Schwarzheide in alten Ansichten

Schwarzheide in alten Ansichten

Auteur
:   Kultur- und Heimatverein Schwarzheide
Gemeente
:   Schwarzheide
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6571-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwarzheide in alten Ansichten'

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59 Die Wassermühlen von Naundorf

Einst klapperten zwei Wassermühlen im alten Naundorf Das Bild zeigt die nördlich des Dorfes gelegene Pößnitzmühle, als die Gebäude noch erhalten waren. Der wassergetriebene Mühlenbetrieb war allerdings schon lange vorher eingestellt und das Mühlrad bald zerfallen.

Die zweite Mühle, die Setzmühle, befand sich an der Schwarzen Elster, etwa einen Kilometer südöstlich der Schule am Weg zur Elsterau gelegen. Durch die schon beschriebene Eindeichung und Regulierung der Elster im [ahre 1856 stand sie plötzlich förmlich im Trockenen. Der Mühlbach führte nach und nach kein Wasser mehr. Heute ist nur noch Eingeweihten durch die Landschaftsform

und den Baumbestand ersiehtlich, wo diese Mühle einst stand.

Das Klappern der Mühlen in Schwarzheide ist verstummt.

60 Die Brikettfahrik Victoria 111

1912 begann der Bau der Brikettfabrik Victoria III und der Aufschluß der Grube nordöstlich von Naundorf durch die Niederlausitzer Kohlenwerke. Damit war auch im späteren Schwarzheide Ost der wirtschaftlich -industrielle Aufschwung eingeleitet. Im Frühjahr 1913 waren das Anschlußgleis, das Kesselhaus und die elektrische Zentrale fertiggestellt.

Ab 1952 ist der Name Fortschritt für diese Brikettfabrik obligatorisch. Bis zur Stillegung im Iahre 1995 produzierten die immer wieder modernisierten Pressen und erweiterten Anlagen hoch-

wertige Erzeugnisse. Die Fabrik war zuletzt Exportbetrieb für tütenverpackte Briketts. Bei unserem Foto von der Hochkippe aus, ist der Blick aus Richtung Süden auf die Betriebsanlagen gerichtet. Das

Bild der Fabrik muß um 1930 entstanden sein, denn rechts ist ein Teil der Kabelbaggeranlage sichtbar. Interessant ist für den fremden Betrachter, mit welch schöner Architektur die damaligen Brikett-

fabriken der Lausitz errichtet wurden. Die Bewunderung ist heute allerdings nur noch dort möglich, wo solche Fabriken als Museen erhalten blieben.

61 Ein Bagger in der Grube Victoria 111

191 2 begann unter Leitung van Bergwerksdirektor Donert der Aufschluß der Grube Victoria lIl. Durch diesen Tagebau wurde der Nordostteil der Naundorfer Flur mit dem einstigen Skyroteich überbaggert. In dieser Grube war später eine Kabelbaggeranlage tätig, die fast zur gleichen Zeit wie die Förderbrücken entwickelt wurden. Sie hatten gegenüber den Förderbrücken jedoch einige Nachteile und konnten sich technisch nicht durchsetzen.

Das Foto zeigt einen Eimerkettenbagger der Maschinenfabrik Buckau aus Magdeburg. Von der Tafel in der Mitte der

Gruppe von Arbeitern geht hervor, daß es das Baggerpersonal dieses Gerätes im Tagebau Victoria III ist.

62 Die Kapelle in SchwarzheideOst

Selbst vielen Schwarzheider Bürgern aus den anderen Stadtteilen ist nicht bekannt, daß Schwarzheide Ost eine kleine Kirche besitzt. In der Parkstraße wurde diese Kapelle errichtet, die vom Kirchspiel Ruhland betreut wird. Als mit der Grube und der Brikettfabrik Victoria III viele Arbeitskräfte nötig waren, wurden für sie zwischen Naundorf und der Fabrik ab 1912 die Ledigenheime, danach die Siedlung Victoria gebaut. In diesem Bereich, der auch als Kolonie Victoria III bezeichnet wurde, entstand nach kurzer Zeit die evangelische Kapelle. Sie wurde aus einem Gebäude des Ledigenheimes, das der Unterbringung von zugezogenen Arbeitskräften für den Bergbau diente, zur Kirche umgebaut

und erhielt einen kleinen Turm.

Die Parkstraße trug früher den Namen Koasterstraße.

Im oberen Teil des Bildes sind Häuser aus der jetzigen ErnstThälmann-Straße zu sehen, die ebenfalls nach 191 2 entstanden, umArbeitskräfte des Bergbaus unterzubringen.

SCHWANlHEIDE-OST ÜBER RUHiAND

63 DerVictoriahof

Durch die großen Bergbaufirmen entstanden viele neue größere und kleinere Wohnsiedlungen. So auch Victoria lIl. In deren Folge kamen aber auch private Investoren und bauten Wohnhäuser und Gewerbebetriebe. Zu ihnen zählten Fritz und Pauline Bellmann, die Mitte der dreißiger [ahre eine Gaststätte errichteten. Diese wurde nach der Brikettfabrik und der Siedlung ebenfalls Victoria genannt. Damals trug die heutige Ernst - ThälmannStraße noch den Namen Weddigenstraße (östlicherTeil) und Victoriastraße (westlicher Teil) .

Seit dem 1. Mai 1976 sind Astrid und Gerd Budich die Wirtsleute vom Victoriahof.

~ Gasthaus Victoriahof, Bes: Fr. Bellmann, Tel. Rühland 363

. Premdenetmrner # Garegen # Gute Küche

64 Ein Panoramabild des Brabag- Werkes

Nach der Gründung der Brabag (Braunkohle-Benzin-Aktiengesellschaft) am 26. Oktober 1934 in Berlin beginnen im August 1935 die Bau-

arbeiten für das Werk Schwarzheide, mit dem Ziel der Herstellung von Treibstoff auf Basis einheimischer Braunkohle nach dem Fischer- Tropsch- Verfahren. Schwarzheide ist nach Böhlen und Magdeburg das dritte

Werk der Brabag. Das Hydrierwerk Zeitz wird als viertes Werk errichtet. Das erste Dieselöl wirdim]uli 1936 und das erste Benzin im September 1936 produziert. Im rasanten Tempo wurde das Werk errichtet, das dokumen-

tiert auch die Panoramaaufnahme. Das Bild wurde vom Wasserturm aufgenommen und zeigt das Brabag- Werk Schwarzheide im Sommer 1940.

6S Bildabschnitt 1

bäude Bau 24 (heuteA 220), rechts das pförtnerhaus der Wache bzw. das Gebäude des Werkschutzes, das seit Anfang der siebziger [ahre bis 1989 HO- Verkaufsstelle war. Rechts daneben befindet sich das Eingangsgebäude zum Kame-

radschaftsheim (heute Galerie des Kulturhauses ) mit der darunter befindlichen Küche. Dahinter: Blick zu einem Teil der Bereitschaftssiedlung mit dem 1938 errichteten Blumenthalbrunnen. Der davor liegende Platz war ab Anfang

Bildmittelpunkt ist der Werkseingang an der Schipkauer Straße (heute Tor 2), wie er bis Ende der sechziger [ahre existierte. Im Vordergrund links steht das Verwaltungsge-

der sechziger [ahre Bushalteplatz. Im Hintergrund: die Autobahn Dresden-Berlin und die Pommelheide.

Bildabschnitt 2

Der Blick ist nach Norden gerichtet. links das Kameradschaftsheim (heute Kulturhaus) mit dem darunter liegenden Speisesaal, daran schließt sich das Ledigenheim an, das ab 1949 Betriebspoliklinik war. Vorn das Dach des Wirtschaftsgebäudes für den Küchenbetrieb, dahinter die überdachten Fahrradabstellplätze. Im Hintergrund das Brabag -Sportplatzgelände.

66 Bildabschnitt 3

Im Vordergrund links: Blick auf einen Teil des Forschungsgebäudes, dahinter das Forschungstechnikum, rechts daneben die Hartparaffingewinnungsanlage. Dahinter die

beiden Spaltanlagen und ein Tanklager der FischerTropsch -Synthese.

Rechts: Blick zur FischerTropsch-Synthese, vorn das Zwischentanklager mit den ummauerten Tanks. Hinter den Tanks von rechts nach

links das Gebläsehaus und die Kondensatölabscheidung. Darüber ein Teil des Syntheseofenhauses mit Verdampferanlage und Gasfeinreinigung und weiter oben Schornstein und Förderanlage für die Koppersanlagen III - IV.

Im Dunst sind Wohnhäuser der Siedlung Viktoria III zu erkennen. Der Betrachter sieht in Richtung Nordosten.

67 Bildabschnitt 4

osten. Links geht der Blick zu den Fischer- Tropsch-Anlagen, vorn neben der Rohrbrücke die ummauerten Tanks des Zwischenlagers, dahinter mittig die Aktivkohleanlagen und die Kondensationsanlage. Dahinter die Koppersanlagen

III - VI, der Koppersschomstein und daneben rechts zwei Synthesegasometer, die beim ersten Luftangriff am 28. Mai 1944 durch Volltreffer total zerstört wurden. Rechts dahinter das Kraftwerk mit dem ersten Schornstein.

In der Mitte die Straße B, die Verbindung zwischen dem Haupttor (Tor 2) an der Schipkaue

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