Schwarzheide in alten Ansichten

Schwarzheide in alten Ansichten

Auteur
:   Kultur- und Heimatverein Schwarzheide
Gemeente
:   Schwarzheide
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6571-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwarzheide in alten Ansichten'

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19 Beim Gauturnfest

Die Sportvereine wirkten über die Ortsgrenzen hinaus. Bestimmte Regionen wurden zusammengefaßt und als Gau bezeichnet. Der Gau hatte wiederum vier Bezirke. Zschomegosda und Naundorf

gehörten zum Lausitzer EI- 1$.

stergau.

Das Foto zeigt eine Sondervorführung vom Bezirkstur-

nen des dritten Bezirkes zum

Gautumfest 1929 in Zschornegosda. Das Bild entstand noch auf dem alten Sportfeld. Wie der bekannte neue Sportplatz, so war er ebenfalls westlich der Mückenberger Straße gelegen. Es dürfte auf dieser alten Sportanlage fast die letzte Veranstaltung gewe-

sen sein, bevor der Tagebau das Territorium des Platzes erreichte.

20 GuterTurnsport

Neben den Ballsportarten waren es die Turner, die in Zschornegosda ein hohes Leistungsniveau entwickelten. Wie viele andere Sportler mußten auch OUo Aulhorn und Karl Zschieschack oft die Turnkunst unter Beweis stellen. Bis an die Saaldecke sollen sich in den Gasthäusern die Tische getürmt haben, auf denen die akrobatischen und turnerischen Kunststücke gezeigt wurden.

Unvergessen sollen auch die Namen von Erich Lesche und Hans Fischer bleiben, die viele [ahrzehnte, bis ins hohe Alter hinein, den Turnsport in Schwarzheide aufrecht erhielten, als Übungsleiter fungier-

ten sowie noch 1991, siebzigjährig, an Altersweukämpfen teilnahmen.

21 Der Biirenhof

Eine schöne Wohnanlage entstand 192 1 südlich der Lauchhammer Straße, der Bürenhof. Es ist der heutige Hugo- Wolfram-Platz. Harmonisch ist die Anordnung im Rondell. Die sieben Häuser, jeweils für zwei Familien, entstanden in Anlehnung an die Gartenstadtarchitektur, die beim Siedlungsbau besonders in den zwanziger und dreißiger [ahren große Verbreitung fand. Karl Büren war in dieser Zeit einer der führenden Köpfe der Bubiag. Damit ist gesagt, daß die Wohnanlage im Auftrag des Bergbauunternehmens als Angestelltensiedlung für die eigenen, bessergestellten Mitarbeiter in Auf-

trag gegeben wurde. Das Foto muß um 1935 entstanden sein.

22 Das Café Herzog

Daß die Schwarzheider ein gastfreundliches Völkchen waren, ist auch an der Zahl der Gasthäuser und Cafés abzulesen. Eine dieser Schankwirtschaften war Konditorei und café Otto Herzog in der Lauchhammer Straße. Hervorgehoben wurde schon damals extra, daß diese Gaststät te Münchner Löwenbräu ausschenkte. Vor 1908 ist das Bild entstanden. Heute ist das Haus an der Fassade und den Bäumen sowie dem Zaun nicht mehr erkennbar. Es beherbergt heute auch keine Gaststätte mehr. Bei dem späteren Namen café Kalisch oder Lausitzer Bierstube wird einigen in den Sinn kommen,

um welches Gebäude von Zschornegosda es sich an der damals noch unbefestigten Reichsstraße 169 handelt.

GRUSS aus ZSCHORNEGOSDA allo Herzog's Conditorei

23 Der Mädchenbund

In Zschomegosda gab es eine Vereinigung von Mädchen, den Mädchenbund. Einige der Mitglieder waren bereits verlobt und ihren späteren Männern versprochen, was sie durch die angesteckten Sträußchen ausdrückten.

Das Bild entstand zur Verabschiedung von Dorothea Daubitz, deren Vater Lehrer an der Zschornegosdaer Schule war. Wohl alle Angehörigen aus dem Bund erhielten dieses Erinnerungsfoto mit einer Widmung. Auf unserem Bild steht:

Ihnen, liebes Fräulein EIsa Gröbe, zur Erinnerung an den Mädchenbund gewidmet. Zschomegosda, den 18. September 1932.

Dorothea Daubitz hatte geheiratet, trug danach den Namen Mahlig und verließ den heimatlichen Ort. Sie sitzt in der vordersten Reihe als vierte von rechts hinter dem Erinne-

rungsgeschenkbild. Hinten in der Mitte steht Pfarrer Regensburger.

24 Das Restaurant Laag

In den zwanziger [ahren ist diese Ansichtskarte gedruckt worden. Sie zeigt Paul Laags Restaurant zur Erholung. Gelegen ist dieses Gasthaus an der Lauchhammer Straße und trägt heute die Hausnummer 6.

Die Gastwirte unterstützten besonders das Vereinsleben im Ort. So erfolgt 1914 die Gründung eines Kaninchenund Gef1ügelzuchtvereins im Lokal des Herrn Paul Laag in Zschornegosda. Als erster Vorsitzender wurde Wilhelm Kern aus Zschornegosda gewählt. Der Verein, der die Zeit überdauerte, trägt seit 1990 den Namen Kleintierzüchterverein 1914 SchwarzheideWest e.v. Der Gasthoflaag

war auch Vereinslokal der Arbeiterwohlfahrt. Die Gaststätte gibt es leider nicht mehr. Heute befindet sich darin das Vermessungsbüro Ruge.

Zschernegosda Kr Calau Laags Restaurant zur Erholun

25 Zur Jugendfastnacht

Mehrere solcher Fotos entstanden Ende der zwanziger und in den dreißiger [ahren. Diese Gruppenaufnahme zeigt das junge Völkchen des Dorfes zur Jugendfastnacht am 27. und 28. Februar 1938. Am Sonntag wurden die besten Sachen aus dem Schrank geholt. Man wollte schließlich auf die anderen Gleichaltrigen Eindruck machen und vielleicht den Partner fürs Leben finden. Mit Musik waren die Mädchen vom café Herzog zur Gaststätte Laag gekommen, wo sich die Burschen versammelt hatten. Sie steckten ihrem Auserwählten ein Sträußchen an und nun mußten beide gemeinsam die

Fastnacht durchfeiern. An diesem ersten Tag gab es ausschließlich Damenwahl und nur ganze dreimal hatten die Herren die Chance, sich die Tänzerin zu wählen, so hat es Erich Lesche erzählt. Ein [ahr

wurde im Gasthof Schieschke und im darauffolgenden im Gasthof Socher gefeiert.

Die Fassade des Hauses, vor der das Bild entstand, ist in der abgebildeten Art nicht mehr erhalten. Auch der

schöne Balkon hat die Zeit nicht überdauert. Es handelt sich um das Haus Lauchhammer Straße 4.

Heute befindet sich darin die Sauerstoffkurstation Schumacher.

26 Eine Fastnachtfeier

Am nächsten Morgen ging es weiter. Man verkleidete sich. Zu feiern verstanden die Menschen wohl zu allen Zeiten. Besonders beliebt war aber dieses Fastnachttreiben, denn es fiel in eine [ahreszeit, die der Landwirtschaft weniger Arbeit bescherte. Die Feldarbeit hatte ja noch nicht begonnen. Erst wurde vor der Fastnachtfeier gezarnpert. Manch Dutzend Eier, manche Speckseite mag dabei zusammengekommen sein. Ein guter Schluck war auch darunter und dann ging es in den Saal zum ausgelassenen Treiben bei Musik und Tanz. Das Bild aus dem [ahr 193 1 zeigt einige Mitglieder des Jugendvereins Blüh auf aus

Zschomegosda bei der Fastnachtfeier am 2. und 3. März. Bei diesem zweiten Teil der Fastnachtfeier gab es im Gegensatz zum ersten Tag beim abendlichen Tanz nur Herrenwahl.

27 Drei Linden, der Gasthof Schieschke

Eines der größten Gasthäuser mit Saal war Drei Linden. Es stand an der Ruhlander Straße Ecke Kostebrauer Straße, wo sich heute der Parkplatz erstreckt, und trug die Hausnummer 1. Auf dem Bild oben ist links der Saal zu erkennen, auf dem nicht nur getanzt wurde, sondern auch die Turner ihre Übungsstunden abhielten. Der Saal mit der Bühne und den farbigen Prospekten machte sicherlich großen Eindruck auf die Besucher. Letzter Besitzer war Max Schieschke, danach die Gemeinde, bevor der Gebäudekomplex in den Nachkriegswirren abbrannte. In den ehemaligen Remisen und Stallungen sind heute Ge-

schäfte des Einkaufszentrum West untergebracht.

Unten, auf dem Bild rechts, ist die Villa Schieschke zu sehen, die gegenüber des Gasthauses an der Mückenberger Straße steht. Davor war

der Biergarten mit einer Kegelbahn.

Stattlich hat sich auch die Kaiser- Wilhelm-Eiche entwickelt (Bild rechts oben), die 1888 durch den Militärbegräbnisverein gepflanzt wurde.

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28 Ein Kegelklub

Kegeln war ein beliebter Sport. Da gab es oft einen guten Grund, um das Bierglas zu füllen. Fast zu jedem großen Gasthaus gehörte eine Kegelbahn. Auch Drei linden, der Gasthof von Max Schieschke, hatte eine solche Bahn, auf der sich der Kegelklub Gut Holz traf 1931 entstand das Foto vom Verein im Biergarten der Villa Schieschke gegenüber der Gaststätte. Gefeiert wurde das Königskegeln. Dabei waren, obere Reihe von links: O. Kurze und W Bohrisch. Zweite Reihe:

0. Lesche, Erich Lesche, Paul Perl, Tr. Zschieschang, K. ZeidIer und W Bär. Kniend:

R. Koppatz und H. Socher. Die

Kegeljungen waren H. Thiele und E. Lehmann.

Besonders wohl hat sich bestimmt die Kellnerin Agnes inmitten der jungen Männer gefühlt.

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