Schwaz in alten Ansichten Band 1

Schwaz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Sternad
Gemeente
:   Schwaz
Provincie
:   Tirol
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-1806-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schwaz in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Über das liebenswerte Städtchen Schwaz, in das sich auch schon der weltbekannte Norwegische Dichter Björnstjerne Björnson bei seinen jährlichen Aufenthalten verliebt hatte, liefsen sich allein schon wegen seiner Bedeutung während des Silberbergsegens im 15. J ahr-

hundert ganze Bände schreiben. Das Erlöschen des Bergsegens, Seuchen, Kriege und Plün-

derungen, besonders das verhangnisvolle Kriegsjahr 1809, wo Schwaz van bayrisch-napoleonischen Truppen fast vollständig niedergebrannt worden war, lassen nur erahnen, welche gewaltigen Ereignisse und var allem Veränderungen über die heutige Stadt hinweggezogen sind. In diesem Buch 'Schwaz in alten Ansichten', welches eine Zeitspanne von 1898 bis 1930 behandeln soll, werden Bilder und Ereignisse dokumentiert, die den Aufbau und die Neugestaltung dieses Städtchens beinhalten.

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Geschichte

Schwaz, das erstemal 930 nach Christus in einem

Schenkungsvertrag urkundlich als Suates erwähnt und 335 Meter über dem Meer gelegen, war damals bereits uralt. Aufgrund der geologischen Struktur lag im Raum um Schwaz einer der ergiebigsten vorgeschichtlichen Kupferbergbaue Zentraleuropas. Urnenfelder in St. Martin und am Pirchanger weisen auf diese Zeit zurück. In der 'Alten Zeche' wurde nach Kupfer geschürft. Von der Frühbronzezeit bis zur La-Tene-Zeit ist der Bergbau nachzuweisen, hat aber wahrscheinlich bis in die Rörnerzeit angedauert.

Bereits 1319, als das Landgericht Freundsberg mit dem Sitz in Schwaz errichtet wurde und Schwaz 1329 außerdem das Recht erhielt einen Wochenmarkt abzuhalten, hat es schon wieder einen Bergbau gegeben. Im Jahre 1408 wurde das Schladminger Bergrecht übernommen und 1449 durch eine eigenständige Bergordnung ersetzt. Aus der Bergwerkschronik wird berichtet, daß bereits 1420 viel fremdes Bergvolk aus Böhmen, Sachsen und anderen deutschen Landen in Schwaz gelebt hat, und 1460 ist die Kirche bereits zu klein, um das zugezogene Volk noch fassen zu können. Die Liebfrauenkirche wurde von 1490 bis 1502 unter Erasmus Grasser und Christof Reichartinger erweitert und eingeweiht; ebenso war Reichartinger Baumeister des 1507 erbauten Franziskanerklosters

und des berühmten Kreuzganges. Als weiteres Wahrzeichen thront über der Stadt das um 1100 erbaute Schloß Freundsberg, welches zur Stammheimat eines starken und ruhmreichen Geschlechtes wurde, die der Freundsberger.

Der Kern der Marktsiedlung entsprach einer mittelalterlichen Stadt, und Schwaz stand damals den anderen Tiroler Städten in nichts nach. Als Kaiser Maximilian I. die Verleihung des Stadtrechtes in Aussicht stellte, wozu allerdings die Ummauerung des Marktes Voraussetzung war, ist es nur zu verständlich, daß die Gewerken wie auch die Knappen ablehnten, weil wichtige Teile von Schwaz außerhalb der Stadtmauern geblieben wären. In der Blüte des Schwazer Bergbaues von 1450 bis 1550 waren 12 000 Knappen und Schmölzer, auf Grund der außerordentlichen Silber- und Kupfervorkommen, beschäftigt, welche im Schichtwechsel Tag und Nacht arbeiteten. Von 1470 bis 1500 wurden eine Million Kilogramm Silber und 17 000 Tonnen Kupfer gewonnen. Dieser Reichtum wirkte sich auch kulturell überaus positivaus.

Hans Sachs besuchte Schwaz und gründete die Meistersingerschule (1532), Paracelsus war 1513 in Schwaz, wo er sich unter anderem für die Schrnelzkunst interessierte. J örg Stöckl, ein reicher Berg-

werksbesitzer, errichtete 1520 im Ansitz Sigrnundslust (Vamp) die erste Druckerei in Tirol und unser Rathaus, welches zu den schönsten Tirols zählt, Jakob Fugger, Handelsmann und Bergwerksbesitzer, ließ mit seinem Einsatz von 543 000 Gulden den Habsburger Karl V. zum deutschen Kaiser wählen (1519); diese riesige Summe fand ihre Deckung durch das Schwazer Silber.

Bitterste Armut brachte nicht nur der Freiheitskampf in Tirol 1809 mit sich - der Bergsegen war damals längst schon erloschen -, wo Schwaz im Mai und August fast vollkommen von bayrischen-napoleonischen Truppen unter General Wrede niedergebrannt wurde, sondern auch die früher vor der Verbauung des öfteren mit fürchterlicher Gewalt herabstürzenden Lahnbachausbrüche, die Tod und Verderben über Schwaz brachten. Nur allmählich konnte sich Schwaz von diesen Schreckensereignissen erholen. Mit der Errichtung der Tabakfabrik in Schwaz 1830, des zweitältesten Industrieunternehmens im Bezirk Schwaz, und der Stadterhebung am 28. April 1899, war der erste Schritt zur unaufhaltsamen Neuentwicklung der Stadt getan, welcher nur durch die beiden Weltkriege wieder Rückschläge in Kauf nehmen mußte.

1. Die unaufhaltsame Weiterentwicklung des Marktes Schwaz bis zur Stadterhebung im Jahre 1899, läßt sich aus dieser Ansicht von Schwaz um 1873 bereits erkennen. Man muß dazu allerdings wissen, daß Schwaz im Mai und August des Jahres 1809 von bayrischnapoleonischen Truppen fast vollständig niedergebrannt wurde (Tiroler Freiheitskriege), völlig verarmte und sich nur nach und nach von diesen Schreckensereignissen erholen konnte. Der Bergsegen (Silber- und Kupferbergbau) war längst erloschen.

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2. Einen besonders würdigen und ehrenvollen Platz nimmt die abgebildete Stadterhebungsurkunde in der Geschichte von Schwaz ein. In der Einleitung haben wir gelesen, warum es erst relativ sehr spät zu diesem Ereignis gekommen war. Unter dem Vorsitz des Herrn Bürgermeisters Alfred Wagner wurde am 28. November 1898 der Beschluß gefaßt, einen Antrag auf Erhebung des Marktes Schwaz zur Stadt zu stellen. Am 10. Mai 1899 erhielten die Schwazer dann die erste Kunde, daß der Markt Schwaz, mit allerhöchster Entschließung vom 28. April 1899, zur Stadt erhoben wurde. Aus diesem Anlaß fand am 12. Mai 1899, nachmittags um zwei Uhr, eine Festsitzung des Gemeinde-Ausschusses statt. Die Allgemeinen Stadterhebungsfestlichkeiten beging man am darauffolgenden Tag sehr feierlich und eindrucksvoll.

3. Interessante Perspektiven gibt diese Aufnahme aus Schwaz und aus der näheren Umgebung wieder, trägt die Jahreszahl 1906 und will sich als 'Gruß aus Schwaz' verstanden wissen.

4. Diese Aufnahme wurde irn Jahre 1908 von der 'Roten Bank' am Wege nach St. Georgeriberg gemacht. In der Bildrnitte ist der alte Schießstand sichtbar, die Bundesstraße am rechten Innufer gab es noch nicht, auch die Insel ist verschwunden. Der neue Gleekenturm neben der Pfarrkirche ist noch nicht vorhanden; man könnte noch viele Einzelheiten aufzählen, welche zum Teil nicht mehr existieren, zum großen Teil nun vorhanden sind und ein ganz neues Bild ergeben.

5. Wir sehen die Stadt Schwaz mit ihrem Ortsteil Freundsberg in einer Aufnahme aus dem Jahre 1908. Im Bild rechts sind noch die Kapellen dem Hag entlang vorhanden. Stolz blickt das Schlößchen Freundsberg, welches um 1100 erbaut wurde, auf eine Gegend herab, die sich heute dem Betrachter in vielen Teilen verändert darbietet.

6. Diese Aufnahme zeigt die Stadt Schwaz vom 'Leitenweg' aus und wurde im Jahre 1923 aufgenommen. Im Hintergrund ist von einer Autobahn, welche heute das Inntal durchzieht, noch nichts zu sehen. Ein romantischer Spazierweg führt vom Schloß Freundsberg kommend, die herrliche Leiten entlang und gibt diesen wunderschönen Ausblick über die Stadt Schwaz frei, Es ist derselbe Weg, den einst die vormalige Kaiserin Marie Luise (Witwe Napoleon 1.), in einer Sänfte getragen, im Geleite des k.k. Kreishauptmannes von Mensi aufsuchte, um sich an dem Anblick der bildreichen Landschaft zu erfreuen.

7. Wer kann sich heute noch auf die Baracken des k.k. Notreserve-Spitals im sogenannten Egerdach, einern Ortsteil von Schwaz, erinnern? Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1918 und zeigt ein Gebiet innerhalb der heutigen GiJmstraße; die Baracken sind längst verschwunden und haben schmucken Häusern Platz gemacht.

8. Eine alte Fotografie zeigt das Schwazer Handelshaus, welches fälschlich 'Fuggerhaus' genannt wurde (Bauzeit um 1500). Im Bild links davor ist der ehemalige Stadtbrunnen zu sehen. Das Handelshaus ist seit dem Jahre 1971 das Rathaus von Schwaz und zählt nach den erfolgreich durchgeführten Renovierungsarbeiten zu den schönsten Tirols. Leider sind der Rathausturm und der alte Marktbrurmen von der Bildfläche verschwunden; beide Teile wurden abgetragen.

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