Schweidnitz in alten Ansichten

Schweidnitz in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Adler
Gemeente
:   Schweidnitz
Provincie
:   Polen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4962-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Schweidnitz in alten Ansichten'

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39. Der Haupteingang des Kesselstifts. Die Stiftung unter Leitung eines städtischen Kuratoriums besuchten von 1907 bis 1932 insgesamt 1 003 Zöglinge. Eine eigene dreiklassige Volksschule mit einem Leiter und drei weiteren Lehrkräften sorgte für die angemessene Betreuung der unterschiedlich vorgebildeten Heirninsassen.

40. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand als erste Stadtrandsiedlung die Bögendorfer Siedlung. Am 1. Dezember 1920 konnten die ersten 15 Siedlerfamilien einziehen. In den folgenden Jahren wuchsen Reihen-, Doppelhäuser und Wohnblocks, aber auch stattliche Einzelhäuser. Etwa tausend Menschen lebten in der Bögendorfer Siedlung. Weitere Wohnsiedlungen entstanden in der Gegend des Flugplatzes.

41. Wir gehen zurück in Richtung WilhelmsplatzJMarkt. Links noch einmal das Kasernement für das damalige IR 10 (später IR 7), das die Stadt ab 1897 auf dem damaligen 'Kleinen Exerzierplatz' erbaute, auf dem bis dahin auch der Viehmarkt stattgefunden hatte. Die ausgedehnte Anlage zwischen Waldenburger und Grenadierstraße umfaßte 1929 zehn Kasernenblocks, ein Kasino, zwei Familienhäuser und Wirtschaftsgebäude. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein Großteil vorübergehend in Wohnungen umgewandelt.

42. Die Bahnschranke bildete, ebenso wie die an der Friedrichstraße (Nr. lOl), ein ständiges Verkehrshindernis. Das Ärgernis ist heute noch so groß wie 1902. Für die Fußgänger waren allerdings eigene Unterführungen angelegt worden. Hinter den Schranken lädt an der Ecke der Straße 'Am Bahnhof' Frommers 'Blauer Engel' zum Verweilen, rechts mündet die Grünstraße (Nr. 20).

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43. Das Aussehen des Wilhelmsplatzes hat sich seit 1908 wenig verändert. Nur das Gebäude direkt vor uns, hinter dem der Rathausturm aufragt, wurde 1938 abgerissen und durch den Sparkassenneubau ersetzt. Damit sollte eine neue Fluchtlinie entlang der Bögenstraße zum Markt, etwa in Fortsetzurig der Vorderfront des Gerichtsgebäudes, markiert werden. Diese Verbreiterung des Zugangs zum Ring unterblieb wegen des Krieges.

44. Schweidnitzer Bier war im Mirtelalter ein Markenartikel. 'Schweidnitzer Keller' gab es bis nach Ungarn, Polen und Italien. Im 19. Jahrhundert bildeten die vorher in der Kretschmerzunft zusammengeschlossenen Inhaber der Braugerechtigkeiten eine 'Braukommune' zur gemeinsamen Bierproduktion. 1871 entstand die moderne Dampfbrauerei mit gleichem Namen. Als sie nach dem Ersten Weltkrieg den Betrieb einstellte, endete jede Brautätigkeit in Schweidnitz. Übrig blieb eine der größten Gastwirtschaften der Stadt mit Saal und Garten (s. auch Ne. 121).

45. Neben der 'Braukommune' entstand 1919 das vielbesuchte 'WC', das Wilhelmsplatz-Café. Im selben Komplex, dem alten Sudhaus der Brauerei und dem ehemaligen Hotel 'Grüner Adler', eröffnete Arthur Barndt mit dem 'Wilhelmsplatz-Theater-Kino' (später: Schauburg Oberstadt) das erste modeme Kino der Stadt. Zur Eröffnung lief 'Madame Dubarry' mit Pola Negri. Keines der genannten Etablissements hat die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg überstanden.

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Amtsgericht

46. Zur Errichtung eines Landgerichtsgebäudes bewilligte die Stadt 1877 500 Tannenstämme, 300 Kubikmeter Scheithölzer und Granitbruchsteine nach Bedarf. 1878 wurden auch die Kreise Striegau, Reichenbach, Waldenburg und Nimptsch dem hiesigen Landgerichtsbezirk zugewiesen. Der Neubau des Gerichts entstand erst 1881 auf dem Platz des alten Untersuchungsgefängnisses.

47. Anstatt durch die Bögenstraße unmittelbar den Ring anzusteuern, gehen wir links am Gericht vorbei in die Rosenstraße. Kurz vor der katholischen Knabenschule wählen wir den Weg durch den engen Kreuzgang zum Markt. Ein Patrizier ließ ihn 1315 als direkte Verbindung zum Dominikanerkloster anlegen, auf dessen Areal jetzt das Gefängnis steht. Heute existiert nur noch der von den Schwibbögen überwölbte Teil.

48. Ein malerischer Bliek auf den Ring. Das Stadttheater von 1822 erhielt sein heutiges Gesicht durch den Umbau von 1913/14 nach Plänen von Stadtbaurat Borst. Die Mittel von 56 000 Mark kamen aus den Mieteinnahmen für die neuen Kasernen an der Waldenburger/ Grenadierstraße. Auch das Bühnenhaus, der Zuschauerraum, das Foyer und die Aufgänge wurden damals neu gestaltet. Zur Zeit gibt es kein ständiges Ensemble mehr. Heute fehlt auch der Rathausturrn, dessen Vertikale dem breithingelagerten, erdverbundenen Häuserkonglomerat in der Mitte des Ringes erst Proportion und Würde verlieh. Er stürzte 1967 zusammen.

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