Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Ekkehard Thon
Gemeente
:   Schöppenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2008-1
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

11. Lehrer Richard Schmidt, anerkannter Heimatforscher und Schriftsteller des Elmes, auch 'Elmkantor' genannt, geboren am 5. Oktober 1871 in Wolmirsleben, Kreis Wanz1eben, war nach erfolgreichem Besuch des Lehrerseminars in Wolfenbüttel als Lehrer in Kneitlingen, Schöppenstedt (1902-1906) und in Sambleben (1906-1915) tätig.

Er durchstreifte den Elm nach allen Richtungen, entdeckte auf seinen Wanderungen viele bis dahin wenig beachtete Schönheiten im Walde, durchforschte alle mit der Geschichte der Ortschaften und dem Brauchtum ihrer Bewohner sich befassenden Schriften und gab als Ergebnis seiner Forsehungen den 'Führer durch den E1m' heraus. Neben diesem 'Offiziellen Führer des Elmverbandes' bearbeitete er die Neuauflage der kleinen, von dem Kantor J.H.Chr. Schmidt in Lucklum verfaßten Schrift 'Der Elm' (1925).

Das Urnengrab Schmidts liegt an der Westseite des Bosse1hais, oberhalb Samb1eben. Schmidt starb am 27. März 1927.

Foto oben: Richard Schmidt und Frau. Foto unten: Der Stein im E1m.

12. Dreißig Jahre Ackerbauschule Schöppenstedt: 1844·1874. Die erste Fachschule neben der Grundschulausbildung nach Abschluß der Volksschule bekam die Ackerbürgerstadt Schöppenstedt im vergangenen Jahrhundert in einer landwirtschaftlichen Schule. Die schulentlassenen künftigen Hoferben sollten eine gute Vorbereitung für ihren Beruf als Landwirte erhalten.

Die beginnende Technisierung und Rationalisierung ergriff auch die landwirtschaftlichen Betriebe und machte es erforderlich, sich genügend Fachkenntnisse auzueignen, um konkurrenzfàhig zu bleiben. Es ist unbekannt, wer die Idee hier aufgegriffen und in die Wirklichkeit umgesetzt hat. Aus späteren Aufzeichnungen geht hervor, daß wohl 1844 die landwirtschaftliche Schule ihren Anfang nahm und daß sie segensreich bis 1874 bestanden hat.

Foto: Schüler der Ackerbauschule auf der Wolfenbüttler Straße (Maler Dorn).

13. Ein Festlied dem Männergesangverein Schöppenstedt zum SOjährigen Bestehen Anno 1896 hieß:

Hoch Schöppenstedt!

(Melodie: Steh ich in finstrer Mitternacht.)

Gar herrlich ist's in Schöppenstedt, Man lebt drin auf und froh und nett,

Da gibts nicht Neid, nicht Zank und Streit, Ist immer große Einigkeit.

Drum währt die Freundschaft sicher hier, Man schließt sie wohl bei Wein und Bier, Doch hält sie länger als der Schaum,

Sie gleicht hier stets dem Eichenbaum. Und ob auch schief der Kirchturm steht, Die Kirchuhr manchmal windig geht -

Der Bürger Sinn ist grad und schlicht Denn falsche Heuchler gibts hier nicht. Das Handwerk blüht in unsrer Stadt,

Ein gut Geschaft der Kaufmann hat, Drum liebt er nicht den Schluß um acht, Denkt: Freiheit nur den Menschen macht!

Bei uns klagt man nicht über Not, Ein Jeder find't sein täglich Brot; Der Bauer selbst zufrieden scheint, Er auch nicht Not zu leiden meint. Doch Eins war ûber in der Stadt, Das hier 'nen guten Posten hat, Weil nirgend Zank und Keilerei

Ist über unsre Polizei.

Vereine wachsen, blühn, gedeihn

Doch mancher fällt bald aus den Reih'n, Wennfest der Grund, wenn treu das Glied, Dann unser Bund noch lange bliiht.

Hab Sängerbruder lieb die Stadt,

Die lauter brave Bürger hat.

Drum nimm dein Glas, stoß an recht nett Und tuft Hoch lebe Schöppenstedt!

Man kann sich vorstellen, mit welcher Begeisterung und Freude sie damals dieses Lied im 'Zoll' gesungen haben. Und wie die Heimatliebe sie verbunden und begeistert hat: Hoch lebe Schöppenstedt!

14. Die in unserem Elmstädtchen am Himmelfahrtstag 1934 durchgefûhrten Heimatfestspiele waren nach Berichten von Dabeigewesenen ein Höhepunkt des kulturellen Lebens ohne gleichen.

Die Festspiele ließen die für die Stadt in historischer und kultureller Hinsicht bedeutsame Zeit um 1505 entstehen. Mehrere hundert Mitwirkende in mittelalterlichen Trachten und zahlreichen Gespannen der damaligen Zeit bildeten den Hintergrund für die auf dem traditionellen Marktplatz sich abspielende zeitgeschichtliche Handlung.

Ein aufgezeichneter Bericht mit dem Titel 'Vorr dat Rat-Hus tzu Schepenstede' läßt uns nur annähernd ahnen, was sich hier abspielte.

Foto: Das Rathaus ohne Fenster.

15. Lachender Sonnenschein liegt über unserem alten, lieben Städtchen ausgebreitet. Strahlend ist das Wetter, strahlend aber ist auch das Antlitz all der vielen Gäste, die Schöppenstedts Mauem heute beherbergt. Aus allen Ortender näheren und weiteren Umgebung sind sie gekommen, Schöppenstedter Heimatfestspiele zu sehen. Ein buntes Bild ungewohnten Lebens erfüllt die Straßen, etwa 4 000 Menschen ftillen den geräumigen alten Marktplatz, um teilzunehmen an den Spielen.

Foto: Braunschweiger Horden bei einem Raubzug in Schepenstede.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek