Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Ekkehard Thon
Gemeente
:   Schöppenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2008-1
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3'

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16. Völlig anders ist heute das Gesicht der Stadt, Nicht nur die vielen Menschen prägen es, nein, ein Stück Vergangenheit scheint auferstanden zu sein. Sogleich beim Betreten der Stadt erhält man dieses Bild. Zollhäuschen sind erstanden an den vier Toren der Stadt und Schlagbäume hemmen den ungehinderten Zutritt.

Die 'Kiepenkieker' (Zollbeamte) lassen niemand passieren, der nicht zuvor den Zoll entrichtet hatte. Die 'Tollen Koste' (Zolltarif) ist angeschlagen. 'Baier und Brennewien dört nich inkomen wie häwt sillwest naug', so heißt es dort unter anderem. Ein Anschlag des Hohen Rathes hängt darunter. Dä Stadt-Thore blewet hüte abend statt bet Glocke 8 1/2 bet Glocke 10 (teine) open! Nemand soll sick dadrumme besopen! Burgerslühe kieket tau - dat in Gottes Namen nich rauwer un anners lumpenpack in use Stadt rinkamen!

Foto: Mittelalterliche Trachtengruppe.

17. Kommt man dann in das Innere der Stadt, so grüßt der altehrwürdige Kirchturm von St. Stephan in seiner wenn auch schiefen - Schönheit. Doch - was ist das? ... Wach ich oder träum ich ... ? Ein Ochse dort hoch am Turm ... Wirklich, ein leibhaftiger Ochse hängt dort oben und steekt weit die Zunge heraus, den Büschel Grases zu erlangen, der dort aus dem Turm zu wachsen scheint. 'Hei licket schon', dieser klassische Ausspruch der längst dahingegangenen Schöppenstedter Vorfahren drängt sich auch mir auf die Lippen und staunend verharre ich, in den ungewohnten Anblick versunken.

Fotos: Der Ochse am Kirchturm.

18. Ein Bäuerlein mit einem Eselchen am Strick zieht friedlich die Straße entlang. Schon hat ihn der Narr erspäht und wettet, den Esel zu entwenden. Er löst das Zaumzeug, halftert sich selbst ein und läßt sich mitziehen. Beinezitterndes Bangen überfällt den Bauern, als er sieht, wie sich sein Esel inzwischen in einen Menschen verwandelt hat. Aber sie befreunden sich und machen sich eilends auf, das im Ratskeller zu begießen. Bevor sie jedoch verschwinden, seift der Narr noch einen Kaminkehrer ein, dan im Abgehen auf die erstaunte Frage, wie es mit dem Rasieren stände, erwidernd: 'Ick seepe bloß in, dat Rasieren kann wer anders maken!'

Foto: Till Eulenspiegel betört einen Bärenführer,

19. Doch weiter drängt mich der Strom der Menschen, auf den schönen, weiten Marktplatz, den Ort, auf dem die Spiele vor sich gehen sollen. 17 Uhr ist's, und der Markt ist schwarz von Menschen. Tausende sind es, die dort auf den Beginn der Spiele unter der Regie eines Schöppenstedters, des Lehrers G. Schmidts, warten. Pünktlich zur festgesetzten Zeit werden sie eröffnet. Der Bürgermeister Fischer spricht zu den Harrenden.

Foto: Ratsherren tzu Schepenstede A.D. 1505. Von links: Kollrodt, Wirgau, Rabetche, Uhde und Quidde.

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20. Musikanten spielen auf, Jungvolk tanzt im Reigen und ein altes Bauernpaar schaut zu, sich im Takte wiegend. Prächtig anzuschauen sind die jugendfrohen Gestalten der Bürgerstöchter in den farbenfreudigen Gewändern längstvergangener Tage. Ein Reisewagen kommt angefahren. Patrizier aus Brussel sind's, auf der Durchreise nach Wien. Viel Merkwürdiges haben sie schon gesehen in der weiten Welt, aber ein Rathaus wie dieses, ohne Fenster, das ist das Seltsamste. Sie machen Rast. Unterdes fragt das Bäuerlein den Kutscher, ob er ihm und seine Frau mitnehmen könne, nach Halberstadt zu. Aber den Taler Fahrgeld kann er nicht aufbringen. 'Nun', so tröstet ihn der Possentreiber , 'jiwne en halben Daler, denn let hei jüch nebenher lopen.'

Foto: Durchreisende.

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