Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Ekkehard Thon
Gemeente
:   Schöppenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2008-1
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Schöppenstedt in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

41. Im Jahre 1862 schloß der Dichter Wilhe1m Raabe die sehr glücklich verlaufende Ehe mit Bertha Leiste, Tochter eines Oberappellationsgerichts-Advokaten Christoph Ludwig Leiste aus Wolfenbüttel. Raabes Schwägerin Sophie, geborene Leiste, war mit dem Schöppenstedter Herzoglichen Amtsgerichts-Assessor Wilhelm Hans Floto verheiratet, ein Sohn des Rittmeisters und Domänenpächters in Voigtsdahlum (Groß Dahlum) Georg Friedrich Floto und der Schöppenstedter Arzttochter Luise Breymann. Raabe hatte also in Schöppenstedt eine große Verwandtschaft erheiratet und pflegte auch die Beziehungen.

Im Jahre 1864 fuhr er mit seiner Frau per Bahn zu einem Verwandtschaftsbesuch nach Schöppenstedt. Von hier unternahm er eine Wanderung über Sambleben, Kneitlingen und Ampleben zum Elm. Seine E1mwanderung beschreibt er in der Erzählung 'Meister Autor'. Autor Kunemund (ein Schöppenstedter Name) kommt in einer 'alten Schöppenstedter Karrete' (Kutsche) gefahren.

42. Wie in alten Akten nachzulesen ist, hielt der Verein zur Hebung der Geflügelzucht für Schöppenstedt und Umgebung seine erste General-(Wander-)Versammlung des Verbandes der Geflügelzüchter-Vereine im Herzogtum Braunschweig am 6. September 1896 im 'Zoll zu Schöppenstedt' ab. Was die Gründer Otto Siemann, Gustav Grashoff, Kantor Schucht, Riesland jr. und O. Probst 1894 ins Leben gerufen haben, ist bis heute erhalten geblieben. O. Siemann wurde am 4. Mai 1937 an seinem Geburtstag vom Verein geehrt und erhielt eine aufihn zugeschnittene Schrift 'Ein Züchterleben'.

Die Mitglieder hatten soviel Eier gestiftet, daß ein regelrechtes Eieressen mit Kartoffelsalat - unter Scherzen und Lachen - bei musikalischer Begleitung abgehalten werden konnte.

O. Siemann lebte in jungen Jahren in Monte Carlo, wo er das Taubenschießen bedauerte, gründete in San Remo eine Mustergeflügelstation. Seine Erfahrungen von diesem Wandern konnte er dann in der Heimat als Preisrichter und Ausstellungsleiter auf vielen Ausstellungen weitergeben.

Foto: Uhrmachermeister Otto Siemann.

43. Als 1966 Küblingen seine Tausendjahrfeier begehen konnte, hatte der Männergesangverein Schöppenstedt seinen 120. Geburtstag. Bereits 1896 feierte man das 50jährige Jubelfest gründlich.

Der damalige Chor1eiter und Dirigent war von 1882 bis 1905 Fritz Bürger, der Begründer und Leiter der städtisehen Kapelle. Er hatte zugleich das Amt des Chor1eiters im Männergesangverein zu Küblingen.

Das Jubiläum wurde in großem Rahmen mit Festgottesdienst, mit vielen Kommittees, mit Umzug und vielen Schleifen, mit Festkommers und Ball, mit Frühstück und Nachfeier unter Beteiligung zahlreicher auswärtiger Vereine gefeiert.

Musikdirektor Fritz Bürger komponierte eigens ein Streichquintett 'Geburtstagsfreuden' , das von seiner Stadtkapelle aufgeführt wurde.

Foto: Kapelle Robert Bürger.

44. Im Jahre 1950, anläßlich der Eulenspiegelwoche vom 3.-11. Juni, hatte Schöppenstedt hohen Besuch. Herzog Ernst August von Braunschweig und Lüneburg und Prinz von Hannover und dessen Ehefrau Herzogin Viktoria Luise erwiesen der Stadt ihre Referenz.

Nach dem Tod ihres Gemahls im Januar 1953 besuchte die Herzogin im Juli 1953 noch einmal allein für einen Tag - in ihrer Eigenschaft als 1. Vorsitzende der Niedersächsischen Kinderfreizeitplatzspende e.V. - die Stadt. Zur Kaffeestunde sprach die Herzogin im Gasthaus 'Zum Zoll'. Sie war die einzige Tochter des letzten deutschen Kaisers und preußischen Königs Wilhelm 1I.

Der besondere Dank der Herzogin galt der Stadt Schöppenstedt, die als erste kommunale Verwaltung 1952 bereits dieses Werk gefördert hat und ein Beispiel für viele Städte wurde.

Foto: Von links: Erich Siemann, Herzogin Viktoria Luise, Herzog Ernst August und Stadtdirektor Kroll.

~~~~.

~t'~~ö~~~~ ..

45. Es ist eigenartig, daß Schöppenstedt eine Apotheke hatte, ehe überhaupt ein Arzt in der Stadt praktizierte. Den erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts konnte sich der erste Arzt, Stadtphysikus Dr. Pini, niederlassen.

Der 'Apotheker und Kramer' war ehedem ein Handwerker und betrieb die Apotheke als einen Nebenerwerb seiner Frau, die Drogen sammelte und mischte. Zur Zunft der Krämer gehörend, stellten die Apotheker Zuckerbackwerk und Branntwein her.

Die Herstellung bekömmlicher Heilmittel wurde mit dem lateinischen Ausdruck conficere bezeichnet, die fertige Ware als confectum. Konfekt ist also in der ursprünglichen Bedeutung eine Arznei. Um sie schmackhaft zu machen, hat man sie mit Süßholz, Zucker und Honig umgeben, so daß aus Arznei das süße Naschwerk ward.

Foto links: Apotheker Johann Heinrich Corvinius, gestorben am 25. Dezember 1819 in Schöppenstedt.

Foto rechts: Domänenpächter und Offizier Philipp August Wilhelm Corvinius. Geboren 27. Juli 1790 in Schöppensted 1.

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek