Schwedt in alten Ansichten Band 1

Schwedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Lutz Libert
Gemeente
:   Schwedt
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5176-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Schwedt in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Einen Bliek in das Schwedt der Zeit zwischen 1880 und 1930 vermitteln die in diesem Buch vorgestellten Postkarten und Fotografien. Die im Jahre 1265 erstmals urkundlich erwähnte Stadt an der Oder zählte in dieser Zeit etwa 10 000 Einwohner. Mehrere Bezeichnungen charakterisierten Besonderheiten, die der Stadt ihr eigenes Gepräge gaben. Als 'lustiges Markgrafenstädtchen' wiesen die dreiflüglige Anlage des Hohenzollernschlosses, das Jagdschlößchen Monplaisir und die nahezu hundert Meter breite Schloßfreiheit auf die Geschichte als Residenz der Markgrafen von Schwedt hin, die als Seitenlinie der Hohenzollern im 18. Jahrhundert Schwedt zu einer kleinen Residenz entwickelten. Vor allem Markgraf Friedrich Wilhelm (1711 bis 1771) blieb als lebensfroher, derben Späßen und Frauen zugetaner 'toller Markgraf' in Anekdoten und Schwänken lebendig. Prinz Heinrich (1771 bis 1788), mit dessen Tod die Markgrafschaft erlosch, berief an das Theater- und Orchesterensemble des kleinen Hofes namhafte Künstler.

Im neunzehnten Jahrhundert blieb das Schloß Sitz der Forstverwaltung. Wertvolle Kunstsammlungen in einzelnen Räume standen zur Besichtigung

bereit. Kaiser Wilhelm Il. ließ hier seine Jagdtrophäen präsentieren. 1930 erhielt das neu gegründete Heimatmuseum im Schloß sein erstes Domizil. Nicht nur das Schloß lud nach Schwedt ein. Die reizvolle Umgebung brachte der Stadt den Rang einer 'Perle der Uckermark' ein. Hotels und Pensionen boten Wochenendurlaubern und Sommerfrischlern Unterkunft. Günstige Zug- und Dampferverbindungen bestanden nach Berlin und Stettin.

Am Ostufer der Oder lud das idyllische 'Tal der Liebe' zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Etwa fünfzig Gastwirtschaften und Ausflugslokale boten den Bürgern und den an Wochenenden anreisenden Gästen Nahrung und Unterkunft. In den Herbstmonaten gab es als Delikatesse geröstete Oderneunaugen. Die Regulierung der Oder und der Bau des Großschiffahrtsweges Berlin-Stettin (1906 bis 1926) führten zum Aussterben dieser aalähnlichen Flußneunaugen. Der Fischfang blieb jedoch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Der wichtigste Wirtschaftszweig waren jedoch der Tabakanbau und die Tabakverarbeitung. Hugenotten brachten die Tabakkultur um 1700 in die Ukkermark. Die klimatischen Bedingungen eigneten

sich hier hervorragend und um Schwedt entstand das größte geschlossene Tabakanbaugebiet Deutschlands. Charakteristische Tabaktrockenscheunen entstanden, die zum gewohnten Bild der Ackerbürgerstadt gehörten. Massive Tabakspeicher dienten zur Lagerung von Rohtabak. Als Zentrum des Tabakanbaus in der Uckermark, Pommern und der benachbarten Neumark, nahm Schwedt eine führende Stellung bei der Weiterverarbeitung ein. Zwanzig Firmen verarbeiteten den Tabak zu Zigarren und Rauch- und Schnupftabak.

Neben den Tabakfeldern bestimmten Spargelund Maiblumenanlagen die Fluren am Stadtrand. Schwedter Händler belieferten hiermit den Wochenmarkt in Stettin.

Schwedt nannte man auch 'Potsdam der Uckermark', da über 200 Jahre hier der Standort einer Eliteeinheit des preußischen Heeres, des Brandenburgischen Dragoner-Regimentes No. 2, war. Platzkonzerte der Militärkapelle fanden zahlreiche Zuhörer. Als eine von nur vier Einheiten des preußischen Heeres durfte das Schwedter Regiment ein besonderes Kennzeichen, den Schwedter Adler, führen.

Der Zweite Weltkrieg führte zur Vernichtung großer Teile des alten Schwedts. Das Schloß brannte aus, die Ruine wurde nicht wieder aufgebaut, sondern abgetragen. Straßen erhielten neue Bezeichnungen oder wurden im Verlauf großzügiger Neugestaltungen verändert bzw. aufgehoben.

Heute leben über 50 000 Einwohner in Schwedt. Ein großer Teil der alten Bewohner ist durch die Kriegs- und Nachkriegsereignisse in andere Gegenden gekommen und hat dort eine neue Heimat gefunden. Andererseits kamen Familien aus anderen Orten nach Schwedt. Inzwischen wächst bereits eine zweite Generation 'neuer' Schwedter heran, die nicht mehr das historische Stadtbild kennengelernt haben.

Anliegen dieses Buches ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen den Erinnerungen der älteren und dem Bedürfnis nach Information der jüngeren Schwedter Einwohner. Für die Bereitstellung von Bildvorlagen gilt der Dank dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv Schwedt sowie dem Heimatmuseum Angermünde.

LutzLibert

1. Das Schloß und Speichergebäude bestimmen die Ansicht der Stadt von der Oderseite. Oderbrücke, Schloßfreiheit und Park Monplaisir laden auf dieser Grußkarte zum Promenieren ein.

2. Das Schloß von der Schloßfreiheit aus gesehen. Das beigefügte Stadtwappen ist sehr frei gestaltet. Aus der Mauer zwischen den beiden Toren wurde hier ein gatterartiges Tor.

Sdiwedt a. O.

SdlioD

3. Nach 1670 wurde das Schloß zur Dreiflügelanlage erweitert. Der links sichtbare Nordflügel entstand als jüngster Bauabschnitt.

?

4. Hier im 'Prinzenflügel' befanden sich die Wohnräume der Markgrafen. Der gegenüberliegende Südflügel bot der Schloßkirche Unterkunft.

5. Diese Karte mit der Schloßansicht schickte der Schwedter Hoflieferant Ludwig Freyhoff seinen Kunden zum JahreswechseI1910-1911.

5chwedt (Oder), den

Schloss, Wasserseite.

6. Auf diesem Bild wurde das Schloß von der Wasserseite aus aufgenommen.

Sd1w~dl a. Q.

S 11100 ven der Wasserseile

7. 'Vom linken Ufer her aber wirft ein weitläufiger Bau, in Bäumen und Laubgängen halb verdeckt, sein Spiegelbild in den Fluß. Es ist das alte Markgrafenschloß. Wir sind in Schwedt.' (Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 2, Das Oderland.)

8. Auf dieser Postkarte, nach einem Aquarell des Schwedter Küstlers F. Merwart, sehen wir den Rittersaal des Schlosses.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek