Schweidnitz in alten Ansichten

Schweidnitz in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Adler
Gemeente
:   Schweidnitz
Provincie
:   Polen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4962-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schweidnitz in alten Ansichten'

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Totalansicht der Ausstellung.

191 I.

29. Ein Bliek auf die Gesamtanlage der Gewerbe- und Industrieausstellung von 1911, die aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Gewerbevereins veranstaltet wurde. Besondere Attraktionen der von 600 Ausstellern beschickten Messe bildeten eine Lichtfontäne auf dem Gondelteich, eine original-bayensche Alpenwirtschaft mit Bierkrügen und Zithern, Jodlern und Schuhplattlern sowie ein an die Kolonien erinnerndes Somalidorf, dessen Insassen besonders die Kinder mit 'gräßlichem Geschrei' erschreckten.

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Hauptrestaurant.

30. Das Hauptrestaurant der Ausstellung. Den Bürgern gefiel es offensichtlich, sieh beim Rudern zu erholen. Damals wohl erst erhielt der Teich den Namen Gondelteich. Auf dem offiziellen Plan des Stadtbauamtes von 1895 heißt er noch 'Generalteieh', während der später so genannte als 'Militär-Schwimm-Teich' eingezeichnet ist. Nach dem dritten großen Teich, dem Schederteich, sollte niemand mehr suchen. Er wurde zugeschüttet.

Promeuadenkaffee

31. Das hier abgebildete Gebäude diente während der Ausstellung als Friderizianisches Museum. Es lag jenseits des Gondelteicharms, etwa in Höhe der Hindenburgturnhalle, unterhalb des Arbeitshauses. Der Plan einer ständigen Gedächtnisstätte zur Erinnerung an den mit Schweidnitz eng verbundenen 'Alt Fritz' zerschlug sich. Die Ansicht von 1920 zeigt, daß das Gebäude als PromenadenCafé noch den Ersten Weltkrieg überlebte. Doch wenig später mußte es wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Die Promenadenverwaltung ließ dafür einen viel besuchten Steingarten anlegen.

32. Die Ausstellung wurde am 27. Mai 1911 in Anwesenheit von Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen vor der Halle für Kunst und Kunstgewerbe eröffnet. Anders als bei der Einweihung des Denkmals für Friedrich den Großen (Nr. 54) bestimmt der zivile Zylinder das Bild.

33. Schon seit 1842 hatte der 1836 gegründete Gewerbeverein mehrfach Ausstellungen veranstaltet; das Jahr 1892 brachte einen ersten Höhepunkt, Auf 7,65 Hektar an der Riebelshöhe entstanden neben den Ausstellungshallen Teiche, Kaskaden und Fontänen, Musikpavillons, ja eine im Oval geführte elektrische Eisenbahn. Von 22 Goldmedaillen entfielen sechs auf einheimische Firmen, wie Främbs & Freudenberg (s. Nr. 146) und die Orgelbauanstalt Schlag & Söhne. Die Ansichtskarte anläßlich dieser Ausstellung ist die älteste mir bekannt geword ene aus Schweidnitz.

SCHWEIDNITZ.

Kgi. Präparandie.

34. Um zur Riebelshöhe zu gelangen, müssen wir vom Steingarten (NT. 31) zurück auf die Feldstraße und diese aufwärts zum Bahnübergang Waldenburger Straße. An der Ecke Waldenburger/Grenadierstraße liegt das Gebäude der ehemaligen Kgl, Preußischen Präparandie. 1879 begründet, war sie zunächst im Ursulinenkloster untergebracht, bezog aber ab 1. April 1903 das im Bild gezeigte Gebäude. Sie war eine Vorschule für den Besuch eines Lehrerserninars. Ehe die Anstalt 1897 ihren sirnultanen Charakter verlor, hatte dort auch der bekannte Schriftsteller Paul Keller aus Amsdorf als Hilfslehrer gewirkt. Nach Aufhebung der Präparandie zog das Reichsbahnbetriebsamt in das Haus ein.

35. Die an der Präparandie rechts abzweigende GrenadierstraBe führt am Gamisonfriedhof vorbei. Dahinter biegen wir rechts in die Promenade und gelangen zur Riebelshöhe. 1875 beschlossen die Stadtverordneten, auf der ehemaligen Ziegelflesche ein 'Belvedere' zu errichten. Es erhielt den Namen des Stadtrates und Leiters der Promenadendeputation, Oberstleutnant a.D. Riebel (t 1879). Er ist der eigentliche Begründer der schönen Promenadenanlagen auf den ehemaligen Festungswällen. 1905 wurde der Springbrunnen am Fuß der Riebelshöhe angelegt. Wir kehren zurück zur Waldenburger Straße und gehen weiter stadtauswärts.

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36. Ein Bliek auf den Kasernenhof. 'Es ist so schön, Soldat zu sein!' Besonders im schlesischen Potsdam! Schweidnitz trug diesen Titel nicht nur wegen seiner aktiven Garnison - ein Infanterieund ein Artillerieregiment -, sondern auch wegen der vielen pensionierten Militärs, die in der schmucken, durch preußisch-soldatische Tradition geprägten Stadt ihren Lebensabend verbrachten. Über das Verhältnis der Bürger zu 'ihren' Soldaten meint der spätere Berliner Bürgermeister Ferdinand Friedensburg, der (in Schweidnitz 1886 geboren, aber in Berlin aufgewachsen) als Einjährig-Freiwilliger 1906 beim AR 42 eintrat: 'Die Sympathie für das Militär wirkte sich auch in den menschlichen Beziehungen aus; man hatte das Gefühl, überall willkommen und gern gesehen zu sein. '

Schweidnitz - Lehrer-Seminar

37. Im Gebäude Ecke WaldenburgerlStudtstraße war ab 1934 das Gymnasium untergebracht; 1941 nahm es auch die neu errichtete Mittelschule auf. Gebaut wurde es 1912 für das von 1907 bis 1925 bestehende Lehrerseminar. Die letzten Direktoren des Gymnasiums waren Dr. Paul Gantzer (1918-1933) und Dr. Wilhelm Meyer (1934-September 1937). Ab 1. April 1938leitete die im Abbau befindliche Schule in Personalunion mit der Oberrealschule deren Direktor, Dr. Reinhold Schmidt bis zur endgültigen Verschmelzung beider Schulen. 1941 fand das letzte Abitur des Gymnasiums start. Schon 1929 hatte es nur noch 166 Schüler gehabt.

Kesselstift. :

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38. Das anschließende Kesselstift vor den Bögenbergen (hier 1915) entstand 1907 auf Grund eines Legats des Rentiers Adolf Kessel, der der Stadt 19023,5 Millionen Mark zum Bau einer HeimschuIe für Kinder armer Weber hinterlassen hatte. In dem an die Stadt verpachteten Mädchenhaus der Stiftung (dem linken Komplex im Bild) waren seit 1910 die Städtische Realschule und die aus ihr erwachsene Oberrealschule (seit 1915 Vollanstalt) unter den Direktoren Dr. Georg Reichel (bis 1932) und Dr. Reinhold Schmidt (bis 1945) untergebracht. Ab November 1937 trug sie den Namen Schlageter-Oberschule. 1929 hatte sie 412 Schüler.

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