Schwarzheide in alten Ansichten

Schwarzheide in alten Ansichten

Auteur
:   Kultur- und Heimatverein Schwarzheide
Gemeente
:   Schwarzheide
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6571-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwarzheide in alten Ansichten'

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29 Das ehemalige Gemeindeamt

Um 1930 hatte Zschornegosda bereits etwa 2 500 Einwohner. Das brachte mit sich, daß auch die Gemeindeverwaltung neu organisiert und verbessert werden mußte. Der Gemeindevorsteher wickelte vorher seine Geschäfte in der Wohnung ab. Das Gemeindeamt wurde 1929 an der Ruhland er Straße für 68 000 Reichsmark errichtet, nachdem man den Bau am

19. März beschlossen hatte. Es beherbergte nicht nur Amtsstuben für verschiedene Zwecke sondern auch Wohnungen. Sicher hatten die Planer und Bauherren damals schon Visionen, daß sich

Zschornegosda weiter vergrößern wird. Nach und nach konnte man Wohnungen zu Verwaltungsräumen machen. Mit der Stadtrechtverleihung im [ahre 1967 wurde das Gebäude zum Rathaus. Doch

rund fünfzig [ahre nach dem Bau war es endgültig zu klein geworden und andere Gebäude mußten zusätzlich genutzt werden. 1998 ging die Ära des Rathauses zu Ende. Die Stadtverwaltung zog in das

Bürgerhaus (ehemaliges Kino) und eine Firma erwarb den architektonisch ausgewogenen und schönen Komplex.

30 Das Kriegerdenkmal Zschornegosda

Sechsundsiebzig Gefallene und Vermißte hatte das Dorf Zschornegosda im Ersten Weltkrieg zu beklagen. Ihnen zum Gedenken wurde 1923 das Kriegerdenkmal aufgestellt.

Das Denkmal steht in einer kleinen Parkanlage an der Ruhlander Straße in Schwarzheide West, dem ehemaligen alten Friedhof von Zschornegosda.

Dieser Friedhof diente von 1854 bis 1897 als Begräbnisstätte und wurde dann zur kleinen Parkanlage umgestaltet. Schon im Mittelalter trug der Platz von 1661 bis 1754 eine Kapelle und diente kurzzeitig im Dreißigjährigen Krieg als Pestfriedhof.

3 1 Die alte Dorfschmiede

Kurz nach 1850 muß die abgebildete ehemalige Schmiede von Zschornegosda gebaut worden sein. Sie stand an der Ruhlander Straße Ecke Dorfplatz. Die Vorgängerschmiede ist auf alten Plänen noch mitten im Dorf ausgewiesen.

Ein Brand vernichtete am

18. März 1852 den gesamten nordwestlichen Teil des Dorfes. Das könnte der Anlaß gewesen sein, dieses Gebäude, bei dem das Feuer ein wesentliches Hilfsmittel war, an den Rand des Dorfes zu verweisen. Ein Teil der Wände des Gebäudes war aus Schlackesteinen errichtet, die noch bis 1876 als Nebenprodukt der Hochofenschmelze im Lauchhammerwerk anfielen. Bei anderen Teilen wur-

den gestampfter Lehm und Lehmziegel verwendet.

Der letzte Besitzer Riedelließ das schon nicht mehr genutzte Gebäude wegen Baufälligkeit Mitte der achtziger [ahre abreißen.

32 Der Dorfplatz

Ein Blick aufSchwarzheide West in der Zeit um 1940. Der Fotograf hat auf dem Geschäftshaus Ruhlander Straße 4 gestanden und zum Dorfzentrum geschaut, um zu diesem Foto zu gelangen. Im Hintergrund sind die Schulgebäude und der Kirchturm zu sehen. Das Feuerwehrdepot stand noch nicht. Auf dem heutigen Dorfplatz sind die Bäume noch sehr klein. Nur die Hindenburgeiche, im Vordergrund der grünen Insel, ist schon etwas kräftiger entwickelt. Sie wurde 1934 gepflanzt, wonach der Platz zeitweise den Namen Hindenburgs trug.Vorn ist dasWohnhaus des Schmiedemeisters und zeitweiligen Gemeindevorstehers Wilhelm Kaiser zu

sehen. Dessen Wohnstube war gleichzeitig der Amtsraum. Vorn rechts ist der Giebel der vorher beschriebenen Schmiede sichtbar mit einer Litfaßsäule und einer Säule, an der Benzin gezapft wurde.

33 Die Fleischerei Grille

Die Grilles und andere Familien wohnten einst in westlicher Fortsetzung des heutigen Gartenweges in Zschornegosda. Dieses Gebiet wurde aber von der Grube Ferdinand beansprucht und ausgekohlt. Max Grille war als Hausschlachter tätig und nutzte die Finanzierung durch den Bergbau für den Abriß des alten Hauses zum Aufbau einer Fleischerei. 1927 entstand diese an der Ruhlander Straße. Das Gebäude ist als Geschäftshaus noch vorhanden, wird aber nicht mehr genutzt.

Auf dem Foto hält der Sohn van Max Grille (2. van rechts), Gerhard Grille (rechts), als kleiner Bub mutig den Ochsen. Dem statt-

lichen Tier hatte man vorsorglich die Augen verbunden. Hinten in der Mitte, neben Max Grille, steht als Gehilfe Paul Fischer, der auch in der Bäckerei Gröbe nach Bedarf behilflich war. Der Lehrling

steht vor dem Tier und links daneben der Bauer Richter, dem der Ochse wohl gehörte.

34 Das Hugo-WolframDenkmal

Die Ebert -Bauer-Regierung und der SPD- Vorstand riefen am 1 3. März 1920 zum Generalstreik gegen den KappLüttwitz-Putsch auf

Der Ruhlander Bahnhofsvorsteher Görz unterstützte allerdings den Putsch und bewaffnete die Eisenbahner. Am 18. März 1920 fand im Zollhaus eine Versammlung gegen den Putsch statt. Am Abend dieses Tages erschien ein Teil der Arbeiter, die sich am Generalstreik beteiligten, auf dem Vorplatz des Bahnhofs. Sie wollten in ihre Heimatorte zurückfahren. Bahnhofsvorsteher Görz ließ auf die Arbeiter schießen. Der junge Bergmann Hugo Wolfram aus Zschomegosda wurde tödlich getroffen. Ihm zum Gedenken stifteten die Arbeiter von Zschomegosda und Umge-

bung ein Ehrenmal, das 1920 auf der Westseite der Friedhofshalle aufgestellt und nach 1945 auf den jetzigen Standort im Eingangsbereich des Friedhofes umgesetzt wurde.

3S Die Ruhlander Straße

Vom Dach des Hauses Ruhlander Straße 2S muß diese Aufnahme entstanden sein. Festgehalten wurde der Zustand am Ende der dreißiger [ahre. Der Blick richtet sich nach Südosten auf die Ruhlander Straße zwischen Waldweg und Gefluderstraße. Die Straße besaß bereits eine Asphaltdecke, allerdings war der Rad- und Fußweg noch nicht gepflastert. Straßenbäume säumten noch die Chaussee, die damals die Reichsstraße 169 bildete. Am rechten Bildrand, dort wo sich der Zaun befindet, führt heute die Straße Waldweg von der Ruhlander Straße ab.

Das erste Haus auf der rech-

ten Straßenseite gehörte Schuhmacher Bär und beherbergt heute das Kebab-Geschäft. Das große Haus in der Mitte des Bildes war das Textilgeschäft Koinke und ist heute Stadtbibliothek.

36 Die Bubiag-Siedlung

Die Bergbauunternehmen vergrößerten sich Anfang des Jahrhunderts ständig. Auch durch den späteren 8-Stundentag wurden mehr Bergleute nötig. Einfachste Unterkunftslager errichteten die Bergbaufirmen für diese fremden, nicht aus den Dörfern der Umgebung kommenden, Arbeiter. Die Bubiag (Braunkohlen- und BrikettIndustrie Aktiengesellschaft) mit Sitz in Mückenberg (Lauchhammer West) fürchtete um ihre Arbeitskräfte, nachdem die Ilse Bergbau AG und andere Bergbaubetriebe der Umgebung bessere Wohnungen für die neuen Arbeitskräfte zu bauen begannen. In Brieske war die Gartenstadt Marga, in Zschornegosda die Ferdinand-Kolonie (heute:

Glück-Auf-Siedlung) und in Naundorf die Kolonie Victoria

III entstanden. Solche Bergbausiedlungen waren keine Seltenheit mehr, so daß auch die Bubiag bessere Wohnungen schaffen mußte. Vorher waren die Bergarbeiter, die hauptsächlich aus dem schle-

der Straße sollte entgegengewirkt werden. Viele der zugewanderten ledigen Bergleute heirateten in Zschornegosda und zogen als junge Familien in die neuen Häuser am Wandelhof ein.

sischen Gebiet kamen, in sehr dürftigen Baracken untergebracht. Diese schlechten Wohnbedingungen führten zur Abwanderung vonArbeitem. Mit dem Bau der Bubiag-Siedlung an der Ruhlan-

37 Die Bubiag-Siedlung

1920 wurden die acht Reihen- bzw. Mehrfamilienhäuser fertiggestellt. Das zentrale Gebäude auf der nördlichen Straßenseite trägt diese [ahreszahl. Die acht Häuser bilden ein schönes Ensemble im Stil der Gartenstadtarchitektur. Während es südlich meist Reihenhäuser mit ausgebautem Dachgeschoß sind, wurden nördlich nur doppelstöckige Gebäude errichtet. Die Bubiag-Häuser an der Ruhlander Straße tragen heute die Hausnummern 39-41 sowie 124-128.

Die Fotoaufnahmen zur alten Bubiag- Wandelhofsiedlung (nicht zu verwechseln mit der Wandelhofsiedlung der Bra-

bag) müssen um 1930 entstanden sein und zeigen das jeweilige südliche und nördliche Zentralgebäude an das sich symmetrisch die anderen Häuser anschließen.

38 Die Windmühle von Zschornegosda

Den Quellen ist zu entnehmen, daß der Bau der Windmühle von Zschomegosda 1723 erfolgte. Bis 1918 wurde in ihr Mehl gemahlen. Danach wurde nur noch geschrotet und Hafer gequetscht. Schon 1918 hatte der 'Windmüller' Friedrich Wilhelm Hofmann die Mühle auf elektrischen Antrieb umgestellt. Da nun die Mühle

mit den Flügeln nicht mehr in den Wind gedreht werden mußte, sollte sie vom Bock genommen werden. Transportwege wurden kürzer und die Arbeit leichter. Beim Tiefersetzen stürzte sie jedoch um. Das Mühlwerk baute man danach wieder auf. 1956 wurde die Mühle außer Betrieb genommen und kurz darauf abgerissen, so erzählt es noch heute des 'Windmül-

Iers' Enkel Gerhard Konzag. Das Foto entstand wahrscheinlich 1906.

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