Schorndorf in alten Ansichten Band 1

Schorndorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Reinhold Zeyher
Gemeente
:   Schorndorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2497-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schorndorf in alten Ansichten Band 1'

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69. Mit zum Themenkreis Schule gehört auch dieses Gebäude, Geistliche Verwaltung benannt. Hier wurden kirchliche Einnahmen aus den verschiedensten Quellen unter der gestrengen Aufsicht des Geistlichen Verwalters verteilt und sparsam verwirtschaftet. Auch der größte Teil des Schuletats wurde von hier aus bestritten, selbst die Schulmeister bezogen einen Teil ihrer Besoldung von dort. Daneben das öffentliche Backhaus, wo der Albert Manz, kurz Albert genannt, sein Reich hatte. Wollte man backen, bestellte man beim Albert eine 'Hitz' und konnte dann um ein paar Pfennige manchen Brotlaib und noch einige Kuchenbleche dazu ins heiße Ofenloch einschießen.

70. Auch diese Aufnahme entstand in festlicher Zeit. Im Jahre 1912 fand nämlich auf dem Festplatz an der Mittleren Remsbrücke eine Gewerbeausstellung statt, die im ganzen Land große Beachtung fand. Aus allen Himmelsrichtungen strömten Besucher in die Stadt und viele Gebäude waren festlich beflaggt. Sicher haben einige Gäste des Gasthauses zum Rössle den Fotografen beauftragt, um sich zusammen mit den Wirtsleuten auf einem Erinnerungsfoto verewigen zu lassen.

71. Ein Bliek hinein in die Vorstadt, wie er für uns heutige völlig fremd ist. Zwar ist die alte Silhouette der Häuserfront noch im wesentlichen so verblieben, aber die Autoschlangen der Moderne haben trotzdem ein völlig anderes Erscheinungsbild geschaffen. Vor dem großen Krieg (30-jährigen Krieg) hatte die Vorstadt eine enorme Ausdehnung. Sie verbreiterte sich bis hinunter an die Rems und im Gebiet um die Paulinenstraße befanden sich die sogenannten 'Kothengesäße ' die Behausungen der Häusler und Tagelöhner auf stadteigenem Grund und Boden. Der schwedische Oberst Taupadel, der sich nach der verlorenen Schlacht bei Nördlingen (1634) in die Stadt warf, ließ zur besseren Verteidigung die Vorstadt niederbrennen. Von diesem Schlag hat sich dieses Stadtviertel jahrhundertelang nicht erholt.

72. Im Bild festgehalten ist der stattliche Bauernhof Ecke Vorstadtstraße-Schlachthausstraße in dem der Landwirt Albert Hinderer heute noch eine Landwirtschaft betreibt. Die große Scheune neben dem Wohngebäude wurde früher auch als Schafstall benutzt, denn dort hatte ein Schäfer seinen Betrieb. Er benutzte auch den städtischen Schafstall mit, von dem am linken Bildrand gerade noch die hintere Ecke ins Bild gekommen ist. Das architektonisch so imposante Bauwerk des Schafstalls mit einer Schäferwohnung im Obergeschoß wurde Ende der Fünfziger Jahre abgebrochen. Leider scheint keine Fotografie davon zu existieren.

jfeues Schlacbthaus einçeweibt om 13. )l1oi 1903.

Çruss aus Schornoo0f

73. Das Schlachthaus, von der damaligen Metzgergenossenschaft in eigener Regie erbaut und betrieben. Die Verwirklichung dieser Gemeinschaftsleistung war eine Tat, die auch heute noch Bewunderung verdient. Vorher hatte sich das primitive und viel zu kleine städtische Schlachthaus auf dem Platz vor der Krämerrnühle, direkt am Mühlbach befunden, aber die unzulänglichen sanitären Einrichtungen hatten zu einer Rattenplage geführt, die eine weitere Benützung unmöglich machte. 1m Jahre 1910 ging das neue Schlachthaus in den Besitz der Stadt über und wurde vor einigen Jahren zu einem modernen Schlachthof ausgebaut.

74. Schorndorf, die Perle des Remstals geheißen, mußte von seinem geliebten Fluß durch die Jahrhunderte auch manche Not erdulden. Immer wieder wird von gewaltigen Hochwassern berichtet, die ja bis in die jüngste Vergangenheit oft enorme Schäden verursacht haben. So auch im Jahre 1919, wo die Hochwassergrenze bis zum Gasthof Rössle reichte. Die Wieslaufbahn, die sich durch einen festen, hohen Damm geschützt wähnte, wollte anscheinend ihren Betrieb trotz der augenscheinlichen großen Gefahr nicht einstellen und so kam es zur Katastrophe, die aber dann doch noch für Menschen und Material glimpflich verlief.

75. Erinnerung an die 'Gute alte Zeit' könnte man diese Aufnahme betiteln, die im Hof der Villa Abt aufgenommen wurde. Die Herrschaft plant anscheinend eine Ausfahrt, die feurigen Rappen sind eingespannt, der Kutscher Waibel scheint etwas unwillig, weil die Abfahrt durch ein Gesprach des Herrn verzögert wird und auch die Damen zeigen Ungeduld. Ein Panorama das man eigentlich dem biederen Landstädtchen Schorndorf nicht zugetraut hätte.

76. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1924 zeigt den Lastwagen der 'Konservenfabrik Leibrand A.G.' in der Vorstadtstraße. Zu dieser Zeit waren anscheinend immer noch Festzüge beliebt, denn aus den Zwanziger und Dreißiger Jahren gibt es noch einige Fotografien von Festzügen. Unter welches Motto allerdings der Festwagen gestellt ist, läßt sich nicht erkennen. Der Küchenmeister Leibrand hatte vor dem ersten Weltkrieg die Eindosung von Fleischwaren bis zur Fabrikationsreife weiterentwickelt und damit während des Krieges ein gutes Geschäft gemacht. In den ehemaligen ausgedehnten Fabrikanlagen der 'Konservenfabrik' befindet sich heute ein Auslieferungslager der Firma Hahn & Kolb. Nachfolgebetrieb der Fa. Leibrand ist die heute weithin bekannte Küchenmaschinenfabrik 'Jupiter'.

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