Schwarzenberg-Schönmünzach in alten Ansichten

Schwarzenberg-Schönmünzach in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Finkebeiner
Gemeente
:   Schwarzenberg-Schönmünzach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6089-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwarzenberg-Schönmünzach in alten Ansichten'

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39 Um1930gabesim Kurort heftige Diskussionen. Die immer zahlreicheren Gäste des Ortes forderten eine bessere Bademöglichkeit, als dies bisher in Murg und Schönmünz möglich gewesen war. Zur Diskussion stand der Ausbau des sogenannten Ochsenbades an der Schönmünz, des Weihers der 'Goßweiler-Säge' im Kurgarten und die Anlegung eines Bades in den Auen zwischen Schwarzenberg und Schönmünzach. Doch heftigerWiderstand gegen diese Pläne kam vom Besitzer des Hotels zur Post, weil er schon ein Freibad vor seinem Hotel, an der Stelle der abgebrochenen 'unteren Säge', geschaffen hatte. Er fürchtete die Kon-

kurrenz eines zweiten Bades im Kurort. Trotz seines Widerstandes kam es 1938 zum Bau des bis heute bestehenden Frelbads in den Auen. Das

Foto, einem Werbeprospekt des Hotels enmommen, zeigt das 'Post-Freibad' um 1935.

40 Vom Verlobungsfelsen, hoch über dem Murgtal gelegen, fällt der Bliek auf das Schönmünzacher Unterdorf Ganz rechts im Hintergrund, dicht an der Murg, erkennt man das Hotel 'Waldhorn', unmittelbar an der Laudesgrenze zu Baden gelegen. Links davon, auf der anderen Straßenseite, steht die damals ebenfalls zum Waldhorn gehorende 'Dependance', etwas weiter flußauf am Murgufer die zur Glasfabrik gehörende 'Untere Sägmühle' . Auf der anderen Straßenseite sieht man die verschiedenen Gebäude des 'Gasthofs zur Post' und das ehemalige Forstamt. Etwas höher am Hang, in der linken oberen Ecke, steht am 'Schoolweg' das Ferienhaus

der Familie von Moltke, die über viele [ahre hinweg in Schönmünzach ihren Urlaub verbrachte. Bei dem Gebäude links unten handelt es sich um die 'Handlung K. Batsch', den heutigen Hotel-Gasthof

'Carola'. Diese Foto wurde im Iahre 1898 aufgenommen.

41 Dieser Rechnungskopf wurde um 1880 von dem Reichenbacher Lithographen Emanuel Haisch gefertigt. Schon im Iahre 1811 erbaute der 'Grenzzöller und Wirth' ].G. Stäbler diesen Gasthof Hier verläuft die alte Landesgrenze zwischen Baden und WÜIttemberg. Nachdem man um 1800 die Murgtalstraße durchgehend befahrbar gemacht hatte, wollte Stäbler den Reisenden durch das Murgtal neben dem Zollhaus eine Rast- und Unterkunftsmöglichkeit bieten. Um 1825 heiratete Johannes Frey aus Röth, ebenfalls 'Grenzzöller undWirth', in den Gasthof ein und übernahm bald darauf den gesamten Betrieb. In den folgenden Jahrzehnten

versuchten die 'Waldhorn'Besitzer immer wieder, mit dem benachbarten Gasthof 'Glashütte' zu konkurrieren. Dieser Wettbewerb wirkte sich auf die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Schön-

münzach überaus belebend aus.Am 1. November 1878 übernahm Familie Scherer aus Karlsruhe den Gasthof.

42 ImJahre1901wurde das fast 100 Iahre alte 'Waldhorri' abgebrochen. Es mußte einem Neubau weichen, von dem große Teile heute noch erhalten sind. Das Bild zeigt das 'Waldhorn' um 1900, kurz vor demAbbruch des alten Gebäudes. Die 'Dependance'desW~dhorns auf der anderen Straßenseite ist schon moderner gestaltet. Die Zimmer sind teilweise mit Balkon versehen. Um 1910 gelang es Familie Scherer für kurze Zeit sogar, dem Konkurrenzhotel 'Post' die Poststation abspenstig zu machen. Am Balkongelander des Neubaus wurde damals ein großes Schild angebracht mit dem Text: 'Kón. Württ. Posthalterei,' Allerdings dürfte

diese Poststation nur wenige Iahre in Betrieb gewesen sein.

43 Auf diesem Foto, um 1910 aufgenommen, ist der Neubau des Waldhorns von der badischen Seite her zu sehen. Unmittelbar vor dem Gebäude im Bereich des Holzstapels verläuft die ehemalige Landesgrenze. Heute ist es Kreisgrenze zwischen Rastart und Freudenstadt. Weil die meisten Gäste aus dem unteren Murgtal anreisten, versah Familie Scherer die Wände des Gebäudes mit einer ganzen Reihe von Werbetexten, um unübersehbar auf sich aufmerksam zu machen. Familie Scherer führte den Betrieb bis 1933, dann übernahm Familie Holzschuh das Hotel. Im September des Iahres 1 956 wurde es in eine Klinik umgewandelt, die Ge-

schichte des Fremdenverkehrsbetriebes an der Landesgrenze war zu Ende. Die 'Dependance' wurde zu

'Holzschuh's Schwarzwaldhotel' umgebaut und wird auch weiter als Hotel betrieben.

44 Am Zusammenfluß von Murg und Schönmünz, gegenüber der Glashûtte, erbaute 1851 der Posthalter und frühere Besitzer des Gasthofs 'Glashütte', Carl M. Leo, das 'Gasthaus zum Schiff'. Doch bald verkaufte er den Gasthof und zog aus Schönmünzach fort. In den folgenden jahrzehnten kam es zu häufigem Besitzerwechsel. Der Name des Gasthofs sollte vermutlich an die Flößerei auf den beiden Flüssen und die Flößer, die 'Murgschiffer', erinnern. Ursprünglich kehrten hier neben den Reisenden vor allem die Glasmacher ein, deren Durst bei der Arbeit an den heißen Glasöfen beträchtlich war. Doch bald besuchten auch zahlreiche Urlaubsgäste

diesen Gasthof. Bei der Gruppe, die auf diesem um 1890 aufgenommenen Bild zusammen mit der Wirtsfamilie Frey vor dem Gebäude steht, könnte es sich um Pfadfinder handeln, die sich auf einer

Wanderung befanden und dabei im 'Schiff" Rast machten.

45 DerGasthof zum Steinbock' an der Schifferstraße wurde im [ahre 1 872 durch den Glasmacher Ludwig Förderer erbaut. In jenen [ahren nach dem '70er-Krieg' entstand in Schönmünzach eine ganze Reihe neuer Häuser, bedingt durch die damals florierende Glashütte und den beginnenden Fremdenverkehr. Im Mai 1 887 verkaufte Förderer den Gasthof an den Metzgermeister Ferdinand Lorenz. Von Herbst 1 892 bis Juni 1899 war in einem Teil des Gasthofes die katholische Schule des Ortes untergebracht. Im [ahre 1902 bauten die neuen Besitzer, Familie Seiß, eine Kegelbahn an den Gasthof an. Kurz vor 1980 wurde das gesamte Gebäude

abgebrochen. Lediglich die Fundamente der ehemaligen Kegelbahn sind noch vorhanden. Heute kann man sich kaum mehr vorstellen, daß an dieser Stelle, vor der Felswand gegenüber vom Kaufhaus

Hauber, früher einmal ein größeres Gebäude stand.

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46 Waren das noch Zeiten. als man unbedenklich auf der Straße Fußball spielen konnte, ohne dauernd vor den Autos davonrennen zu müssen! Das Bild wurde im]uli 1934 in der Schönmünzstraße vor dem Gasthaus 'Blume' aufgenommen. Die mächtigen Holzhaufen arn Straßenrand zeigen, daß man damals noch überwiegend mit Holz heizte. óï-, Gas- und Elektroheizung waren unbekannt. Im Hintergrund, auf der anderen Seite der Schönmünz, ist auf dem 'Oberen Holzplatz' noch das sogenannte Frick-Haus, eine der drei Sägmühlen der ehemaligen Glashütte, zu erkennen. Auch dieses Gebäude wurde um 1977 abgebrochen.

47 Auch die Winter verdienten in früheren [ahren noch wirklich diesen Namen. Auf den Straßen streute man kein Salz und keinen Split, so daß man darauf noch mit Schlitten und Skiern unterwegs sein konnte. Die wichtigsten Verkehrsverbindungen wurden mit dem 'Bahnschlitten' geräumt, einem Spitzpflug aus Holz, von mehreren Ochsengespannen gezogen. Auf dem Bild sehen wir den Beginn der Schönmünzstraße, auf der linken Seite zwei (inzwischen abgebrochene) Fachwerkhäusehen, die man um 1830 als Taglöhnerhäuser erbaut hatte.

48 Ein großer Teil der Glasmacher in Schönmünzach war katholisch. Ursprünglich wurden diese von Preudenstadt aus kirchlich betreut, bis man schließlich im Iahre 1869 in Schönmünzach eine Kapelle erbaute. In der Zeitung 'Der Grenzer' war zu lesen: 'Gestern hat zu Schönmünzach eine schöne kirchliche Feier stattgefunden, nachdem die dortige Kapelle dem gottesdienstlichen Gebrauch übergeben werden konnte. Aus rothem Sandstein solid erbaut, mit Dachreiter und Glocke versehen, steht die Kapelle und schaut ins Schönmünz- und Murgtal hinab. Möge das schöne Bergkirchlein allen eine Quelle des Segens und Friedens sein.' Im

Juni 1899 konnte dann direkt bei der katholischen Kapelle ein neues Gebäude als Schulhaus eingeweiht werden. Dieses Gebäude diente zugleich als Wohn- und pfarrhaus für den katholischen Geistlichen, Vikar Schweizer, der am selben Tag in sein Amt eingesetzt wurde.

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