Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Ekkehard Thon
Gemeente
:   Schöppenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2008-1
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3'

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6. Auf ein vom Herzog-Regenten gegebenes Zeichen fiel die Hülle herab und Superintendent Dr. Beste übergab im Namen des Ausschusses den Gedenkstein an die Stadt. Bürgermeister Kloeke übernahm das Denkmal und schloß die Feier mit einem Hoch auf das hohe Paar. Hierauf beehrte der Herzog-Regent den Denkmals-Ausschuß mit einer Ansprache, schritt die Fronten der aufgestellten Vereine ab, nahm den Rapport vom Vorsitzenden des Krieger- und Landwehrvereins, Glaserrneister Tschientschy, entgegen, überreichte diesem das Verdienstkreuz und zog auf dem Rundgang die Vorsitzenden und einige Mitglieder des Vereins ins Gespräch.

Die Herzogin, die Fräulein Kloeke eine Brosche überreichte, unterhielt sich mit den Ehrenjungfrauen.

Foto: Der Kirchgang des Regenten.

7. Hieran schloß sich der Besuch unserer Kirche, in der Baurat Pfeiffer die Führung übernommen hatte. Nach Anhörung des vom Organisten Kantor Köhler auf der neuen Orgel gespielten Präludium und dem vom Kantor Vogel geleiteten Gesang des Kirchenchors, unterhielt sich der Herzog-Regent mit mehreren der anwesenden Herren.

Nach dem Besuch der Kirche bestiegen die Herrschaften die Wagen und fuhren die südliche Wilhe1mstraße entlang nach Küblingen, wo sich Gemeindevorsteher Graßhoff, Pastor Kappe aus Eitzum und der Gemeinde- und Kirchenrat zum Empfang eingefunden hatten.

Es wurde der Kirche ein Besuch abgestattet. Auch das hier abgebildete, früher wundertätige Marienbild erregte die Aufmerksamkeit des Herzogspaares, das sodann die Neuestraße entlang fuhr und im Garten des Gutsbesitzers Floto (Kreuzhof) zur Erfrischung längere Zeit verweilte.

Foto: Der Regent begrüßt die Vereine.

8. Wiederholt sprachen die Herrschaften über die reiche Ausschmückung der Stadt und den herzlichen Empfang ihre Anerkennung aus. Der Herzog-Regent wollte der Stadt in nächster Zeit sein Bildnis zum Geschenk überweisen. Die Rückfahrt nach Braunschweig erfolgte um 5 1/2 Uhr durch die Neuestraße, Bahnhofstraße, Braunschweiger Straße und Wolfenbüttler Straße mittels Wagen bis zur Stadtgrenze, von wo die Weiterfahrt im Automobil wieder über Bansleben erfolgte. In Dettum besichtigte das Herzogspaar die schöne Kirche.

Mehrere Kriegervereine von auswärts und eine große Menschenmenge waren bei dem schönen Wetter hier eingetroffen, und so versammelten sich die Teilnehmer noch im Stadtkeller und Zoll zum gemütlichen Beisammensein; im letzteren Saal fand auch abends noch ein Ball statt.

Foto: Der Regent vor der Infanterie.

9. Als Attraktion zeigte der im Juli 1848 gegründete Turnverein sein Können ebenfalls auf dem Marktplatz, um dem Regentenpaar die Wichtigkelt des Turnens zu demonstrieren.

Hieß er doch: Im tollen Jahre (1848), in dem alle deutsch gesinnten Kreise nach Freiheit und Einigkeit strebten, fanden sich auch Schöppenstedter Männer mit der gleichen Sehnsucht im Herzen zusammen und gründeten zur Pflege ihrer deutschen Gesinnung und zur Stärkung ihres Körpers einen Tumverein.

Die gestellte Leiterpyramide verlieh dem Gesamtbild die nötige Frische und brachte dem Verein vom HerzogRegenten lobende Anerkennung ein.

Foto: Der Turnverein.

10. Superintendent Kirchenrat DI. Johannes Beste, geboren in Braunschweig als Sohn des General- und Stadtsuperintendenten und Pastors an St. Petri B., bezog nach dem Besuch der Bürgerschule am Südklint und des Gymnasiums Martino-Catharineum die Universität Göttingen zum Studium der Theologie.

Nach Ablegung beider theologischer Prüfungen wirkte er mehrere Jahre am Lehrerseminar in Wolfenbüttel, übernahm dann eine Pfarrstelle an der Hauptkirche BMV in Wolfenbüttel und kam als 21. Superintendent ab der Reformation gerechnet, nach Schöppenstedt. Hier starb er am 3. Mai 1928. Seine letzte Ruhestätte fand er in Braunschweig, seiner Heimat, zur Seite seiner Gattin, der Tochter des Hoflieferanten Nehrkorn in der Schuhstraße.

Als Kirchenhistoriker hatte er sich einen Namen gemacht. Sein bekanntestes Werk ist die 'Geschichte der braunschweigischen Landeskirche'. Im 'Braunschweigischen Magazin', dem Vereinsorgan des 'Geschichtsverein für das Herzogtum Braunschweig', veröffentlichte er Aufsätze historischen und kirchengeschichtlichen Inhalts; unter anderem 'Unter dem schiefen Kirchturrn' und 'Eine Reise mit Wilhelm Brandes' (dem Direktor der Großen Schule in Wolfenbütte1 und dem Freunde Wilhelm Raabes). Ein Beurteiler seiner wissenschaftlichen Aufsätze sagte von ihm, er sei mehr Gelehrter als Pastor gewesen. Seine Predigten wurden aber inhaltlich und rhetorisch als mustergültig angesehen.

Sein inniges Verhältnis zum Vater war der hiesigen Gemeinde bekannt. Und so kam es vor, daß der Vater Wilhelm Beste den Sohn im Gottesdienst in Schöppenstedt vertrat.

Foto links: Wilhelm Beste urn 1850.

Foto rechts: DI. J.G. Emanuel Beste urn 1915.

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