Schwaikheim in alten Ansichten Band 2

Schwaikheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Kurt Eble
Gemeente
:   Schwaikheim
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6401-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwaikheim in alten Ansichten Band 2'

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Vorwort

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nur Menschen die leben, können eine Heimat haben - der Mensch braucht Heimat als ruhenden Pol, in einer Welt, die sich ständig verändert. Die Darstellungen in dieser Bildersammlung sind Zeugen einer schlichten und entbehrungsreichen Zeit. Der Fortschritt hat große Veränderungen mit sich gebracht. Aber es ging auch eine ganze Menge über diese Zeit verloren, das, wenn es nicht 'geborgen' wird, vergessen wird.

Deshalb gilt mein Dank allen, die dazu beigetragen haben, mit diesem Buch ein Stück vergangener Heimat zu bergen und der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Im Februar 1997

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Gerhard Häuser Bürgermeister

Einleitung

Schwaikheims geographische Lage hatte nach Ausweis von Bodenfunden bereits alemannische und römische Siedler zum Seßhaftwerden angelockt. Im Iahre 853 wird Schwaikheim erstmals urkundlich erwähnt und war dann über Jahrhunderte hinweg eine dörfliche, bäuerliche Siedlung. Bis zum [ahre 1808 gehörte Schwaikheim zumAmtWinnenden. Noch im Iahre 1850 befanden sich im Schönbühl Weinberge.

Mit dem Bau der Eisenbahn (Murrtalbahn) im [ahre 1876 sollte nun auch die Industrie Einzug halten.

Schwaikheim zählte im [ahre 1905 1 384 Einwohner, davon sechs Katholiken. Die Markungsfläche betrug 92 3 ha.

Es kann hier nicht der Ort sein, die Geschicke Schwaikheims nachzuzeichnen, es soll hier nur ins Bewußtsein gehoben werden, daß keine Epoche seit der Dorfgründung je eine so nachhaltig veränderte Wirkung auf das Erscheinungsbild unseres Dorfes genommen hat wie unser 20. Jahrhundert. Die ältesten Fotos von etwa 1895 geben uns noch den Urzustand wieder.

Das Gros des hier gezeigten Bildmaterials zeigt uns dann, wie unser Dorf langsam sein Aussehen zu verwandeln begann und somit eine rapide Entwicklung zur heutigen Verfassung verursachte.

Die vorgelegten Fotos und Ansichtskarten entstammen eigener und privater Sammlung, bzw. der Sammlung des Heimatvereins. Viele der Bilder stammen aus Privatbesitz, für die Überlassung sei an dieser Stelle herzlichen Dank gesagt.

Nachdem die Herausgabe des ersten Bildbandes mit Schwaikheimer Ansichten vier [ahre zurückliegt und mittlerweile auch vergriffen ist*, sehe ich in der Gestaltung eines Bilderbuches mit erklärenden Texten ein sinnvolles Angebot für die 'alten' Schwaikheimer, die sich gerne ihrer Jugend erinnern mögen, weiterhin für die nachwachsende und hinzugezogene Schwaikheimer Bevölkerung, die im Blickkontakt mit der jüngeren Entwicklung unseres Dorfes sich ihrer Heimat besser bewußt werden kann.

Im Februar 1997

1 Die Gemeinde Schwaikheim im Rems-Murr-Kreis führt das abgebildete Wappen. Schräggekreuzt der Amtsstab (Vogtsstab ) und Abtsstab. Der Amtsstab ist Sinnbild der bis in das 19. [ahrhundert hinein durch die Vögte zu Winnenden und danach durch das Oberamt Waiblingen ausgeübten Württembergischen Obrigkeit und Gerichtsbarkeit über den Ort. Während der Abtsstab auf das Stift Backnang hinweist, das bedeutenden Besitz und das Patronat der Pfarre! in Schwaikheim innehatte.

2 Winter 1940. Vorne das Ortsschild Schwaikheim, O.A. Waiblingen (Oberamt Waiblingen). Im Volksmund sagte man 'Oh armes Waiblingen'. Links im Bild der Schafstall, der 1974 abgebrochen wurde. Dahinter die Zehntscheuer, das pfarrhaus und der Kirchturm mit Engel.

3 Der Schafstall in der Winnender Straße um 191 O. Von dieser Aufnahme, die Fotograf Weber aus Winnenden aufgenommen hat, gab es eine Postkarte' Ausfahrt zur Weide'. Die Zehntscheuer, die an den Schafstall grenzte, ist

192 7 abgebrannt. Sie wurde bereits 1929 wieder aufgebaut. Dahinter stand die Pfarrscheuer, die 1938 abbrannte, aber nicht wieder aufgebaut wurde. Es ist Emilie Bechtle, die am Tor steht, daneben der Schäfer Almendinger. Aus

dem Fenster schaut Frau Ulrich mit Sohn Reinhold (langjähriger Betreuer der Radballer). Neben den Schafen steht Berta Bechtle mit Adolf Bechtle auf dem Arm, daneben Adolf Müller. 1850 gab es drei Schäfer in Schwaikheim mit zehn Morgen Schafweide.

4 Die Mauritiuskirche mit Turm und Storchennest auf dem Kirchendach um 1920. Ganz links sieht man noch einen Teil vom 'Haus Faßnacht' in der Winnender Straße / Weilerstraße. Es wurde 1970 abgebrochen. Das Tor der Scheuer vom 'I amrn'

steht gerade offen. Das Gebäude dahinter ist das Gasthaus zum 'I.arnrn' . Dort war auch eine Schnapsbrennerei untergebracht. Früher wurden bei Beerdigungen die Särge mit dem Leichenwagen vom Trauerhaus zum Friedhof gefahren. Der Weg führte am 'I.arnrn' vorbei. Deshalb lautete ein geflügeltes Wort: 'Ums Lammeck, da kommt a jeder.'

5 Die Aufnahme von 1915 zeigt das Gasthaus 'Zum Larnrn' mit Wirtshausschild und zwei Bäumen vor dem Eingang. Das Bernerwägele mit Pterd gehörte Albert Escher (mit Hut), dem Vater von Besenwirt Otto. Daneben stehen Resle Eckstein, Herr Eckstein sowie Bürgermeister Pfeiffer. Die Namen der Männer mit den Schaufeln sind nicht bekannt. Links im Bild ist ein Anbau zu sehen, in dem eine Schnapsbrennerei untergebracht war. Auf dem Kirchendach ist noch das Storchennest zu sehen.

6 Diese Aufnahme zeigt das Gebäude Weilerstraße 8 um 1920. Vor dem Haus der Familie Eckstein steht ein Kuhfuhrwerk mit Bretterwagen. Vorne mit der Peitsche Christian Eckstein, am Hauseingang Marie Eckstein und Amalie Schmid geborene Eckstein (Mutter von Willy Schmid).

7 Festumzug des Musikvereins in der Weilerstraße im [ahr 1930. Direkt hinter dem Musikverein kam die Frauenabteilung des Gesangvereins, die erst 1929 gegründet worden war. Links ist das Haus von Pauline Kölz (Paile) sichtbar, dahinter das' Haus Faßnacht' , Ecke Winnender Straße /Weilerstraße. Rechts das Haus von Goll. DerTreppenaufgang gehörte zum 'Haus Mûller'. Weilerstraße 5 und 7. Alle diese Gebäude sind nicht mehr vorhanden, sondern durch Neubauten ersetzt worden.

8 Dies ist die älteste Aufnah me (um 1920) vom Haus 'Bäckerei Rammel' in der Winnender Straße Nr. 7. Bis zum [ahr 1989 war hier noch ein Lebensmittelgeschäft. Links sieht man das Haus der Familie Haag. Die Personen vor dem Haus sind, von links:

Hermann Rommel, Maria Haag (Gerber Haag), Friederike Koch, die Mutter von Fr. Koch, Karoline und Wilhelm Rammel (Bäckermeister) , Reinhold Ulrich, Reinhold Rühle, Artur Rommel, Kaspar Ulrich und Lehrling Eugen Rommel.

Das Haus ist noch unverändert erhalten.

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