Schorndorf in alten Ansichten Band 1

Schorndorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Reinhold Zeyher
Gemeente
:   Schorndorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2497-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schorndorf in alten Ansichten Band 1'

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29. Unmittelbar angrenzend an die Hauptstraße der Burgbereich mit Jagdschloß, Bandhaus, Wasch- und Brennhaus und Burgschloß. Die ebenfalls hier befindliche Zehntscheuer ist bereits abgebrochen. Diese Aufnahme wurde von dem Fotografen Sebastian Huss gefertigt und zeigt eine Ansicht des Burgschlosses aus einer Zeit, als das ehemalige Wallgelände noch völlig unbebaut war. Der Standplatz des abgelichteten Burgschlosses ist übrigens die Keimzelle der uralten, später staufischen Stadtsiedlung, denn dort errichteten die fränkischen Eroberer um 760 nach Christi ihren ersten militärisch ausgebauten Straßenstützpunkt an der neu trassierten Heer- und Handelsstraße zwischen Straßburg und Nördlingen. Hier residierten später auch die Ritter von Schorndorf als Beamte des Reichs.

Schloss und umgebung

Gruss aus Schorndorf

30. Eine Einstellung wie sie vielen Schorndorfern, aber auch Besuchern, immer noch vertraut ist. Im Mittelpunkt 'das Schloß' wie der ansehnliche Komplex im Volksmund genannt wird, von Osten her aufgenommen. Diese als Zitadelle konzipierte Anlage wurde ab 1538, nach Abbruch der alten Burg, von den Baumeistern Herzog Ulrichs aufgeführt. Deutlich zu erkennen die massigen, schießschartenbewehrten Ecktürme, deren Mauerwerk an manchen Stellen über 2 m stark ist. Dazwischen die vier Gebäudef1ügel, die allerdings nicht mehr viel Ursprüngliches aufweisen. Der erste württembergische König Friedrich von Napoleons Gnaden, baute überall im Lande die Verwaltungsbürokratie modernen Stils auf, dazu brauchte er viel Büroraum. Er funktionierte die Trutzfeste zu einem Behördenbau um und seine Baumeister arbeiteten gründlich.

31. Ein Bliek in den Hof des Burgbereichs. Links im Vordergrund das Bandhaus, ein nach dem Brand von 1634 errichtetes Gebäude, in dem sich die Küferei der herzoglichen Kameralverwaltung befand. Der Name Bandhaus geht auf die Faßbänder zurück mit denen die Weinfässer eingebunden wurden. Das Gebäude wurde übrigens über einer wesentlich älteren Festungsanlage errichtet, die in die erste Ummauerung der staufischen Ära integriert war. Im Hintergrund das Jagdschloß, von Herzog Christoph 1558 erbaut als Sitz der Obervogtei. Später Sitz der Kellerei und des Kreishauptmanns, um 1800 Jagdschloß des jagdbesessenen Königs Friedrich. Rechts das Wasch- und Brennhaus.

32. Der Augustenplatz um 1900. Der Platz zeigt noch ganz die historische Linie des Straßenverteilers vor dem ehemaligen Festungstor. Ganz links im Bild ist sogar noch ein Stück der Stockmauer des Torgewölbes zu erkennen. Jenseits der Gmünderstraße mit Kastanienbäumen besetzt das 'Gänswäsele'. Dorthin führte der Gänshirt seine Schützlinge zum Baden. Links im Hintergrund das Gasthaus zum Kreuz vor den Fabrikanlagen der noch jungen Eisenmöbelfabrlk Arnold. Rechts daneben das Elektrizitätswerk, das die Stuttgarter Firma Karl Reisser irn Jahre 1899 errichtet hatte.

33. Ein Feuerwehrhaus der 'Guten alten Zeit', das der vielgerühmten schwäbischen Sparsamkeit alle Ehre macht. Der Stolz des Bauwerks der Steigerturm, an dem die Leitermannschaften nach strammem Zeremoniell ihre Übungen absolvierten. Der Turm diente gleichzeitig als Trockenanlage für eingenässte Schläuche. Der Komfort für die übrige Mannschaft war mehr als bescheiden, das Erdgeschoß diente sogar die Woche über einem Zimmermann zur Werkstatt. Das Spritzenhäusle mußte 1905 der heute ausgehauten Entlastuugsstraße über die Au weichen.

SCHORNDORF

34. Diese Postkarte ist ein typisches Beispiel für die kraftvolle Dynamik des neuen Jahrhunderts. Die historisch vorgegebene Topografie des Straßenteilers ist nach wenigen Jahren nur noch andeutungsweise zu erkennen. Repräsentiert wird der Platz jetzt durch die Villa Arnold, wie die Anlage von den Schorndorfern voll Stolz genannt wurde. Hier residierte der Besitzer der Eisenmöbelfabrik, Herr Kommerzienrat Amold, Er hat uns auch einige Erlebnisse hinterlassen, die er mit seinem Onkel Gottlieb Daimier erlebte. Der Stolz der Schorndorfer hat sich in einer großen Anzahl von Postkarten mit diesem Motiv niedergeschlagen.

35. Die Verbindung zwischen Augustenplatz und Bahnhof stellte Mitte des 19. Jahrhunderts die neu und großzügig trassierte Karlstraße her. Sie sprengte zum ersten Mal den Ring der Festungswerke und schuf damit die Voraussetzung für die nun einsetzende kraftvolle Ausdehnung der Stadt. Unsere Einstellung zeigt im Hintergrund den Augustenplatz und am Straßenrand das Gasthaus zum Kreuz. Hinter dem Waschhäusle lugt der Dachreiter des Steigerturms hervor. Die Bäume in dem ausgedehnten Gartengelände hinter dem Staketenzaun gehören zum inzwischen aufgegebenen alten Friedhof, wo unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im Jahre 1741 die berühmte Frau Anna Walch-Künkelin ihre letzte Ruhestätte fand.

36. Einen grotsen Schritt auf dem mühsamen Weg in eine bessere Zukunft erbrachte für das Remstal die Eröffnung der Remsbahn im Jahre 1861. Für uns heutige aber ein noch größeres Glück der Fotograf, der mit den primitiven Mitteln der damaligen Fotografie für uns die neuerstellten Anlagen festhielt. Die Aufnahme wurde bald nach der Eröffnung gemacht und zeigt am rechten Bildrand den Güterschuppen hinter dem der Giebel der Mädchenschule sichtbar wird. Auch der damals fachwerkgeschmückte Goldene Hahn ist im Bild, und rechts vom Bahnhof die 'Burg Zion', ein Gebäude, das im Jahre 1907 der Wieslaufbahn weichen mußte. Im Vordcrgrund der alte Grabenweg mit noch sichtbaren Wallmauerresten.

37. Der altvertraute Anblick des Bahnhofsgebäudes, festgehalten im Jahre 1905. Errichtet wurde das Haus aus den ausgebrochenen Quadern der nahegelegenen Festungsmauern. Es zeigt typische Stilelemente der Gründerzeit, so die akurat plazierten 'rornanischen Rundbogen'. Stolz prasentiert sich der Vorsteher mit seinem Personal und auch der Güterbeförderer Hauber mit seinen Fuhrmännem gehört ins Bild. Die Lokomotive der 'Württembergischen Staatsbahnen' wirkt noch recht bescheiden. Da das Damptvolumen nicht reichte, mußte man in Schorndorf eine Viertelstunde Pause machen bis das Bähnchen dann vollends bis Gmünd hinaufschnaufen konnte.

Schorndorf

Post mtl unterem Markt und Klrále

38. Eine wichtige und von vielen Bürgern fast täglich aufgesuchte Institution ist die Post. Da sie ihre eigentliche Aufgabe im Versenden hat, mußte ihr Standplatz stets verkehrsgünstig sein. Jahrhundertelang befand sich die Schorndorfer Posthalterei im Lamm an der Unteren Hauptstraße Nummer 34. Mit Inbetriebnahme der Bahn wurden die Amtsräume in den neuen Bahnhof verlegt. Die enorme Vergröïserung des Postverkehrs machte dann aber im Jahre 1891 den Ankauf eines Bauplatzes am Platz der eben abgebrochenen Mädchenschule notwendig. Im Jahre 1895 konnte man in das neue, im Zuckerbäckerstil erbaute Postgebäude einziehen. Nebenan sind die Gaststätte und Metzgerei zum Posthörnle zu sehen.

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