Schweidnitz in alten Ansichten

Schweidnitz in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Adler
Gemeente
:   Schweidnitz
Provincie
:   Polen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4962-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schweidnitz in alten Ansichten'

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19. Noch einmal die Gartenstraße in gleicher Richtung. Aus der Perspektive des Spaziergängers schweift der Blick nicht in die Ferne, doch sieht man rechts die Blumenstraße. In dem Eckhaus mit dem Türmchen hatte der bekannte Schweidnitzer Kinderarzt Dr. Gloger seine Praxis. Fast alles ist heute noch wie 1902, als das Bild entstand. Nur die Schilder haben sich geändert.

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20. Als nächste Querstraße zweigt von der Waldenburger Straße links die Grünstraße zur Sedanstraße ab. Hinter den Bäumen liegt das Restaurant 'Waldschlößchen' (Feldstraße 1). Die Südseite der Grünstraße ist nur gegenüber der Blumenstraße und erst wieder kurz vor der Einmündung in die Sedanstraße bebaut. Dort stehen Gebäude, die zum Armen- und Arbeitshaus jenseits der Sedanstraße gehören. Die Promenade zwischen Grün- und Feldstraße entstand großenteils auf dem Gelände des alten katholischen und des Landarmenfriedhofs.

21. Noch einmal die Grünstraße, mit Bliek in die Gegenrichtung. Rechts mündet die Blumenstraße.

22. Etwa parallel zur Grünstraße führt noch vor der Bahnschranke die Feldstraße, am 'Feldschlößchen' vorbei, zur Friedrichschule. Das Gebäude hatte die Stadt schon 1912 für die aus Liegnitz verlegten laehnerschen Anstalten, eine private Mädchenbildungsanstalt, gebaut. Während der Inflation übernahm der Staat ab 1. Oktober 1923 die Anstalt, die mit dem Städtischen Lyzeum zu einem Oberlyzeum verschmolz. Im Zweiten Weltkrieg war die Schule Lazarett, die Klassen wurden verlegt.

23. Beim Weitergehen überqueren wir auf Brücken den Bögenbach und den Mühlgraben. Rechts geht es zu den letzten Resten der friderizianischen Festungsanlagen, dem Neumühlwerk, und dem katholischen Friedhof. Vom Neumühlwerk, einem idealen Abenteuerspielplatz für jugendliche Entdecker, werfen wir einen ersten Bliek auf die Hindenburgtumhalle (s. Nr. 27).

Schweidnitz Freischwimmbad

24. Am Kroischwitzer Weg wurde im Mai 1927 das von Stadtbaurat Borst geplante modeme Freischwimmbad mit einer Wasserfläche von insgesamt 5300 qm eingeweiht. 1938 erhielt es zwei sportgerechte 50-Meter-Bahnen, eine Sommergaststätte und zusätzliche Umkleidekabinen. Auf dem angrenzenden Areal entstanden später die Sportplätze (s. Nr. 26). Die vielen Schornsteine der Silhouette zeigen, daß sich in der Niederstadt, die sich im Hintergrund erstreckt, viele Industriebetriebe angesiedelt hatten. Der erste Schornstein von rechts gehört zum Wasserwerk, der rauchende zu Weißenberg an der Reichenbacher Straße.

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25. Diese Weitwinkelaufnahme zeigt auch optisch, wieviel Wasser dem Kühlungsuchenden wie dem Sportbegeisterten im Schwimmbad zur Verfügung stand. In den Sommerferien war das Bad natürlich ein Tummelplatz der Schuljugend. Anfangs gab es auch Probleme um die Badeordnung. In der Stadtverordnetenversammlung wurde beantragt, an drei Nachmittagen von 14-18 Uhr nach Geschlechtern getrennte Badezeiten anzusetzen, Leserbriefschreiber forderten für Männer im Familienbad den Badeanzug statt der Badehose. Die Zeitungsredaktion sah die Vorteile der Badehose, forderte aber unbedingt eine 'schwarze Hose mit Beinansatz' .

26. Hinter dem 10 Morgen umfassenden Schwimmbad entstand auf 30 Morgen unter der Oberleitung von Baurat Borst und Ingenieur Pape ein beispielhaftes Sportgelände mit Kampfbahn, Trainingsplätzen, einem Schutzhäuschen und einer Musiklaube. Zur Einweihung am 16. Juli 1933 sprach auch Prinz August Wilhelm von Preußen Grußworte. Hauptattraktion aber war ein Fußballspiel Beuthen 09 gegen eine Schweidnitzer Stadtelf, die dem Favoriten 1:2 unterlag.

27. Auf dem Rückweg führen ein paar Schritte rechts in die Promenade hinein zur Hindenburgturnhalle. Den davor liegenden Sportplatz, den Ort der Industrie- und Gewerbeausstellung von 1911, mag mancher Betrachter aus seiner Jugend noch als Platz für Appelle und Aufmärsche in Erinnerung haben. Die Halle selbst - auch ein Werk des Stadtbaurats Borst -, lange vor dem Krieg geplant, wurde 1916 fertiggestellt. Die erste Turnhalle der Stadt - später 'Jahnturnhalle' genannt - war schon 1876 an der Äußeren Kirchstraße neben der evangelischen Knabenschule ('Hindenburgschule') entstanden (Nr. 97).

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Rosarium mit Sportplatz

28. Von der Hindenburghalle stadteinwärts gelangen wir zum Gondelteich, der im Sommer zur Kahnpartie einlud, im Winter als Eisbahn diente. Ein Kleinod war zur Zeit der Rosenblüte das Rosarium, das wir über das letzte Überbleibsel der Industrieausstellung, die Bogenbrücke aus Beton, erreichen. Sie gab mancher 'Lerge' Gelegenheit zur Mutprobe. Der Tapfere balancierte über den Bogen. Auch die benachbarten Teiche (General- und Schederteich) boten - umgeben von gepflegten Parkanlagen im englischen Stil - idyllische An- und Ausblicke. Erst 1919 gestattete der Magistrat widerruflich das Befahren der äußeren Promenadenwege mit Kinderwagen. Das Halten an Bänken blieb zunächst ebenso verboten wie das Nebeneinanderfahren.

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