Schwarzenberg in alten Ansichten

Schwarzenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Anette Bauer
Gemeente
:   Schwarzenberg
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5693-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwarzenberg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Schwarzenberg ist mit über 20 000 Einwohnern eine kleine Industriestadt und liegt im westlichen Erzgebirge an der Bahnlinie Zwickau-Johanngeorgenstadt.

Im letzten Jahrhundert hatte sich Schwarzenberg zu einer traditionsreichen und wichtigen Industriestadt entwickelt. Sowohl der Bergbau, der das gesamte Landschaftsbild des Erzgebirges prägte, als auch die daraus resultierenden Betriebe der Metallverarbeitung, bestimmten das Bild der Stadt.

Wegen der schönen Parkanlagen mit Laub- und Nadelwäldern, der Kuranlage des Bades Ottenstein und weiterer Kulturstätten nannte sich Schwarzenberg die 'Perle des Erzgebirges'. Deshalb soll der Ort hier vorgestellt werden, besonders im Zeitraum von 1850 bis 1930.

Bis heute hat sich vieles verändert. Die eigentliche Altstadt entstand auf einem dreieckigen Felsplateau zusammen mit der Burg um 1150 im Zuge der Besiedlung des Landes durch fränkische und thüringische Bauern. Die Burg diente dem Schutz der Kaufleute, die auf der wichtigsten Handelsstraße, auch Salzstraße genannt, von Zwickau nach Böhmen fuhren, um dort Salz zu handeln.

Die letzten Besitzer der Burg, die Familie der 'Iettau er, verkauften Mitte des 16. Jahrhunderts die Herrschaft Schwarzenberg an die sächsischen Kurfürsten. Kurfürst August von Sachsen ließ es zu einem Jagdschloß massiv in Stein umbauen.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts arbeitete im Schloß das Amtsgericht. Der Turm wurde erhöht und mit mehr Gefängniszellen ausgestattet, die bis 1945 genutzt wurden.ln einem Teil des Schlosses befand sich bis 1990 das Kreisgericht. Das Museum der Stadt wird heute noch im Schloß geführt. In drei Etagen wird die Geschichte der Stadt, ihres Handwerkes, des Bergbaus, der Eisenindustrie, des Zinngießerhandwerkes, der Spitzenklöppelei des Gebietes den Besuchern präsentiert.

Auf Grund der mittelalterlichen Stadtbauweise mit dicht an dicht gesetzten Fachwerkhäusern, brannte die Stadt mehrmals ab. Nach jedem Neuaufbau änderte sich das Architekturbild. Alle Häuserfassaden sind schlicht gegliedert, einschließlich der Portalgewände. Die Haustüren waren reichgestaltet und die Häuser zweigeschossig, später allmählich um zwei oder drei Stockwerke erhöht.

Typisch fur das Erzgebirge waren die schietergedeck -

ten Dächer mit Gaupen. Noch heute wird das Bild der Stadt durch eine schlichte klassizistische Bauweise bestimmt,

Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche, die auf dem heutigen unteren Markt stand, vor das Schloß, der ehemaligen unteren Burg, gebaut. So entstand ein architektonisches Ensemble, das auf dem Felsplateau alles überragt, von allen Seiten gesehen wird und zum Wahrzeichen der Stadt Schwarzenberg wurde. Erst allmählich vergrößerte sich die Stadt außerhalb der Stadttore auf Grund der industriellen Entwieklung durch die Entstehung von Hammerwerken entlang des Schwarzwassers,

Es kamen die Vorstadt, die Gemeinden Neuwelt, Sachsenfeld, Wildenau und die Neustadt hinzu.

Der aufblühende Bergbau gab vielen Familien Arbeit und Brot. Es entwiekelten sich durch diesen spezifische metallverarbeitende Berufe, wie die der Nagel- und Löffelschmiede, später auch der Klempner. In den Gießereibetrieben wurde Eisen gegossen. Im dargestellten Zeitraum wurde das Stadtbild von vielen kleinen Betrieben geprägt.

Große Bedeutung für die Entwicklung hatte 1858 die Eröffnung der Eisenbahnlinie Zwickau-Schwarzen-

berg, die 1882 nach Johanngeorgenstadt und 1889 nach Annaberg weitergeführt wurde.

Das Stadtzentrurn, mit seinem Wahrzeichen Schloß und Kirche, hoch auf dern Felsen sich befindend, fügt sich harmonisch in die weite Wald- und Hügellandschaft ein.

Die Felsvorsprünge 'Ottenstein' und "Iotenstein' bieten einen herrlichen Bliek auf die Stadt, ihre Urngebung und das Schwarzwassertal.

Die Altstadt ist über die Bahnhofstraße, die Erlaer Straße und über Kirch- und Rittmeistersteig zugänglich,

An diesen erkennen wir einen weiteren Schmuck der Stadt im Frühjahr, wenn das Schwarzenberger Edelweiß blüht.

1. Schwarzenberg um 1875. Ein Bild urn 1875 stellt den alten Schwarzenberger Stadtkern, vom Krummen Weg bzw. Ausläufer des Brückenberges aus gesehen, dar. Der Schloßturm zeigt sich in seiner Silhouette bereits nach seinern letzten Umbau. Die Kirche steht vor dem Schloß und nicht mehr auf dem heutigcn Unteren Markt. Da die Kirche oft durch Stadtbrände zerstört wurde und das Schloß gut erhalten blieb, baute man die Kirche zwischen 1690 und 1699 auf das Gelände der ehemaligen unteren Burg.

2. Schwarzenberg um 1900. Das Stadtzentrum ist von Südwesten her durch die Erlaer Straße, rechts im Bild, erreichbar. An dieser Straße ist links der alte Kuttelhof zu sehen, wo heute der Sitz der Lokalredaktion der 'Freien Presse' ist. Links im Zentrum steht noch der alte Ratskeller, der 1906 abbrannte und danach mit einern runden Saigertürmchen aufgebaut wurde.

3. Schwarzenberger Edelweiß. Neben den Drebacher Krokuswiesen ist das Schwarzenberger Edelweiß eine Besonderheit der Flora des Erzgebirges . Mit der wissenschaftlichen Bezeichnung 'Spanische Wucherblume' blüht diese Pflanze in den Monaten Mai bis September in Schwarzenberg an Felswänden, Wegrändern und Ufer- und Straßenrnauern. Die vielen weißen Blüten erstrahlen wie große Schneeflächen und erhellen das gesamte Stadtbild. Diese Pflanze kam Mitte des 19. Jahrhunderts mit spanischer Korkeiche per Eisenbahn in dieses Gebiet, als 1859 im Raschauer Grund mit der Korkproduktion begonnen wurde. Da die Annaberger Eisenbahnstrecke ab Schwarzenberg noch nicht erschlossen war, wurde die Korkeiche in Schwarzenberg von der Bahn auf Fuhrwerke umgeladen. Dabei fielen die Samenkörner des nun entstehenden 'Schwarzenberger Edelweiß' heraus, die si~h in der Eichenrinde befanden.

4. Bûrgermeister Weidauer. Als Bürgermeister von Schwarzenberg agierte Friedrich Gustav Weidauer von 1840 bis 1881. Für die Stadt war er in der Zeit des industriellen Aufschwungs eine bedeutende Persönlichkeit. In seiner Amtszeit förderte er den ökonomisch wichtigen Bau der Eisenbahnlinie von Zwickau nach Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt. Damit war auch eine günstige Anbindung für Kurgäste, die nach Karlsbad fuhren, geschaffen. In diesem Zusarnmenhang sollte auf Weidauers Anregung die Anlage des Bades Ottenstein käuflich erworben und für ein Kurunternehmen erschlossen werden. Mit Stiftungen, die die Stadt erhielt, setzte sich Bürgermeister Weidauer für die Errichtung eines Erziehungsheims für Waisenkinder im ehemaligen Gutshof des Vorwerks ein. Zur Erinnerung an den Altenburger Prinzenraub erhielt das Heim den Namen 'Prinz-Albert-Stift'.

5. Bahnhof Der Bahnhof Schwarzenberg entstand im Zuge der raschen industriellen Entwicklung Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1858 wurde auch die Bahnstrecke Schwarzenberg-Zwickau eröffnet. Eine besondere Verkehrsverbesserung bewirkte die Erweiterung der Strecke nach Johanngeorgenstadt 1883 und 1889 nach Annaberg. Nach Johanngeorgenstadt war eine eingleisige Strecke gebaut worden. Einmalig für dieses Gebiet ist die Tunneldurchfahrt durch den Schloßfelsen (direkt unter dem Schloß). Bis Anfang der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts arbeitete am Schloßfelsen ein Schrankenwärter.

6. Die letzte Postkutsche von Schwarzenberg. Am 1. Mai 1858 begarm die staatliche Posthalterei in Schwarzenberg. Diese war die einzige in Sachsen, die direkt von der staatlichen Postverwaltung betrieben wurde. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinien von Zwickau nach Schwarzenberg und später weiter nach Johanngeorgenstadt (1883) und Annaberg (1889) waren die Postkutschen immer weniger gefragt. Die letzte Postkutsche fuhr am 30. April1900 von Schwarzenberg nach Grünhain, da am nächsten Tag die Bahnlinie Zwönitz-Grünhain-Scheibenberg eröffnet wurde. Diese letzte Personenpostkutsche betrieb der Kaufmann Eduard Richter, der auch seit dem 1. Juli 1890 die Gebäude der Posthalterei gepachtet harte. Nur von Beierfeld fuhren ab 1902 noch drei Güterpostkutschen nach Schwarzenberg, da diese Strecke durch die Bahn nicht befahren wurde. Mit dem Abriß des alten Gebäudes der kaiserlichen Posthalterei in Schwarzenberg im Jahre 1902, war damit das Ende der Postkutschenfahrten besiegelt.

Schwarzenberg i. Erzgeb.

7. Das Neumann-Haus. Auguste Friederike Neumarm war Geschäftsfrau und fuhr zum Einkauf nach Dresden. Ihr gefiel dort die damalige Jägerkaserne. Nach deren Vorbild ließ sie 1900 das alles überragende Neumannhaus am Bahnhof mit Gleisanschluß und Laden bauen. Das Grünwarengeschäft wird heute noch von der Enkelin Anneliese Neumarm betrieben. Das Haus wurde größer als geplant gebaut und der vorhandene große Wohnraum wurde billig vermietet. Zur Eröffnung des Hauses spielte eine Kapelle auf und jeder, der hereinkam konnte das Tanzbein schwingen.

8. Eugen Veit. Auf diesem Bild ist das ehemalige Goßweilerhaus zu sehen, in dem sich das alte Schwarzenberger Kino befand. Links führt die Straße über die Egermannbrücke, gegenüber befand sich die Bahnhofstraße mit dem ehemaligen 'Sächsischen Hof. In diesem Haus befand sich das Geschäft des Schwarzenberger Fotografen Eugen Veil. Ein großer Teil seiner Sammlung an Glasnegativen von Schwarzenberg und Umgebung befindet sich heute im Besitz des Museums der Stadt. Eugen Veit war ein sehr guter Fotograf. Am 29. Juli 1901 wurde er vom Grafen Gramont zum Hoflieferanten des Hauses Orleans ernannt. Damit wurde ihm die Ehre zu teil, auf seinen Briefen und geschäftlichen Dokumenten die Zeichen des Königshauses von Frankreich zu führen.

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