Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Ekkehard Thon
Gemeente
:   Schöppenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2008-1
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3'

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36. Zwölf sangesfrohe Männer gründeten am 9. Juli 1842 den Männergesangverein Küblingen. Der erste Chorleiter, ein Lehreranwärter August Brandes, Sohn des Kantor Brandes, legte jeden Sonnabend einen Fußmarsch von 20 Kilometer (Wolfenbüttel-Küblingen) zurück; später zu Fuß von Jerxheim, der ersten Lehrerstelle, um mit den Sangesbrüdern zu üben.

1846 traten die Küblinger Sänger dem Elmsängerbund bei. Auch ein Banner wurde in diesem Jahr angeschafft. Im Burgtal feierte man 1847 das erste Sängerfest mit Fahnenweihe. Das erste üben fand im Schulhaus statt, später dan 20 Jahre lang im Wohnzimmer des Müllers Laue. 1892 zählte der Verein 30 aktive und 101 passive Mitglieder.

Foto oben: Küblinger Sängerfest 1930. Foto unten: Küblinger Sängerfest 1933.

37. Seit 1887 gab es in Küblingen noch einen zweiten Gesangverein 'Einigkeit'. Er zählte 190255 Mitglieder. Als Ehrenmitglieder gehörten dem Verein der Kothsaß Heinrich Brüdern und der Kantor und Dorfschullehrer Schucht an. Den Vorstand bildeten Dachdecker Heinrich Mühe, Fritz Köhler, Heinrich Becker II und Dachdecker Wilhelm Fricke. Der Dirigent war der Musikus Martin Langenau.

1924 schlossen sich beide Küblinger Gesangvereine unter dem Namen 'Eintracht Küblingen' zusammen.

Foto: Gesangverein 'Einigkeit Küblingen' 1889.

38. Die freiwillige Feuerwehr Schöppenstedt Ortsteil Küblingen wurde am 14. Mai 1874 mit 31 Mitglieder gegründet. Küblingen, Eitzum und Schliestedt bildeten einen Löschbezirk.

Der erste Bezirkshauptmann war der Kantor Rienacker. Ab 1876 der Landwirt und Gemeindevorsteher Vol1mer. Es war der Mannschaft eine große Ehre, der Wehr Küblingen anzugehören. Ab 1875 hatte die Wehr eine gute Luftdruckspritze. Ihre Feuerprobe bestand die Mannschaft beim Ziegeleibrand im Burgtal am 24. April 1880 und der Gutsscheune 1895.

39. Kaum bekannt ist die Schmelzkop'sche Sammlung der Schöppenstedter Streiche. Sie enthält elf Streiche in Versform dazu 'Gruß' und 'Abschied'.

Der Verfasser, einer der Freunde Hoffmanns von Fallersleben, auch mit Karl Grete in Vorsfelde befreundet, ist einer der Volksmänner in der 1848er Freiheitsbewegung unserer Gegend. Er hat das Heft Karl Grete gewidmet. Die Verse 'in C-dur und Fis-moll' sind 'for hoch- un deipnäsige Lüe' bestimmt. Schmelzkop verbindet mit der Erzählung allerhand Lehren über Politik, Kirche, Wirtschaft, die uns heute nicht immer ganz durchsichtig sind und daher den Genuß der zum Teil etwas hölzernen, plattdeutschen Vierzeiler sehr beeinträchtigen.

Vielleicht sind manche von Schmelzkop tendenziös erfunden und nicht eigentliches alles Volksgut.

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40. Wilhelm Börker hat sein ganzes Leben der Pflege und Erhaltung der plattdeutschen Sprache geweiht.

Der am 23. Juli 1869 in Braunschweig geborene spätere Volksschullehrer formte zum Teil die plattdeutschen Verse von Schmelzkop in kleine Geschichten.

So sind die Schöppenstedter Streiche, sprichwörtlich in aller Welt bekannt, ein richtiges deutsches Volksbuch. Auf einer Postkarte abgebildet, grüßt er den Schöppenstedter Gründer des Eulenspiegelmuseums Erich Leimkugel.

Dat Plattdütsche is 'ne Schatzkamer for dä hochdütsche Schriftsprake, wo sei blots ûmmer wä'r rintaugriepen bruket un sik niet Sprakgaud heruthalen kann. Un diisse Schatzkamer is riek un deip un hat en Wunnerschatz as en nein Märekenkönnig up tau wiesen hat.

Dä Sprake is allemal dä Utdruck von Volkstume, sei is dä lebennige Klang un dä Urgrünne von dä Volksseele, sei hört taun nedderdiitschen Lanne just as dä Wieschen un Wälder un Heide- un Moorgrünne. Volk un Land un Sprake sünd tauhope up't engeste verbunnen.

W. Borker

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