis 1960 Stadtpfarrei. Heute wird das Gebäude von Missions-Dominikanerinnen bewohnt, die dort eine Pflegedienst -Station eingerichtet haben.

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