Schwaikheim in alten Ansichten Band 3

Schwaikheim in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Kurt Eble
Gemeente
:   Schwaikheim
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6621-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwaikheim in alten Ansichten Band 3'

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Vorwort

Kurt Eble sei Dank, dass er nicht gewankt,

Alt -Schwaikheim in Bildern schon dreimal zu schildern. Er hat es gewagt,

gesuch t und gefragt

nach Namen von Leuten

und alten Gebäuden.

Dass wir nicht vergessen, wies einstmals gewesen, in ärmeren Zeiten

mit mancherlei Leiden

und dennoch auch Freuden. Damit wir beim Sehen auch mögen verstehen,

wie durch unsre Alten,

ihrTun undVerwalten, der Grund ward gegeben, dass wir heut' gut leben.

Eberhard Auer, Pfarrer LR.

Einleitung

Wer dieVergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft.

Richard von Weizsäcker, Alt-Bundespräsident

Die alten Fotos sollen neben ihrer Bedeutung als kultur- und sozialhistorische Quelle für den Zeitraum von

1 895 bis 1950 vor allem der Erinnerung, dem Erzählen und der Heimatpflege dienen. Die moderne Reizüberflutung durch die verschiedenartigen Medien hat die mündliche Überlieferung in den Familien beinahe erstickt. Die verschüttete Einzeltradition wieder zu beleben, Vergangenes anschaulich und verstehbar zu machen, das Interesse an der eigenen Familie, am geschichtlichen Dorfgeschehen, an der Dorf- und Heimatgeschichte zu wecken, möchte sich dieser Fotobildband zur Aufgabe machen. Denn nur durch die mündliche und schriftliche Überlieferung bleibtVergangenheit lebendig, ist Geschichte nicht nurVergangenheit, sondern 'Spurensicherung' zum Verständnis der Gegenwart und zur verantwortungsvollen Bewältigung der Zukunft.

Die vorgelegten Fotos und Ansichtskarten entstammen eigenen und privaten Sammlungen bzw. der Sammlung des Heimatvereins.

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Kurt Eble

Schwaikheim , im Mai 2000

1 Ansicht van Schwaikheim um 1680, wie sie in dem Farstkartenwerk von Andreas Kieser, also noch var dem großen Brand, aufgezeichnet ist. Bereits damals hatte das Schwaikheim er Rathaus einen Turm. Der Turm der Mauritiuskirche hatte noch eine andere Farm als heute. Nach dem Umbau im Iahre 1841/42 erhielt die Kirche einen Engel auf den Turm. Die Höhe des Kirchturms beträgt heute 36m.

2 Gar nicht wie ein 'Schlössle' sieht das Doppelhaus in der Leintelstraße 1 und 3 heute aus, das inmitten einer noch erkermbar großzügigen, rechteckigen Hofanlage liegt. Im Vorbau rechts existiert noch der Rest eines runden Treppenturmes. Dass es sich einst um ein herrschaftliches Anwesen gehandelt hat, lassen der noch erhaltene Stumpf einer Wendeltreppe und vor allem ein sehr großer, fast 5 Meter hoher Gewölbekeller unter den Häusern der Leintelstraße 1 und 3 erkennen. Einen Keller mit solch Dimensionen hat kein Bauer benötigt. Hier konnten Vorräte gelagert werden, die aus mehreren Höfen zusammenkamen, vielleicht Naturalabgaben von mehreren steuerpflichtigen Untertanen.

3 Ältere massive Bauteile des Schlössles, darunter auch Reste eines runden Treppentürmchen, sind noch nicht näher untersucht. Heimatforscher glauben, hier den in schriftlichen Quellen genannten Frühmesshof lokalisieren zu können. Das würde bedeuten, dass der Herrenhof bereits im 15. Jahrhundert existierte. Am Rundbogen im Kellereingang dagegen steht die Jahreszahl 1603. Im 16. Jahrhundert befand sich das Anwesen im Besitz der Familie Kölz, deren Grabmale in der Kirche zu sehen sind. Vermutlich ist der Hof auch mit dem im frühen 18. Jahrhundert urkundlich erwähnten Deutschen Hof, also einem Herrengut der Deutschordensritter, identisch.

4 Das Gasthaus zur Sonne in der Hauptstraße Nr. 8 um 1 898. Am Leiterwagen steht Wilhelm Ludwig Schûle, Zimmermann, 1832-1900. Vor der Türe steht sein Sohn Ernst Schüie, Wagner, geboren 1867. Hinter derTüre steht seine Tochter Pauline Schûle, geboren 1879. Sie war im Nachbarort Korb mit H. Daiss verheiratet. Rechts am Hauseck mit einem Kind an der Hand: Die Sonnenwirtin von Schwaikheim, Pauline Lidle geb. Schmalzried, geboren am 23. April 1876. N ach Kriegsende bis zum Abriss des Gebäudes 1965 war das Gasthaus nur noch sporadisch geöffnet, um die Konzession nicht zu verlieren.

5 Haus Schmid in der Hauptstraße 13 ('Freyschmid'). Dies war das Haus des Schultheißen Christian Schmid, der von 1874 bis 1900 aufdem Rathaus sein Amt ausübte. August Schmid war der nächste Besitzer des Hauses. Dann übernahm sein Sohn Friedrich das Haus, bis er 1960 den Birkenhof baute. Im Untergeschoss befand sich von 1964 bis 1969 eine Autoreparaturwerkstatt. Im Iahre 1968 brannte das Haus ab. Die Ruine wurde 1976 abgebrochen. Das Mädchen an der Stalltüre ist Martha Seufer, ganz rechts steht Martha Häusermann geb. Frey. Aus dem Fenster schaut Katharina Schmid.

6 Die Hauptstraße im Iahre 1935. Heute könnte man die Straßenwalze nicht mehr quer zur Straße fahren lassen, aber damals, als die Hühner noch frei auf der Straße liefen, war das Leben noch nicht so hektisch. Rechts sieht man die Bandsäge des Wagners Weisshaar, der sein Handwerk noch bis in die achtziger Iahre ausübte. In der Bildmitte oben steht das Haus Waizel, das 1 979 abgebrochen wurde. Links davon ist das Fachwerkhaus des Wagners Schüle, das auch Elternhaus von Meta Escher (frühere Besenwirtin) ist.

7 Das Haus Oetinger in der Leintelstraße 24. Diese Aufnahme wurde 1 915 gemacht. Wilhelm Oetinger lädt gerade Mist auf seinen Bretterwagen. Da es zu dieser Zeit noch keine Kläranlage gab, führte das Abflußrohr der Küche direkt ins Freie. Seine Frau Wilhelmine steht am Hauseingang. Uropa Johannes Haag schaut aus dem linken Fenster. Später erblindete er, erreichte aber dennoch das biblische Alter von 92 Iahren. Der Knabe, der aus dem oberen Fenster blickt, ist Friedrich Oeringer. Am Küchenfenster stehen Blumen und die gereinigte Milchkanne.

8 Leintelstraße Nr. 1 9.

Das Haus von Paul Knaussmann um 1920. Die beiden Gebäude der Leintelstraße 17 und 19 sind zusammengebaut. Am Fachwerk beginnt Haus Nr. 19. DerTreppenaufgang befindet sich aber noch auf dem Grundstück von Nr. 17. Am rechten Bildrand steht Paul Knaussmann. Er betrieb ein Baumaterialienund Fußbodengeschäft und fertigte außerdem Treppenstufen und Terrazzospülsteine. Später war sein Lagerplatz beim Güterschuppen am Bahnhof. Heute ist die Firma Knaussmann im Industriegebiet angesiedelt.

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